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Berlin (ots) - Der Beginn eines neuen Jahres ist für viele Menschen Anlass, über
große Lebensentscheidungen nachzudenken. Auch über Wohneigentum. Denn eine
eigene Immobilie gehört nach wie vor zu den größten Wünschen in der persönlichen
Lebensplanung. Wer sich diesen Wohntraum erfüllt, wird langfristig seine
Wohnkosten stabilisieren und sich finanzielle Sicherheit sowie Unabhängigkeit im
Alter schaffen. Der Weg dorthin ist durch hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und
verschärfte staatliche Vorgaben allerdings anspruchsvoller geworden.
So zeigt eine aktuelle Studie des ifW Kiel Institut für Weltwirtschaft, dass die
Einstiegskosten ins Wohneigentum - also der Eigenkapitalbedarf für Finanzierung,
Steuern und Kaufnebenkosten - um mehr als 30 Prozent höher liegen als in den
1980er Jahren. Mit einer angenommenen, realistischen Sparquote von 20 Prozent
des verfügbaren Einkommens müssten laut ifW junge Menschen heute rund 14 Jahre
sparen, um das notwendige Eigenkapital zu erreichen - doppelt so lange wie ihre
Eltern. Tatsächlich fürchten viele aus der Gen Z, nie ein eigenes Haus oder
ausreichende Rente zu haben und stellen sich die Frage, ob und wie der Einstieg
ins eigene Zuhause heutzutage machbar ist.
Schritt für Schritt: So gelingt auch jungen Menschen der Immobilienerwerb
LBS-Experte Albrecht Luz kennt die Herausforderungen, macht aber gleichzeitig
Mut: "Wer als Ziel vor Augen hat, einmal im Eigentum zu wohnen, kann es Schritt
für Schritt angehen. Der erste ist der wichtigste: Nämlich jetzt damit
anzufangen, für das nötige Eigenkapital zu sparen - je früher, desto kleiner
können die anfänglichen Sparschritte sein. Das mag verstaubt klingen, aber der
Einstieg ins Wohneigentum beginnt nicht mit der Immobiliensuche, sondern mit dem
ersten gesparten Euro." Wer beispielsweise mit 16 Jahren seinen ersten
Bausparvertrag abschließt, diesen regelmäßig bespart, die monatliche Sparrate
wenn möglich immer mal wieder erhöht und staatliche Förderungen clever nutzt,
hat gute Chancen, es mit Mitte 30 in eine eigene Immobilie zu schaffen.
Booster mitnehmen
Unterstützung beim Sparen gibt es durch staatliche Förderungen wie Wohn-Riester
oder Wohnungsbauprämie (WoP): Mit der WoP können zu den eigenen Ersparnissen bis
zu 70 Euro im Jahr hinzukommen, die zusätzlich unterstützen und motivieren. Mit
Wohn-Riester gibt es sogar deutlich mehr: Derzeit bis zu 175 Euro Grundzulage
jährlich plus einmalig 200 Euro Einsteigerbonus für junge Leute unter 25. Die
Bundesregierung plant derzeit sogar weitere und höhere Fördermöglichkeiten.
Viele Arbeitgeber zahlen ihren Mitarbeitenden auch vermögenswirksame Leistungen
(VL), auf die der Staat dann unter bestimmten Voraussetzungen noch die
Arbeitnehmersparzulage von bis zu 43 Euro pro Jahr drauflegt. Gerade junge
Auszubildende profitieren häufig von diesen Förderungen, weil ihr Einkommen
unter den vorgegebenen Höchstgrenzen liegt. Wenn dann die Eltern oder Großeltern
mit kleinen Geldgeschenken etwas dazugeben, wächst der Grundstock noch einmal
schneller.
"Klar ist aber: Das ist nicht einfach und kein Selbstläufer. Man muss sich
selbst intensiv mit seiner finanziellen Situation beschäftigen, auch mal
kritisch auf seine Ausgaben schauen und das Sparziel nicht aus den Augen
verlieren. Das heißt also: Dranbleiben", rät Albrecht Luz. Wer es so schafft,
regelmäßig rund 20 Prozent seines Einkommens zur Seite zu legen, kann sich
inklusive Zinsen und staatlichen Förderungen eine solide Eigenkapitalbasis für
eine Immobilienfinanzierung aufbauen.
Optimalen Finanzierungsmix planen und Vorsprung sichern
Wer sich bereits konkret mit dem Immobilienkauf beschäftigt, sollte jetzt seine
Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. Als optimalen Finanzierungsmix empfiehlt Luz,
mindestens 20 Prozent Eigenkapital, 30 Prozent Bauspardarlehen und den Rest als
Kredit von einer Bank oder Sparkasse aufzunehmen. Ein Bausparvertrag ist deshalb
ein sinnvoller Baustein im Finanzierungsmix, weil er die Konditionen für das
spätere Bauspardarlehen frühzeitig festschreibt, was angesichts volatiler
Zinsentwicklungen Planungssicherheit und Stabilität bietet.
Staatliche Unterstützungsleistungen wie von KfW (https://www.kfw.de/inlandsfoerd
erung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Kauf-einer-bestehenden-Immobilie/) und
regionalen Förderbanken (https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html)
oder dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ( Bafa (https://www.bafa.
de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/effiziente_gebaeude_node.html) ) können je
nach Situation kombiniert werden und die monatliche Belastung spürbar senken.
Tipp: Mit dem Finanzierungszertifikat der LBS
(https://www.lbs.de/finanzieren/baufinanzierung/finanzierungszertifikat) zeigen
Immobilienkäuferinnen und -käufer bereits bei der Besichtigung, dass die
Finanzierung gesichert ist und der Kaufpreis aufgebracht werden kann. Ein
wichtiger Pluspunkt im Wettbewerb um die Wunschimmobilie.
Pressekontakt:
LBS Landesbausparkassen
Verena Quast
Telefon: +49 6131 134052
E-Mail: mailto:verena.quast@lbs-sued.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/108464/6218166
OTS: LBS Infodienst Bauen und Finanzieren
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