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Berlin (ots) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt das von der Europäischen
Kommission eingeleitete Verfahren gegen den Ultra-Fast-Fashion-Konzern Shein als
überfälligen Schritt gegen mutmaßlich illegale und verbrauchergefährdende
Praktiken. Erst vor kurzem konnte die DUH einen ersten rechtlichen Erfolg gegen
irreführende Klimawerbung von Shein erzielen. Um Online-Plattformen endlich
verbindlich für die Umweltfolgen ihres Geschäftsmodells in die Verantwortung zu
nehmen, muss Umweltminister Schneider sie bei der Einführung der Erweiterten
Herstellerverantwortung für Textilien lückenlos einbeziehen und Sanktionen
festschreiben. Ultra-Fast-Fashion auf Kosten von Umwelt und Menschen darf sich
nicht länger lohnen, so die DUH.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:
"Wir begrüßen ausdrücklich das Vorgehen der EU-Kommission gegen Shein. Es ist
nicht länger hinnehmbar, dass eine milliardenschwere Online-Plattform mutmaßlich
systematisch gegen europäisches Recht verstößt - auf Kosten von Umwelt und
Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wir konnten durch unseren Rechtserfolg
bereits zeigen, dass Shein Verbraucherinnen und Verbraucher mit unglaubwürdigen
Klimaversprechen täuscht. Weitere Verfahren haben wir bereits eingeleitet. Das
EU-Verfahren ist eine Warnung an Umweltminister Schneider: Er muss bei der
Einführung der Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien penibel darauf
achten, dass auch ausländische Online-Plattformen zu Umweltvorgaben verpflichtet
sind und gegebenenfalls sanktioniert werden können. Er hat jetzt die Chance, dem
Klimakiller-Geschäftsmodell 'Ultra-Fast-Fashion' einen Riegel vorzuschieben und
die Konzerne für massenhaft kurzlebige Wegwerfmode mehr bezahlen zu lassen. Nur
so kann ein echter Systemwandel hin zu langlebiger, reparierbarer und
wiederverwendbarer Mode gelingen ."
Hintergrund:
Die DUH konnte im Januar 2026 als erste deutsche Umwelt- und
Verbraucherschutzorganisation einen rechtlichen Erfolg gegen den
Ultra-Fast-Fashion-Konzern Shein erzielen und Greenwashing-Werbung von Shein
stoppen. Der Konzern hatte nicht ausreichend Informationen bereitgestellt, wie
er trotz massiv steigender Klima-Emissionen von 23 Prozent innerhalb eines
Jahres dennoch bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen werde. Zudem hat die DUH
weitere rechtliche Schritte gegen den Shein-Betreiber Infinite Styles Services
Co. Ltd. eingeleitet. Es geht dabei um verbrauchertäuschende Werbeversprechen
für verschiedene Produkte, die als "lokal", "umweltfreundlich" und "100 %
natürlich" beworben werden.
Link:
Mehr zum rechtlichen Erfolg gegen Shein: https://l.duh.de/p260130
Pressekontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, mailto:metz@duh.de
Viola Wohlgemuth, Senior-Expertin Textil & Kreislaufwirtschaft
0151 16022261, mailto:wohlgemuth@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6218800
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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