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Berlin (ots) - Widrige Grenzwetterlagen und insbesondere anhaltender Eisregen
zwingen Flughäfen zur zeitweisen Einstellung des Flugbetriebs. Trotz umfassender
Vorsorgemaßnahmen stoßen Enteisung und Bahnräumung bei diesen außergewöhnlichen
Wetterlagen an physikalische Grenzen - mit spürbaren Auswirkungen für
Passagiere, Airlines und den gesamten Luftverkehr.
Der Flughafenverband ADV erklärt die Hintergründe: Die witterungsbedingte
Einstellung des Flugbetriebs infolge von Eisregen ist für alle Beteiligten eine
äußerst belastende Situation. Passagiere können ihre Reise nicht wie geplant
antreten, Airlines müssen Flüge streichen oder verschieben und Flughäfen stehen
vor erheblichen operativen Herausforderungen.
Eisregen zählt zu den wenigen meteorologischen Ereignissen, bei denen selbst
moderne Enteisungs- und Räumverfahren an ihre Grenzen stoßen. Wenn Flugzeuge
trotz erfolgter Enteisung innerhalb kürzester Zeit erneut vereisen oder auf
Start- und Landebahnen kein sicherer Reibungswert mehr gewährleistet werden
kann, ist eine Entscheidung "pro Sicherheit" zwingend erforderlich. In diesen
Fällen dürfen Starts und Landungen nicht stattfinden.
Ein längerer Stillstand hat weitreichende Folgen: Neben dem unmittelbaren
Ausfall von Flügen entstehen Verspätungen, die sich aufgrund unterbrochener
Umläufe von Crews und Flugzeugen bis in die Folgetage fortsetzen können.
"Ziel ist es, den Betrieb Schritt für Schritt zu stabilisieren und gemeinsam mit
Airlines und Flugsicherung so schnell wie möglich zur Normalität
zurückzukehren", so ADV-Hauptgeschäftsführers Ralph Beisel. Dazu gehören
priorisierte Abfertigungen, angepasste Slot-Planungen in enger Abstimmung mit
Airlines und Flugsicherung sowie flexible Einsatzkonzepte für das Personal. Die
Rückkehr zum Regelbetrieb erfolgt meist in mehreren Phasen und erfordert eine
enge Koordination aller Beteiligten.
Flughäfen bereiten sich intensiv auf winterliche Wetterlagen vor - mit
speziellen Enteisungsfahrzeugen, kontinuierlicher Wetterbeobachtung und
abgestuften Einsatzplänen für Personal und Technik. Gleichwohl zeigen extreme
Wetterereignisse, dass trotz aller Vorsorge technische und physikalische Grenzen
erreicht werden können. Vor diesem Hintergrund werden bestehende Konzepte
regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.
"Unverrückbar bleibt dabei ein Grundsatz: Sicherheit hat oberste Priorität. Wenn
diese nicht mehr gewährleistet werden kann, ist eine temporäre Einstellung des
Flugbetriebs trotz aller vorbereitenden Maßnahmen unvermeidbar. Und was im
Winterdienst an den Flughäfen geleistet wird, ist Hochleistung unter
Extrembedingungen - dafür gebührt dem Personal an den Flughäfen unser
ausdrücklicher Dank", so das Fazit von ADV-Hauptgeschäftsführers Ralph Beisel.
Um unnötige Wege zu vermeiden, empfehlen die Flughäfen, vor der Anreise den
Flugstatus online oder bei der jeweiligen Airline zu prüfen.
Pressekontakt:
Sabine Herling
Leiterin Verbandskommunikation und Koordination Facharbeit
Tel.: +49 30 310118-22
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OTS: ADV Deutsche Verkehrsflughäfen
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