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Berlin (ots) - Anlässlich der aktuellen Diskussion um einen möglichen CO2-Bonus
für europäisch produzierte E-Autos, wie ihn die europäische Automobilindustrie
in einem offenen Brief an die EU-Kommission fordert, weist der Verband darauf
hin, dass ein solcher Bonus konsequenterweise auch dort gewährt werden müsste,
wo reale, dauerhaft wirksame CO2-Senken entstehen: in den Baumschulen.
"Wenn Europa einen CO2-Bonus vergeben möchte, dann sollten diejenigen
priorisiert werden, die tagtäglich tatsächlich grüne Produkte erzeugen - und
zwar im wortwörtlichen Sinne", sagt Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB.
"Unsere Baumschulen produzieren Gehölze, die in Städten, privaten Gärten, der
freien Landschaft und im Forst über Jahrzehnte hinweg CO2 binden. Das sind die
künftigen CO2-Senken Europas. Diese Leistung muss endlich anerkannt und
honoriert werden."
Vorschlag des BdB: Pauschaler CO2-Bonus pro Hektar Baumschulfläche
Der BdB schlägt vor, Baumschulen einen pauschalen CO2-Bonus pro offiziell
angemeldetem Hektar Baumschulfläche zu gewähren. Dies könne auf europäischer
Ebene über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) erfolgen oder national über
steuerliche Vorteile für jeden steuerlich aktivierten Baumschul-Hektar.
"Die Politik diskutiert häufig über CO2-Reduktion, aber viel zu selten über
CO2-Bindung", so Guhl weiter. "Unsere Branche leistet einen unmittelbaren
Beitrag zum Klimaschutz. Jeder neu gepflanzte Baum ist ein langfristiger
Speicher für Kohlenstoff. Wer das ernst meint, muss die Erzeugung dieser Bäume
stärken."
Baumschulen als unverzichtbare Partner der grünen Transformation
Baumschulen liefern die Pflanzen, die Städte kühlen, Böden stabilisieren,
Lebensraum schaffen, Biodiversität fördern und CO2 aus der Atmosphäre ziehen.
Ohne eine stabile und wettbewerbsfähige Baumschulwirtschaft werden zentrale
europäische und nationale Klimaziele nicht zu erreichen sein.
"Wenn Europa klimaneutral werden möchte, braucht es nicht nur emissionsfreie
Autos, sondern vor allem genügend gesundes Grün", betont Guhl. "Deshalb sollte
ein CO2-Bonus nicht nur dort vergeben werden, wo Klimaschutz diskutiert wird -
sondern vor allem dort, wo er tatsächlich wächst."
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Jana Zielsdorf
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