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Hamburg/Paris (ots) - CIOs in Europa sollten ihre IT kaufmännisch künftig wie
ein Wertpapierdepot steuern: mit Echtzeitkennzahlen statt Jahresbudgets und mit
Blick auf die Rendite der IT-Investitionen. Unternehmen, die Finanz-,
Technologie- und Geschäftsteams zusammenbringen (FinOps), senken die Risiken von
Kostenexplosionen und Innovationsstaus erheblich. Das zeigen Analysen für den
CIO Compass von Sopra Steria Next, der Managementberatung von Sopra Steria.
Jahrzehntelang bedeuteten IT-Investitionen vor allem hohe einmalige Ausgaben für
Hardware, Rechenzentren und mehrjährige Projekte, so genannte Capital
Expenditure (CAPEX). Heute dominiert ein operatives Kostenmodell, so genannte
Operational Expenditure (OPEX). Unternehmen zahlen für Cloud-Services, Lizenzen
und Plattformen nutzungsbasiert, statt sie selbst zu besitzen. Das bringt
Flexibilität, birgt aber auch Risiken.
Bis Ende 2026 werden mehr als 75 Prozent der IT-Ausgaben OPEX-getrieben sein,
zeigen Zahlen des Analystenhauses Gartner. Gleichzeitig berichten Unternehmen
jedoch von einem so genannten "Bill Shock" mit durchschnittlich 23 Prozent
Kostenüberschreitung. Hinzu kommt ein neuer Kostentreiber: generative KI. Schon
heute verursachen KI-Workloads hohe GPU- und Token-Kosten, also Kosten für
Rechenleistung und Datenverarbeitung. Prognosen zeigen: Bis 2030 könnte KI bis
zu 15 Prozent der gesamten laufenden Kosten für den IT-Betrieb (IT-OPEX)
ausmachen. Der Return on AI Investment wird dabei oftmals noch gar nicht
firmenintern berechnet. Die Folge: Eine exakte Steuerung der IT-Kosten ist nicht
möglich.
"Die Post-CAPEX-Ära verlangt eine neue Steuerungslogik für die IT. CIOs sollten
ihre IT ab einer gewissen Größe mit klaren Renditekennzahlen managen, ähnlich
wie ein Finanzportfolio", sagt Philipp Maier, Senior Manager CIO Advisory von
Sopra Steria Next. "Das bedeutet, sie müssen Rechnungen von Hyperscalern wie
Amazon und Microsoft wie Finanzberichte lesen, Kosten pro Transaktion oder pro
KI-Prompt tracken und Investitionen nach dem Nutzen für das Geschäft bewerten.
IT-Management-Ansätze wie FinOps und GreenOps sind keine Kür mehr, sondern
Pflicht."
Umdenken im IT-Management rechnet sich
Praxisbeispiele aus dem Kundenkreis von Sopra Steria zeigen den Hebel für
Unternehmen bei den Kosten: Ein Fortune-500-Versicherer senkte seine
Infrastrukturkosten um 65 Prozent und erzielte in 14 Monaten einen ROI durch die
Migration der IT in eine Hybrid-Cloud und die Einführung von FinOps. Eine
globale Reiseplattform reduzierte ihre Cloud-Kosten um 27 Prozent. Zudem senkte
das Unternehmen die Hosting-Kosten um rund 64 Millionen US-Dollar durch eine
effizientere Nutzung der IT-Ressourcen, durch den Einsatz der
Open-Source-Plattform Kubernetes sowie durch Neuverhandlungen mit den
IT-Lieferanten.
Die Steuerung der IT-Performance in der Post-CAPEX-Ära bringt CFOs, CIOs und
IT-Budgetverantwortliche in den Fach-Teams näher zusammen. Das ist eine wichtige
Entwicklung, denn neben der Kostenkontrolle rücken ESG-Vorgaben in den Fokus. Ab
2030 wird GreenOps durch die CSRD-Richtlinie verpflichtend, und der Ansatz Total
Cost of Ownership (TCO) entwickelt sich in Richtung "Total Cost of Ownership +
ökologischer Fußabdruck (TCO + CO2)". Für Unternehmen wird damit das Übersetzen
ihrer Aktivitäten und deren Auswirkungen in betriebswirtschaftliche Kennzahlen
noch wichtiger. "Wie in der Kostensteuerung gilt auch hier: Was man nicht messen
kann, kann man nicht nachhaltig steuern", so Philipp Maier von Sopra Steria
Next.
CIO Compass beleuchtet zehn Schlüsseltrends für IT-Leiter
Der CIO Compass bietet IT-Entscheiderinnen und -Entscheidern in Europa eine
strategische Orientierungshilfe. Er skizziert die wichtigsten Initiativen für
die kommenden 18 bis 24 Monate von der Industrialisierung von KI über den Aufbau
vertrauenswürdiger Datenplattformen bis hin zu der Modernisierung hybrider
Infrastrukturen und der Neudefinition von IT-Performance. Das Kapitel "Entering
the Post-CAPEX Age - Master New Performance and Cost Control Paradigm" bildet
den Auftakt von zehn Fokustrends, die Sopra Steria Next für CIOs identifiziert
hat und schrittweise in Form von Deep Dives veröffentlichen wird.
Weitere Informationen:
Deep Dive "Entering the Post-CAPEX Age - Master New Performance and Cost Control
Paradigm" (https://www.soprasteria.com/docs/librariesprovider2/sopra-steria-de/p
ublikationen/studien/cio-compass---deep-dive-post-capex-age-.pdf?sfvrsn=3bf40ddb
_3/)
CIO Compass - Executive Summary (https://www.soprasteria.com/docs/librariesprovi
der2/sopra-steria-de/publikationen/studien/cio-compass---executive-summary.pdf?s
fvrsn=e6f50ddb_3/)
Landing page CIO Compass (https://www.soprasteria.com/services/consulting/insigh
ts-and-publications/cio-compass---navigating-the-tech-waves-to-deliver-meaningfu
l-impact)
Über Sopra Steria
Sopra Steria ist ein führender europäischer Tech-Player mit 50.000
Mitarbeitenden in fast 30 Ländern und anerkannter Expertise in den
Geschäftsfeldern Consulting, Digital Services und Solutions. Die Gruppe bietet
umfassende End-to-End-Lösungen, die große Unternehmen und Behörden wettbewerbs-
und leistungsfähiger machen - und zwar auf Grundlage tiefgehender Expertise in
einer Vielzahl von Branchen, innovativer Technologien und eines kollaborativen
Ansatzes. Sopra Steria stellt die Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns
mit dem Ziel, die Digitalisierung für seine Kunden zu nutzen, um eine positive
Zukunft für alle zu gestalten. Der Konzern erzielte 2024 einen Umsatz von 5,8
Milliarden Euro.
Sopra Steria Next ist die Managementberatung für digitale Transformation der
Sopra Steria Gruppe. 4.000 Management Consultants in 30 Niederlassungen
europaweit arbeiten jeden Tag daran, Projekte und Transformationen zu
konzipieren und zu skalieren, die die Zukunft gestalten.
Die Sopra Steria Group (SOP) ist an der Euronext Paris (Compartment A) gelistet
- ISIN: FR0000050809.
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