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München (ots) -
- ERC System hat mit der Flugerprobung seines vollelektrischen VTOL-Fluggeräts
begonnen - eines der größten und schwersten in Europa bislang geflogenen
Fluggeräte dieser Art.
- Die Flugtestkampagne dient der Entwicklung eines hybrid-elektrischen,
bemannten Fluggeräts, das für kritische Einsätze wie den Patiententransport
zwischen Krankenhäusern optimiert ist.
- Parallel intensiviert ERC seine Zusammenarbeit mit führenden
Luftrettungsorganisationen und bereitet die Erweiterung seines
Produktportfolios um ein unbemanntes Frachtfluggerät (UAS) vor.
Das Münchner Luftfahrt-Startup ERC System hat mit der Flugerprobung seines
neuesten eVTOL-Prototyps begonnen. Wie das Unternehmen heute bekanntgab, ist der
vollelektrische Senkrechtstarter der dritten Generation "Romeo" im November
erfolgreich in die nächste Phase der Erprobung eingetreten. Mit einem
Abfluggewicht von 2.735 Kilogramm und einer Spannweite von 16 Metern zählt das
Fluggerät zu den größten und schwersten bislang in Europa geflogenen
vollelektrischen Fluggeräten. Parallel zum erfolgreichen Erstflug intensivierte
das Unternehmen zuletzt die Zusammenarbeit mit Luftrettungsorganisationen und
bereitet eine Erweiterung seines Produktportfolios im Bereich unbemannter
Flugsysteme vor. Die laufenden Flugtests mit Prototypen in Originalgröße und mit
realistischer Abflugmasse sind zentraler Bestandteil des Entwicklungsansatzes
von ERC System. Ziel ist es, die technologischen und flugbetrieblichen
Herausforderungen schwerer eVTOL-Fluggeräte möglichst früh im
Entwicklungsprozess zu adressieren. Diese Philosophie verfolgt das Unternehmen
seit dem Erstflug seines ersten Prototyps "Echo" im Jahr 2023. Die Erkenntnisse
aus der aktuellen Flugerprobung fließen unmittelbar in die Entwicklung des
ersten kommerziell verfügbaren Fluggeräts von ERC System ein.
"Wir freuen uns sehr, mit Romeo einen entscheidenden Meilenstein auf unserem Weg
zur Schaffung wirtschaftlicherer Lufttransportlösungen erreicht zu haben -
insbesondere, was kritische Missionen betrifft", sagt Dr. David Löbl, Mitgründer
und Chief Executive Officer von ERC System. "Das bemannte Fluggerät, dessen
Zulassung wir für das Jahr 2031 anstreben, ist hybrid-elektrisch ausgelegt. Es
startet und landet senkrecht wie ein Hubschrauber, nutzt im Reiseflug jedoch
Tragflächen für einen effizienten Vorwärtsflug wie ein Flugzeug", so Löbl
weiter. "Mit dieser Architektur erreichen wir Betriebskosten deutlich unter
denen eines Hubschraubers. Gleichzeitig lassen sich Transportzeiten im Vergleich
zu kostengünstigeren, aber deutlich langsameren bodengebundenen Transportmitteln
erheblich verkürzen - ein klarer Vorteil bei zeitkritischen Einsätzen, z.B. im
Patiententransport zwischen Krankenhäusern."
Führende Luftrettungsorganisationen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und
weiteren Ländern begleiten die Entwicklung bereits aktiv. Die DRF Luftrettung,
international führend auf diesem Gebiet, hat sich bereits früh für eine
strategische Partnerschaft entschieden. "Der erfolgreiche Erstflug des Prototyps
markiert den Übergang vom Konzept zur praktischen Erprobung", erklärt Dr.
Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung.
