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Berlin (ots) - Die Anzahl von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr nimmt stetig
zu. Laut Kraftfahrtbundesamt waren im Januar 2025 in Deutschland rund 2,5 Mio.
Elektroautos und Hybridfahrzeuge zugelassen. Das entspricht einer Steigerung von
17,2 Prozent bei Elektro- und 5 Prozent bei Hybridfahrzeugen innerhalb eines
Jahres. Es wird deshalb immer wahrscheinlicher, dass solche Fahrzeuge auch an
Unfällen beteiligt sind. Worauf Rettungskräfte bei Lösch- und Rettungsarbeiten
achten müssen, fasst die DGUV Information 205-022 zusammen, die jetzt
überarbeitet wurde.
Die DGUV Information "Sicherheit und Gesundheit bei Lösch- und Rettungsarbeiten
an Kraftfahrzeugen mit Hochvoltspeicher"
(https://publikationen.dguv.de/DguvWebcode?query=p205022) beschreibt
Einsatzgrundsätze sowie Maßnahmen zu Sicherheit und Gesundheit im Umgang mit
verunfallten oder brennenden Elektrofahrzeugen. Außerdem werden die Grundlagen
im Zusammenhang mit der Gefahrenabwehr bei der dazugehörigen Ladeinfrastruktur
vorgestellt .
Das Wichtigste auf einer Taschenkarte
Eine übersichtliche Zusammenfassung der empfohlenen Maßnahmen bei diesen
besonderen Lösch- und Rettungsarbeiten wird auch in Form einer kompakten
Taschenkarte angeboten (https://publikationen.dguv.de/DguvWebcode?query=p205042)
.
Das Gefährdungspotenzial, das bei Unfällen und Bränden von Elektrofahrzeugen
ausgeht, ist für Einsatzkräfte nicht größer als das von konventionellen
Fahrzeugen. Aber die Gefahren verändern sich. Während potenziell
brandbeschleunigende Schmier- und Kraftstoffe entfallen, müssen Rettungskräfte
nun mit Hochvoltspeichern umgehen, die in der Regel aus Lithium-Ionen-Batterien
bestehen.
"Die Bekämpfung eines Hochvolt-Speicherbrandes erfordert besondere Kenntnisse
und unter Umständen auch eine angepasste Einsatztaktik," sagt Tim Pelzl, Leiter
des Fachbereichs Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz der DGUV. "So ist zum
Beispiel ein Brand im Inneren eines Hochvoltspeichers meist schwer zu erreichen
und es kann zur Freisetzung von Gefahrstoffen kommen, die unter anderem giftig
und brennbar sind."
Die DGUV Information beschreibt deshalb Schritt für Schritt, wie
Elektrofahrzeuge identifiziert und die Gefahrensituation an der Unfallstelle
eingeschätzt werden können. Erläutert wird auch, wie Rettungskräfte Maßnahmen
zur Brandbekämpfung und Personenrettung unter Beachtung der eigenen Sicherheit
und Gesundheit durchführen können.
Hintergrund:
An der Überarbeitung der DGUV Information 205-022 "Sicherheit und Gesundheit bei
Lösch- und Rettungsarbeiten an Kraftfahrzeugen mit Hochvoltspeicher" waren auch
der Deutsche Feuerwehrverband, mehrere Feuerwehren und zahlreiche
Feuerwehrschulen, Forschungsinstitute und weiteren Einrichtungen beteiligt. Ziel
war es, eine bundesweite Lehrunterlage zu diesem Thema für die Einsatzkräfte der
deutschen Feuerwehren zu erstellen.
Pressekontakt:
Stefan Boltz
Pressesprecher
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
Glinkastraße 40, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 13001-1414
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