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WIESBADEN (ots) - Produktion im Produzierenden Gewerbe
Dezember 2025 (real, vorläufig):
-1,9 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-0,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
November 2025 (real, revidiert):
+0,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+0,5 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach
vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025
gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 % gesunken. Im
weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von Oktober 2025 bis
Dezember 2025 um 0,9 % höher als in den drei Monaten zuvor. Im November 2025
stieg die Produktion gegenüber Oktober 2025 nach Revision der vorläufigen
Ergebnisse um 0,2 % (vorläufiger Wert: +0,8 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat
Dezember 2024 war die Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt 0,6 %
niedriger.
Rückgänge in der Automobilindustrie und im Maschinenbau
Der Rückgang im Dezember 2025 ist vor allem auf die niedrigere Produktion in der
Automobilindustrie (-8,9 %), im Maschinenbau (-6,8 %) sowie bei der Wartung und
Montage von Maschinen (-17,6 %) zurückzuführen. Dahingegen wirkten sich
Produktionsanstiege in einer Reihe von Wirtschaftszweigen positiv auf das
Gesamtergebnis aus, vor allem bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (+3,2
%) und im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge
+10,5 %). Ebenso ist die Produktion im Baugewerbe leicht angestiegen
(spezialisierte Bautätigkeiten und Ausbaugewerbe +2,5 %, Hochbau +8,4 %).
Insgesamt stieg die Bauproduktion um 3,0 %.
Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe)
sank im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um
3,0 %. Dabei stieg die Produktion von Konsumgütern um 0,5 %, die Produktion von
Investitionsgütern sank um 5,3 % und die Produktion von Vorleistungsgütern um
1,2 %. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 1,8 %.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 sank die Industrieproduktion
kalenderbereinigt um 0,2 %.
Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Dezember 2025
gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % gesunken. Im
Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen
von Oktober 2025 bis Dezember 2025 um 0,5 % niedriger als in den drei Monaten
zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Dezember 2024 war die energieintensive
Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt um 2,6 % niedriger. Eine Analyse
zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der
Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des
Statistischen Bundesamtes verfügbar.
Produktion im Jahr 2025 um 1,1 % gesunken
In Gesamtjahr 2025 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe
kalenderbereinigt 1,1 % niedriger als im Vorjahr.
Dabei war die Produktion im Jahr 2025 in der Industrie (-1,3 %) und im
Baugewerbe (-1,7 %) niedriger als im Vorjahr. Die Energieerzeugung stieg
hingegen um 1,6 %.
In der Industrie ist der Rückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der
Automobilindustrie (-1,7 % gegenüber dem Vorjahr), im Maschinenbau (-2,6 %) und
in den energieintensiven Industriezweigen zurückzuführen.
In den energieintensiven Industriezweigen lag die Produktion kalenderbereinigt
um 2,6 % niedriger als im Jahr 2024. In den Jahren 2022 und 2023 war sie jeweils
stark zurückgegangen. Gegenüber 2021 lag sie im Jahr 2025 kalenderbereinigt um
17,8 % niedriger.
Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen
Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der
Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal.
Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der
kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen
Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten
unabhängig.
Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende
Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des
Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und
Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.
Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders
hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das
Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen
Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17
%. In diesen Branchen waren im Jahr 2021 knapp eine Million Beschäftige (929
599) in 6 986 Industriebetrieben in Deutschland tätig.
In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres
Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der
"Klassifikation der Wirtschaftszweige (Ausgabe 2008)" abweichen. Eine Übersicht
dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes
Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.
Weitere Informationen:
Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe
können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank
GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive
Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.
Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen,
Produktion und Preisen in der Industrie bietet ein Dossier auf der Themenseite
"Konjunkturindikatoren" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Ausführliche Informationen zur Produktion der energieintensiven Industriezweige
sind auf der Themenseite "Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" verfügbar.
Der Produktionsindex ist auch im "Dashboard Konjunktur" verfügbar, das Teil des
"Dashboard Deutschland" (www.dashboard-deutschland.de) ist. In diesem
Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle Indikatoren der
amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und
Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und Ukraine. Mit dem
"Pulsmesser Wirtschaft" steht dort auch ein Tool zur Konjunkturbeobachtung in
Echtzeit bereit.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
Telefon: +49 611 75 2806
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6211524
OTS: Statistisches Bundesamt
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