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Köln (ots) - Privatversicherte leisten einen zentralen Beitrag zur Finanzierung
der medizinischen Versorgung in Baden-Württemberg. Das zeigt der aktualisierte
PKV-Regionalatlas. Vom Mehrumsatz der Privatversicherten profitieren vor allem
Arztpraxen in ländlichen und strukturschwächeren Regionen.
Arztpraxen in Baden-Württemberg profitieren überproportional von der Behandlung
Privatversicherter. Die zusätzlichen Einnahmen stärken vor allem die
medizinische Versorgung in den Regionen und auf dem Land. Das zeigt eine
aktuelle Auswertung von PKV-Regionaldaten, die der Verband der Privaten
Krankenversicherung (PKV) anlässlich des Ärztinnen- und Ärztegipfels Südwest am
11. Februar in Stuttgart veröffentlicht hat.
Der PKV-Regionalatlas für Baden-Württemberg beziffert unter anderem die
zusätzlichen Einnahmen von Arztpraxen durch Privatversicherte und schlüsselt sie
nach Regionen, Städten und Landkreisen auf. Diese Mehrumsätze entstehen, weil es
für Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung von Privatpatienten weniger
Beschränkungen und Budgets sowie meist höhere Honorare gibt als bei
Kassenpatienten. Diese zusätzlichen Mittel können die Arztpraxen in
medizinisches Fachpersonal oder moderne Geräte investieren. Davon profitieren
auch ihre gesetzlich versicherten Patienten.
Bis zu 116.796 Euro zusätzlich pro Jahr je niedergelassenem Arzt
Allein in Baden-Württemberg beträgt dieser Mehrumsatz 2,16 Milliarden Euro
jährlich. Obwohl nur 11,7 Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg privat
versichert sind, erzielen Arztpraxen und ambulante Versorgungszentren 23,8
Prozent ihrer Einnahmen aus der Behandlung von Privatpatienten. Das entspricht
im Durchschnitt einem zusätzlichen Umsatz von 83.957 Euro pro Jahr und
niedergelassenem Arzt.
Von diesem Geld profitieren vor allem Ärztinnen und Ärzte auf dem Land. Das
liegt daran, dass Privatversicherte in ländlichen Regionen meist älter sind und
somit häufiger behandelt werden müssen. Zudem sind in größeren Städten die
Mieten, Gehälter und andere Kosten für die Ärzte höher. So liegt der reale
Mehrumsatz je niedergelassenem Arzt im wirtschaftsstarken Großraum Stuttgart bei
durchschnittlich 63.575 Euro pro Jahr. Im ländlichen Landkreis Main-Tauber sind
es 96.605 Euro und im Landkreis Neckar-Odenwald sogar 116.796 Euro jährlich.
Fachkräftemangel: PKV stärkt Standortattraktivität im ländlichen Raum
Gleichwohl ist die Ärztedichte in den ländlichen Gebieten niedriger als in den
Ballungsräumen. So kommen beispielsweise im ländlichen Landkreis Schwäbisch-Hall
134 Arztpraxen auf 100.000 Einwohner, in der städtischen Region Freiburg
hingegen bis zu 299. Das zeigt: Die geringere Ärztezahl auf dem Land kann nicht
an der Zahl der Privatversicherten liegen. Für die Standortentscheidung von
Ärztinnen und Ärzten sind andere Kriterien wie beispielsweise Urbanisierung
maßgebend.
Der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Thomas Brahm, erklärt zu den Ergebnissen des
Regionalatlas Baden-Württemberg: "Die Mehrumsätze der Privatpatienten tragen
nachweislich zu einer besseren medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen
bei. In Baden-Württemberg sichert die Private Krankenversicherung jedem
niedergelassenen Arzt pro Jahr im Schnitt rund 84.000 Euro zusätzlich und stärkt
so die Standortqualität insgesamt. Denn ohne ein gutes medizinisches
Versorgungsniveau ziehen ländliche Regionen auch keine jungen Fachkräfte an."
TERMINHINWEIS:
Medizinische Versorgung stärken, Standorte sichern: Auf dem "Ärztinnen- und
Ärztegipfel Südwest" am 11. Februar geht es um die Bedeutung einer verlässlichen
Gesundheitsversorgung in attraktiven Regionen. Wie bleiben unsere
Sicherungssysteme in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bezahlbar?
Darüber diskutieren wir u. a. mit Dr. Ellen Lundershausen (Vizepräsidentin der
Bundesärztekammer), Christian Dürr (Bundesvorsitzender der FDP) und Dr. Jens
Steinat (CDU-Landtagskandidat). Verfolgen Sie die PKV-Veranstaltung ab 16:30 Uhr
im Livestream! Zum Programm und zur Registrierung. (https://events.pkv.de/de/aer
ztinnen-und-aerztegipfel-suedwest-medizinische-versorgung-staerken-standorte-sic
hern/einladung)
Pressekontakt:
Dominik Heck
- Geschäftsführer -
Leiter des Bereiches Kommunikation
Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Heidestraße 40
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