|
Berlin (ots) - Der stärkste Militärpakt verstärkt seine Aktivitäten in der
Arktis-Region und begründet dies mit dem konstruierten Feindbild einer
russisch-chinesischen Bedrohung aller Welt. An Donald Trumps Plänen für eine
Annektierung Grönlands und den US-Drohungen gegen die EU war demnach im Grunde
Russland schuld, machen die Brüsseler Hauptquartiere der Öffentlichkeit weis.
Vom Südpazifik bis zum Nordpol tanzen die europäischen Nato-Mitglieder weiter
nach Washingtons Pfeife.
Dabei hatten weder Xi noch Putin Bedarf an diesem "Stück Eis" zwischen Island
und Kanada angemeldet. Um den Appetit des US-Präsidenten zu besänftigen,
verstärkt die Nato nun mit der Mission Arctic Sentry ihre Präsenz im Hohen
Norden. Die Briten wollen außerdem mehr Soldaten in Norwegen stationieren.
London begründet das mit Russlands Nukleararsenal auf der grenznahen
Kola-Halbinsel. Der Ausbau der westlichen Fähigkeiten, dieses Drohpotenzial zu
bedrohen, ist Teil einer gefährlichen Spirale. Nicht nur geografisch ist man
nach dem Antarktisvertrag von 1959 weit entfernt vom entmilitarisierten
Gegenpol.
Auf allen Seiten wird im Namen der Sicherheit und strategischen Stabilität immer
mehr aufgerüstet. Unwirtliche Gebiete wie Grönland und Spitzbergen haben die
Großmächte geopolitisch und wegen ihrer Ressourcen auf dem Zettel. Das westliche
Vorgehen im Norden wird aus russischer Perspektive ebenfalls als Bedrohung
eingestuft. Gerade erst haben die USA in der Karibik für die Kontrolle über
Ressourcen und gegen die freie Seefahrt Gewalt angewendet. Für die Arktis hat
Moskau bereits Gegenmaßnahmen angekündigt. Seine wirtschaftlichen und
militärischen Fähigkeiten sind allerdings begrenzt, wie der Abnutzungskrieg in
der Ukraine vor Augen führt.
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/59019/6215205
OTS: nd.DerTag / nd.DieWoche
|