|
Herrsching am Ammersee (ots) - Mit der repräsentativen NextGen Studie 2026
liefert die Gesellschaft für Qualitätsprüfung einen aufschlussreichen Einblick
zu Interessen, Präferenzen und Entscheidungsfindungsprozessen junger Erwachsener
der Generation Z im Bereich Banking & Finance. Die Ergebnisse liefern nicht
zuletzt Orientierung für Banken, im Wettbewerb um die Gunst einer attraktiven
Zielgruppe.
Modern, digital und verantwortungsbewusst: Die Gen Z im Fokus der Testexperten
Mit Formaten wie "BESTE BANK vor Ort", "SEHR GUT in der Baufinanzierung" und dem
Private Banking-Test "Exzellente Beratungsqualität" qualifiziert sich die
Gesellschaft für Qualitätsprüfung schon seit Jahren als Experte in der Prüfung
und Bewertung der Qualität, der von Banken erbrachten Beratungs- und
Serviceleistung. Dabei setzt das unabhängige Testinstitut auf fundierte
Erkenntnisse zu den Voraussetzungen, Bedürfnissen und Erwartungen der
Zielgruppen in den einzelnen Testformaten. Mit der NextGen Studie 2026 schafft
die Gesellschaft die qualifizierte Grundlage für das neueste Testformat, den
Young Finance Award u.a. mit der Auszeichnung "Exzellente NextGen Bank". Die
jetzt veröffentlichten Ergebnisse der repräsentativen Umfrage unter 18- bis
30-Jährigen zeichnet das Bild einer modernen, digitalen aber dabei in
Finanzfragen überraschend verantwortungsbewussten und vor allen Dingen an
kompetenter, persönlicher Beratung interessierten Generation. Gleichzeitig
belegen die Zahlen, dass Banken sich weiter anstrengen sollten, um den
Erwartungen der Zielgruppe optimal gerecht zu werden.
Der Kunde von morgen: Interesse und Potenzial
Auch wenn der demografische Wandel für Banken und Finanzdienstleister in
Deutschland eine Konzentration auf finanzstarke ältere Generationen mit hoher
Kaufkraft und Vermögen nahelegt, können sie ihr langfristiges Überleben nur
sichern, indem sie sich auch den jungen Generationen widmen. Die Generation Z -
nach Definition der NextGen Studie 2026 die Gruppe der 18- bis 30-Jährigen -
umfasst in Deutschland rund 12,5 Mio. Menschen oder knapp 15 % der
Gesamtbevölkerung. Im Median verfügen diese jungen Erwachsenen über ein
Nettovermögen von rund 17.000 Euro. Die wohlhabendsten 10 % der Altersgruppe
nennen ein Netto-Vermögen von mehr als 71.000 Euro ihr Eigen.
Trotz einer erkennbar geringeren Kaufkraft im Vergleich zu den Millennials
(Generation Y: 1996 - 2010) ist auch die Gen Z grundsätzlich am Thema Finanzen
interessiert, sowohl in Fragen des alltäglichen Zahlungsverkehrs als auch im
Bereich Geldanlage.
Laut NextGen Studie betrachten 80 % der befragten Generationsvertreter,
unabhängig vom Geschlecht, das Thema Finanzen als mindestens "eher wichtig", für
fast jede und jeden zweiten sind die eigenen Finanzen sogar "sehr wichtig". Nach
Produkten befragt, steht wenig verwunderlich das Girokonto an erster Stelle.
Trotzdem zeigt sich ein deutliches Interesse auch an Geldanlagen. Versicherungen
und das Thema Altersvorsorge interessieren zumindest rund ein Viertel der
Altersgruppe.