"Als zentraler strategischer Partner von ERC System bringt die DRF Luftrettung
ihre medizinische, technische und flugbetriebliche Expertise aus über fünf
Jahrzehnten Erfahrung in der Luftrettung in dieses Projekt ein", so Pracz
weiter. "Gemeinsam entwickeln wir eine zusätzliche Option für den
Patiententransport. Die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen - die
Reduzierung und Spezialisierung von Kliniken, größere Transportdistanzen und ein
zunehmender Fachkräftemangel - erfordern neue Lösungen. Deshalb sind wir
überzeugt, dass der ERC-Flieger in den 2030er-Jahren einen festen Platz in
unserer Flotte einnehmen wird - als sinnvolle Ergänzung zur etablierten
Luftrettung mit Rettungshubschraubern."
Neben bemannten Fluggeräten für Patienten- und Personentransporte verzeichnet
ERC System auch eine wachsende Nachfrage nach unbemannten Luftlogistiklösungen
sowohl aus dem Verteidigungs- als auch aus dem privatwirtschaftlichen Sektor.
Wie das Unternehmen bestätigt, arbeitet ein Team derzeit an der Erweiterung des
Produktportfolios um ein unbemanntes Frachtfluggerät (UAS). Dabei greift das
Startup auf seine über 5-jährige Erfahrung aus der Entwicklung und Erprobung
schwerer unbemannter Prototypen zurück. Weitere Details will das Unternehmen im
zweiten Quartal 2026 bekannt geben.
Über ERC System
ERC System ist ein in München ansässiges Luftfahrt-Startup, das elektrifizierte
Luftfahrtlösungen für besonders kritische Missionen entwickelt. Die
hybridelektrischen Luftfahrzeuge des Unternehmens starten und landen senkrecht
wie Hubschrauber, fliegen im Vorwärtsflug jedoch tragflächengestützt wie
Flugzeuge. Sie ermöglichen hohe Geschwindigkeiten, große Reichweiten und
niedrige Betriebskosten. Das Unternehmen ist bekannt für sein bemanntes,
hybridelektrisches "Lift-and-Cruise"-Luftfahrzeug, das speziell für den
Patiententransport zwischen Krankenhäusern optimiert ist. ERC wurde 2020 von
erfahrenen Luftfahrtexperten gegründet und beschäftigt derzeit ein rund
60-köpfiges Team. Finanzierung und weitreichende Expertise kommen vom Luft- und
Raumfahrtkonzern IABG, viele Teammitglieder verfügen außerdem über langjährige
Erfahrung in Unternehmen der elektrifizierten Luftfahrt. Ziel ist die
kapitaleffiziente Entwicklung innovativer Luftfahrzeuge, die höchste Kunden- und
Zulassungsanforderungen erfüllen. http://www.erc-system.com https://www.iabg.de
Über die DRF Luftrettung
Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten
Luftrettungsorganisationen Europas. Von 33 Stationen an 31 Standorten in
Deutschland aus starten die Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge der
gemeinnützigen Organisation zu ihren Einsätzen. Hierzu gehören Einsätze in der
Notfallrettung, Verlegungsflüge von kritisch kranken oder verletzten Personen
zwischen Kliniken und Rückholungen von Patientinnen und Patienten aus dem
Ausland. An 13 der Hubschrauberstationen sind die Crews rund um die Uhr
einsatzbereit, an einer weiteren ist die Besatzung im Tagbetrieb mit erweiterten
Randzeiten einsatzbereit. An fünf Standorten kommen Hubschrauber mit
Rettungswinde zum Einsatz. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung 35.850
Einsätze im Jahr 2024. Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden
Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle
Unterstützung angewiesen. Rund 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V.
bereits an seiner Seite. Unterstützen Sie uns und werden auch Sie Mitglied.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.foerderverein-drf-luftrettung.de . https://www.drf-luftrettung.de .
Pressekontakt:
DRF Luftrettung
Rita-Maiburg-Straße 2
D-70794 Filderstadt
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Eva Baumann
Tel. +49 711 70072205
mailto:presse@drf-luftrettung.de
ERC System
Benedikt Albertsen
Email: mailto:Press@erc-system.com
Tel: +49 162 3960434
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/60539/6213803
OTS: DRF Luftrettung
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