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Berlin (ots) - Die Diskussion um eine Abgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte zur
Senkung der Kassenbeiträge kommentiert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende
des AOK-Bundesverbandes, Jens Martin Hoyer, wie folgt:
"Die GKV-Beitragssätze befinden sich auf Rekordniveau. Die Beitragszahlenden
werden in diesem Jahr voraussichtlich 370 Milliarden Euro an Leistungen
finanzieren, noch einmal 23 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.
Nach mehreren Wahlperioden mit ungebremsten Ausgabenanstiegen und Finanzierung
der steigenden Kosten über Vermögen oder gar Kredite muss jetzt umgesteuert
werden. Der Fokus muss dabei auf einer schnellen und effektiven Dämpfung der
Ausgabenentwicklung und auf einer Steigerung der Effizienz unseres
Gesundheitssystems liegen, um die Beitragszahlenden wirksam zu entlasten.
Ordnungspolitische Debatten auf der Einnahmenseite dürfen nicht dazu führen,
diesen Fokus zu verlieren."
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