Die Gen Z und ihre Finanzen: digital aber nicht der realen Welt entrückt
Als erste echte "Digital Natives" sind die Mitglieder der Generation Z
buchstäblich mit dem Smartphone aufgewachsen, Entsprechend ist die Banking-App
für die Mehrheit das meistgenutzte Bankprodukt. Aber auch Kreditkarte und
klassische Sparprodukte wie Sparbuch und Tagesgeld sind für mehr als jeden
zweiten selbstverständlich. Entgegen einer naheliegenden Vermutung sind moderne
Anlageformen wie Krypto-Währungen und auch Instrumente wie Multi-Banking-Apps
oder eine digitale Finanz- und Haushaltsplanung nur bei einem geringeren Teil
der ansonsten digital- und online-affinen Generation im Einsatz. Die NextGen
Studie 2026 kommt sogar zu dem Ergebnis, dass Bargeld für junge Erwachsene nach
wie vor das im Alltag regelmäßig genutzte Zahlungsmittel Nummer eins ist, dicht
gefolgt jedoch von der EC-Karte sowie digitalen Zahlungsmitteln.
Nach ihrem Interesse an Anlageformen befragt, nennen Teilnehmende der Studie
bevorzugt Tagesgeld und Festgeld. Besonders bemerkenswert sind in diesem Bereich
der Studie die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So ist das Interesse an
Geldanlagen und Vorsorge insgesamt bei Männern erkennbar größer als bei Frauen.
Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede aber bei komplexeren Anlageformen wie
ETFs und Krypto, hier sind Männer mehrheitlich "sehr interessiert", während nur
gut ein Drittel der befragten Frauen gesteigertes Interesse bekunden.
Bankberatung: Hohe Erwartungen treffen auf oft ernüchternde Realitäten
In Bezug auf die Verwendung der Studienergebnisse im Rahmen des auf Beratungs-
und Servicequalität fokussierten Young Finance Award interessieren besonders die
Ergebnisse zu Service- und Beratungspräferenzen. Hier beschreibt die Befragung,
die für die Gesellschaft für Qualitätsprüfung zwischen dem 8. und 26. Januar
2026 durchgeführt wurde, zum einen die Gewichtung einzelner Beratungsaspekte,
zum anderen beantworteten die 1.000 Teilnehmenden die Frage, in wie weit ihre
aktuelle Hauptbank diesen Erwartungen gerecht wird.
Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer durchaus anspruchsvollen Zielgruppe:
Ehrlichkeit und Transparenz, Verständlichkeit und Schnelligkeit von Antworten
sind gleichermaßen für mehr als zwei Drittel der Befragten wichtig ("sehr
wichtig" oder "eher wichtig"). Besondere Relevanz hat die Feststellung, dass
persönliche Beratung als wichtiger angesehen wird als die digitale Beratung.
Hier zeigen sich jedoch auch am deutlichsten die Versäumnisse der Banken. In
allen Bereichen erfüllen die Banken nicht die Erwartungen ihrer Kunden.
Besonders abgestraft werden sie ausgerechnet bei der persönlichen Beratung:
Während die große Mehrheit der Befragten diese als zumindest "eher wichtig"
kennzeichnen, bewertet nur etwa die Hälfte die tatsächlich erbrachte Leistung
ihrer Hauptbank als "eher gut" oder "sehr gut". Dagegen sind Erwartung und
Leistung in der digitalen Beratung fast auf gleichem Niveau.
Deutliche Individualisierung der Interessen bietet vielfältiges
Beratungspotenzial
Insgesamt belegt die NextGen Studie 2026 ein breites Feld an Präferenzen und
bildet damit einen hohen Individualisierungsgrad der Generation ab. Die
Betrachtung der zwei meistgenannten Top-Präferenzen zeigt das Interesse an
persönlicher Beratung: Die Teilnehmenden wünschen sich vor allen Dingen die
persönliche Beratung in der Bank vor Ort und wenn schon Chat, dann bevorzugt mit
einem echten Menschen. Darüber hinaus behauptet sich das digitale Angebot mit
dem priorisierten Wunsch nach einer ganzheitlichen Finanzplanung via
Smartphone-App.
Guter Rat muss nicht teuer sein: Vertrauen bleibt zwischenmenschlich
Ein weiterer Studienschwerpunkt war die Frage nach dem Informations- und
Suchverhalten der Generation. Hier stand die Frage nach den bevorzugten
Social-Media-Kanälen altersgerecht im Vordergrund. Klare Erkenntnis: Die junge
Generation bevorzugt Instagram, TikTok und YouTube.
