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Leipzig (ots) - Das dritte Jahr in Folge steigt in Mitteldeutschland die Zahl
der Arbeitslosen. Betriebe bauen Personal ab. Die Zahl der Insolvenzen: höher
als in der Finanzkrise. Die Chance, wieder Arbeit zu finden: historisch niedrig.
Die neue Angst vor Jobverlust: Wen betrifft sie am stärksten? Darüber spricht
die Runde bei "Fakt ist!" aus Magdeburg am Mittwoch, 4. Februar 2026, ab 20.45
Uhr im MDR-Fernsehen, im Livestream auf
https://www.mdr.de/tv/programm/faktist100.html sowie in der ARD Mediathek (https
://www.ardmediathek.de/sendung/fakt-ist/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi8xZTFl
MDU5Mi03NTViLTRjNzMtODA5Mi1mZWQzYTk4MTViN2E) .
Zalando, DOMO, Dow, Meyer Burger: Die Liste der Firmen, die in Mitteldeutschland
in den vergangenen Monaten Mitarbeiter entlassen haben oder wo Beschäftigte um
ihre Jobs bangen, ist lang. In Sachsen-Anhalt gab es 2025 mehr Firmeninsolvenzen
als im Finanzkrisenjahr 2009: Insgesamt waren es 17.604, so das Leibniz-Institut
für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Neben großen Namen aus der Industrie
blieben auch Autohäuser, Hotels, Gaststätten oder Gießereien nicht verschont.
Hinzu kommen Branchenkrisen wie in der Chemie- oder Autoindustrie sowie der
Siegeszug der KI-Technologie, der manchen Arbeitsplatz obsolet werden lässt. Wer
gerade seinen Job verloren hat oder erstmals einen sucht, hat es schwer wie
lange nicht: Laut Statistik finden Arbeitslose derzeit erst nach 282 Tagen einen
neuen Job - vor etwa einem Jahr waren es 266 Tage. Arbeitslosigkeit hat zudem
wieder einmal ein sehr junges Gesicht: Denn laut der sächsischen Agentur für
Arbeit gibt es wesentlich mehr Menschen ohne Berufsabschluss und deutlich mehr
mit Migrationshintergrund in der Statistik.
Auf der anderen Seite suchen Handwerksbetriebe, Pflegedienste oder
Zahnarztpraxen händeringend nach Personal. So fehlen allein im Bereich
Baustellenarbeiten und Bauinstallation laut dem arbeitgebernahen Institut der
deutschen Wirtschaft etwa 42.000 Fachkräfte.
Wer Arbeit sucht, der findet welche, denkt man. Doch 55 Prozent der
Teilnehmenden einer Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt halten die Suche
nach einem Job derzeit für schwierig. Die Bundesagentur für Arbeit sowie die
Wirtschaftsweisen rechnen für dieses Jahr mit einer leichten Erholung. Nur: In
welchen Branchen haben Arbeitssuchende besonders gute Chancen? Und wo sehen die
Prognosen eher düster aus? Wer unterstützt Quereinsteiger und Schulabbrecher
ohne Abschluss? Was kann die Politik ändern - und wo müssen sich die Unternehmen
bewegen?
Über diese und andere Fragen diskutiert Moderatorin Susann Reichenbach bei "Fakt
ist!" aus Magdeburg mit folgenden Gästen:
- Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion
Sachsen-Anhalt-Thüringen bei der Bundesagentur für Arbeit;
- Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH;
- Katrin Skirlo, Landesleiterin DGB Sachsen-Anhalt sowie
- Stefanie Pötzsch (CDU), Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft,
Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.
Bürgerreporter Stefan Bernschein kommt mit Publikumsgästen unter anderem aus der
MDRfragt-Gemeinschaft ins Gespräch über ihre Meinungen und Erfahrungen zum
Thema. Zuschauerinnen und Zuschauer zuhause können wieder mitdiskutieren im
Live-Chat auf mdr.de.
"Fakt ist!" künftig auf neuem Sendeplatz
Mit "Fakt ist!" aus Magdeburg am 4. Februar sendet der MDR-Talk auf einem neuen
Sendeplatz - ab sofort immer mittwochs um 20.45 Uhr. Um 20.15 Uhr werden künftig
das Nachrichtenmagazin "Exakt" bzw. die MDR-Reportagereihe "exactly"
ausgestrahlt. Damit möchte der MDR den Zuschauerinnen und Zuschauern einen noch
klarer strukturierten Informationsabend mit fundierten Debatten zu aktuellen
Themen bieten.
http://www.mdr.de/fakt-ist
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OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
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