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München (ots) - Der strenge Winter hat nach Einschätzung des ADAC die Straßen in
Deutschland stärker geschädigt als in den Vorjahren. Vor allem der häufige
Wechsel von Plus- und Minusgraden sorgt für viele Schäden insbesondere an
kommunalen Straßen, die entstandenen Kosten können laut ADAC in die Milliarden
gehen.
Schwankt das Thermometer immer wieder um den Gefrierpunkt, kann Regen oder
Schmelzwasser an Rissen und anderen vorgeschädigten Stellen in die
Straßenschichten einsickern. Gefriert das Wasser, dehnt es sich aus und sprengt
den Asphalt weiter auf. Wenn es taut, bilden sich unter der Straßenoberfläche
Hohlräume, die mit der Zeit vom Verkehr eingedrückt werden. Es entsteht ein
Schlagloch, in das erneut Wasser eindringen kann. Eher unproblematisch sind
hingegen länger anhaltende Frostperioden.
Um einen verkehrssicheren Zustand der Straße zu gewährleisten und größere
Schäden an der Substanz zu verhindern, muss auf kurzfristige Sanierungsmethoden
wie z.B. Kaltasphalt zurückgegriffen werden. Der ADAC geht davon aus, dass sich
hierbei die Kosten für die Reparatur eines Schlaglochs auf bis zu 200 Euro
belaufen. Um Schäden nachhaltig zu beheben und die Qualität der kommunalen
Straßen langfristig garantieren zu können, sollte jedoch ein systematisches
Erhaltungsmanagement zum Einsatz kommen.
Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023 zeigt,
weist rund ein Drittel der kommunalen Straßen bereits größere Schäden auf. Der
Bedarf für die Sanierung und den Neubau kommunaler Straßen beträgt rund 283
Milliarden Euro. Klar ist: Der diesjährige Winter dürfte die finanzielle
Situation noch zusätzlich verschärfen.
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