Was für die eigentliche Beratung gilt, ist auch bei der Wahl der
Informationsquellen zu beobachten: Mitglieder der Generation Z setzen auf
persönlichen Kontakt. Auch wenn KI-Tools insbesondere bei Männern besonders
gefragt sind, punkten echte Menschen in Gestalt von Freunden und der Familie
sowie die persönliche Beratung durch die Bank deutlich, sowohl in der Nachfrage
als auch im Vertrauen in den Wert der Informationen. Dabei genießt die
persönliche Information durch die Bank das deutlich größte Vertrauen.
Das Beste aus allen Welten oder jede Nachfrage findet ihr Angebot
Obwohl die Leistung der eigenen Bank im Vergleich durchaus anerkannt wird,
fühlen sich junge Erwachsene nicht zur Treue verpflichtet, wenn die Bank ihre
Bedürfnisse nicht bedient. Die Sparkassen sind mit überwältigendem Abstand die
am häufigsten gewählten Haupt- bzw. Hausbanken. Daneben nutzt die Gen Z jedoch
diverse Finanz-Apps wie PayPal und die Bezahldienste Apple Pay und Google Pay.
Dabei steht der Aspekt Komfort klar im Vordergrund. Anbieter moderner digitaler
Finanzprodukte wie Neo-Banken, Broker und Krypto-Apps genießen vor allen Dingen
das Vertrauen männlicher Kunden.
Informationsquelle Bank-Website: "Lost in Information"
Das Interesse der Banken wird auch die Frage nach dem bekannten Informations-
und Serviceangebot der Banken-Website wecken können. Mehr als ein Viertel der
Befragten kann hier keine Auskunft geben, ist also offenbar nicht mit dem
Angebot vertraut. Unter den bekannten Leistungen steht die Möglichkeit zur
Vereinbarung eines Beratungstermins auf Platz 1. Deutliche Unterschiede zeigen
sich hier beim Vergleich des klassischen Bankkunden mit dem einer Neo-Bank.
Letztere sind erkennbar besser informiert über das Angebot ihrer Bank bzw.
Banken und finden ein deutlich breiteres Informationsangebot vor. Gleiches gilt
für das Informationsangebot zu Spezialthemen wie Wertpapiere, Altersvorsorge und
Angebote für bspw. Studierende.
NextGen Studie 2026 meets Young Finance Award 2026: Win-Win für Banken und
Verbraucher
Die NextGen Studie 2026 liefert insgesamt ein plastisches Bild einer Generation,
die für Banken vielfältige Chancen bieten, neue Kunden zu gewinnen. Interesse
und grundlegendes Vertrauen in die Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit der
klassischen Banken sind vorhanden und, zum Beispiel durch das Girokonto, bereits
Kontaktpunkte vorhanden. Trotzdem zeigt sich weiterhin deutlich ungenutztes
Potenzial, bis hin zu konkreten Versäumnissen. Darüber hinaus belegt die Studie,
dass die Konkurrenz sprichwörtlich nicht schläft und ein wachsendes rein
digitales Angebot in einzelnen Bereichen der Bank vor Ort bereits den Rang
abgelaufen hat. Wollen Banken hier nicht auf der Strecke bleiben, gilt es aktiv
zu werden, umfassend und niedrigschwellig zu informieren und das eigene Angebot
ausdrücklich an den Erwartungen und Bedürfnissen der Zielgruppe zu orientieren.
Wie gut dies den einzelnen Banken vor Ort bereits gelingt und wer dem jungen
Verbraucher ein überdurchschnittliches Angebot anbietet zeigt im Detail der
aktuelle Young Finance Award 2026 mit der Auszeichnung " Exzellente NextGen Bank
(https://gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de/aktuelle-ergebnisse-im-bankente
st-nextgen-bank-2026/) ".
Die vollständigen Studienergebnisse der "NextGen Studie 2026" finden Sie bereits
auf unserer Homepage (https://gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de/ergebnispr
aesentation-und-zusammenfassung-der-nextgen-studie-2026/) .
Pressekontakt:
Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH
Kai Fürderer
Mitglied der Geschäftsleitung
mobil: 0171/76 09 162
phone: 08152/39 616 97
mail: mailto:kai.fuerderer@gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de
Büro- bzw. Postadresse: Pilsenseestraße 29, 82211 Herrsching am
Ammersee
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/121047/6209110
OTS: Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH
|