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Berlin (ots) -
- Nur 43 % der Beschäftigten in Deutschland schöpften ihren Anspruch 2025
vollständig aus.
- Drei Viertel (75 %) der deutschen Arbeitnehmenden beanspruchen mindestens 80 %
ihres Urlaubsanspruchs.
- Dennoch nutzen Beschäftigte in Deutschland im europäischen Vergleich ihre
Urlaubstage am häufigsten vollständig aus: Der Anteil in Deutschland liegt mit
43 % vor Dänemark (40,5 %) der Schweiz (39,7 %), Österreich (35,9 %), den
Niederlanden (29,6 %), Belgien (26,2 %) und Frankreich (21,5 %).
Arbeiten Menschen in Deutschland wirklich zu wenig? Ein Blick auf die
tatsächliche Urlaubsnutzung der letzten 12 Monate zeichnet ein anderes Bild.
Laut einer aktuellen Analyse der globalen HR- und Payroll-Plattform Deel
(https://www.deel.com/de/) verzichteten 2025 viele Arbeitnehmende in Deutschland
nämlich auf einen Teil ihres Urlaubsanspruchs, denn gerade einmal 43 % nutzten
diesen vollständig aus.
Der Verzicht auf einzelne Urlaubstage ist dabei kein Randphänomen. Obwohl 75 %
der Beschäftigten in Deutschland 2025 mindestens 80 % ihres Urlaubs nutzten,
wurde der Anspruch jedoch nur von einer Minderheit komplett ausgeschöpft. Die
Daten zeigen damit vor allem eines: Die Diskussion darüber, ob in Deutschland
mehr gearbeitet werden muss, greift zu kurz. Mindestens ebenso relevant ist die
Frage, wie Arbeitszeit genutzt wird.
"In der aktuellen Debatte über Arbeitszeit lohnt sich ein genauer Blick auf die
tatsächliche Nutzung von Urlaub", sagt Max Lux, Country Lead DACH bei Deel.
"Mehr als die Hälfte (57 %) der Beschäftigten in Deutschland nutzt ihren
Urlaubsanspruch nicht vollständig. Vor dem Hintergrund der Produktivitätsdebatte
ist das ein bemerkenswerter Befund: Er deutet darauf hin, dass die Frage nach
Arbeitsleistung nicht allein über die Anzahl der geleisteten Stunden beantwortet
werden kann. Mindestens ebenso aufschlussreich ist der Blick darauf, wie Arbeit
im Alltag organisiert und genutzt wird."
Deutschland ist Spitzenreiter im europäischen Vergleich
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt zudem, dass Urlaub in Deutschland anders
genutzt wird als in anderen europäischen Ländern. Kurze Auszeiten spielen hier
eine geringere Rolle, stattdessen bevorzugen die Deutschen längere
Urlaubszeiten. So entfielen 2025 1,8 Prozent aller Urlaubsanträge, die mehr als
zwei Tage anfragten, auf Abwesenheiten von 16 Tagen oder mehr. Zum Vergleich
sind längere Urlaubszeiten in der Schweiz (1,2 %), Frankreich (1,2 %) oder dem
Vereinigten Königreich (0,6 %) weniger beliebt. Nur bei Deutschlands Nachbarn
wie Österreich (2,0 %) und den Niederlanden (1,8 %) werden lange Abwesenheiten
ebenso häufig oder sogar mehr bevorzugt.
Auch bei der tatsächlichen Nutzung des Urlaubsanspruches liegt Deutschland im
direkten Vergleich mit unseren Nachbarn vorn. Beim Anteil des vollständig
genutzten Urlaubsanspruchs liegt Deutschland (43 %) vor Dänemark (40,5 %), der
Schweiz (39,7 %), Österreich (35,9 %), den Niederlanden (29,6 %), Belgien (26,2
%) und Frankreich (21,5 %). Bei der 80 % Nutzung des Urlaubs ist die Rangordnung
identisch. Der Vergleich mit anderen Ländern in Europa war wegen fehlender
Datenlage nicht möglich.
Regionale Differenzen
Nicht nur international, sondern auch regional in Deutschland gibt es deutliche
Unterschiede wie Auszeiten genommen werden. Der mittlere Wert der genommenen
Urlaubstage, gemessen am Median, lag 2025 bei Beschäftigten in Hamburg bei 24
Tagen. Damit nahmen dort die Hälfte der Beschäftigten 24 Urlaubstage oder
weniger, die andere Hälfte 24 Tage oder mehr. In Frankfurt am Main lag der
Median mit 28 genommenen Urlaubstagen am höchsten. Berlin (27,75 Tage) und
München (26,5 Tage) lagen damit im bundesweiten Mittelfeld. Die Zahlen zeigen:
Urlaub ist nicht allein eine Frage des Anspruchs, sondern auch Ausdruck regional
unterschiedlicher Arbeitsrealitäten.
Daten zum europäischen Vergleich:
Prozentsatz des zu 100% genommenen Urlaubs
1. Deutschland: 43 %
2. Dänemark: 40,5 %
3. Schweiz: 39,7 %
4. Österreich: 35,9 %
5. Niederlande: 29,6 %
6. Belgien: 26,2 %
7. Frankreich: 21,5 %
Prozentsatz des zu 80% genommenen Urlaubs
1. Deutschland: 75 %
2. Dänemark: 72,3 %
3. Schweiz: 67,5 %
4. Österreich: 66,4 %
5. Niederlande: 60,2 %
6. Belgien: 60,2 %
7. Frankreich: 52,3 %
Methodik
Die Auswertung der deutschen Daten basiert auf anonymisierten internen Daten von
Deel. Analysiert wurden die Urlaubsanträge von 1.710 Vollzeitbeschäftigten mit
einem deutschen Arbeitsvertrag, die im Jahr 2025 Urlaub beantragt haben.
Beschäftigte, die im selben Jahr eine Elternzeit von 60 Tagen oder mehr in
Anspruch genommen hatten, wurden aus der Analyse ausgeschlossen. Von den
verbleibenden Beschäftigten stellten 1.704 Personen mindestens einen
Urlaubsantrag. In die Auswertung einbezogen wurden ausschließlich reguläre
Urlaubstage aus dem gesetzlichen oder vertraglichen Jahresurlaub. Nicht
berücksichtigt wurden gesetzliche Feiertage, Ersatzruhetage, Kranktage sowie
weitere Abwesenheitsarten wie Elternzeit, Pflege-, Studien- oder Sonderurlaub.
Die Daten sind aktuell mit Stand vom 7. Januar 2026.
Über Deel
Die Arbeitswelt hat sich grundlegend verändert und Deel hat den Standard für
moderne globale Arbeit etabliert. Als All-in-One-Plattform vereint Deel alles,
was Unternehmen benötigen, um Mitarbeitende weltweit einzustellen, zu verwalten,
zu bezahlen und auszustatten. Von Payroll, HRIS und Compliance über Benefits,
Mobilität und Performance bis hin zum Geräte- und Equipment-Management bündelt
Deel sämtliche Funktionen in einer einzigen, nahtlosen Lösung in über 150
Ländern. Mit eigener Infrastruktur, KI-gestützten Technologien und einem
globalen Netzwerk aus Tausenden lokaler Expert:innen unterstützt Deel
Unternehmen dabei, schneller, smarter und gesetzeskonform zu skalieren. Mehr als
37.000 Kund:innen weltweit vertrauen auf Deel. Das Unternehmen wurde entwickelt,
um eine globale Marke zu sein, die Menschen lieben. Weitere Informationen unter
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OTS: Deel
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