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Viby/Dänemark, Düsseldorf (ots) -
- Arla erzielt 2025 ein äußerst wettbewerbsfähiges Jahresergebnis und stellt
neue Rekorde in allen Geschäftsbereichen auf
- Arla verzeichnet die größte Milchmenge, den höchsten Milch-Leistungspreis und
den höchsten Umsatz aller Zeiten
Im Jahr 2025 erreichte der Gesamtumsatz der Arla-Gruppe einen Rekord von 15,1
Mrd. Euro (2024: 13,8 Mrd. Euro). Treiber waren eine Rekordmilchmenge von 14,3
Mrd. Kilogramm Milch, hohe Rohwarenpreise in der ersten Jahreshälfte und ein
außergewöhnliches Wachstum im Zutatengeschäft über 'Arla Foods Ingredients'
(AFI).
Arla Foods erzielte einen Nettogewinn von 415 Mio. Euro (2024: 401 Mio. Euro)
und einen wettbewerbsfähigen Milch-Leistungspreis von 56,4 Eurocent/kg. Der
Milch-Leistungspreis misst die Wertschöpfung pro Kilogramm Milch der
Genossenschaftsmitglieder, einschließlich der jährlichen Nachzahlung und der
einbehaltenen Gewinne in Form der individuellen und kollektiven Kapitaleinlage.
In Verbindung mit einer soliden Finanzlage schlägt Arlas Aufsichtsrat eine
Nachzahlung von 2,2 Eurocent je Kilogramm gelieferter Milch vor.
In Deutschland verzeichnete Arla mit einer Umsatzsteigerung von 4,8 % ebenfalls
ein positives Ergebnis; u.a. getrieben durch ein stabiles Marken und
Handelsmarkengeschäft. In Deutschland lag der Arla-Preis für konventionelle
Milch im Jahr 2025 im Durchschnitt bei 55,1 Eurocent/kg (bei 4,2 % Fett und 3,4
% Eiweiß; vs. 49,64 Eurocent in 2024; Preise sind jeweils inkl. der jährlichen
Nachzahlung und Zinsen und exkl. der jährlichen Kapitaleinlagen angegeben).
"Unsere historische Performance zeigt, dass unsere Strategie funktioniert. Wir
haben unsere Marktposition gestärkt, einen Rekordwert für unsere Landwirte
erzielt und wichtige Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft
unternommen", sagt Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods.
Das Jahresergebnis wurde vor dem Hintergrund zweier sehr unterschiedlicher
Marktsituationen erzielt. Während das Jahr mit einer starken Nachfrage und einem
ausgeglichenen Angebot begann, veränderte sich die Lage in der zweiten
Jahreshälfte spürbar. Sehr gute Wetterbedingungen und gute Futterernten in ganz
Europa führten im vierten Quartal zu einem deutlichen Anstieg der Milchmengen.
"Ich freue mich, dass wir nach einem Jahr, das unseren Eigentümern enorme
Flexibilität abverlangt hat, eine solide Nachzahlung vorschlagen können. Wir
sind von einer knappen Milchversorgung zu einem plötzlichen Überangebot
übergegangen, was natürlich Druck auf den Markt ausübt. Als Landwirt gibt mir
das Zuversicht, dass unsere Genossenschaft diese Volatilität souverän meistert
und sich erneut als starker, wettbewerbsfähiger Partner für unsere Milch
bewährt", sagt Jan Toft Nørgaard, dänischer Landwirt und
Aufsichtsratsvorsitzender von Arla.
Eine natürliche Marktkorrektur
In der zweiten Jahreshälfte 2025 stieg das Milchangebot in ganz Europa deutlich
an, darunter auch in wichtigen Märkten von Arla wie Großbritannien und Dänemark
(7,7 % bzw. 3,6 % für 2025 im Vergleich zu 2024). Der plötzliche Anstieg der
europäischen Milchmengen, eine der stärksten Steigerungen der letzten Jahre,
löste eine klassische Marktkorrektur aus. Dieses Überangebot drückte die
weltweiten Handelspreise nach unten und setzte den allgemeinen Wert für Milch in
der gesamten Branche unter Druck. Trotz dieser Lage sorgte die starke
Geschäftsstruktur von Arla für eine stabile Leistung über das gesamte Jahr. Dank
des leistungsstarken Zutatengeschäfts 'Arla Foods Ingredients' (AFI), einer
starken Position im Einzelhandel und im Bereich Foodservice sowie über den
Erwartungen liegenden Netto-Einsparungen in Höhe von 158 Mio. Euro, gelang es
der Genossenschaft, den Rückgang der globalen Marktpreise erfolgreich zu
bewältigen.
"Gerade in volatilen Zeiten wie diesen bewährt sich unsere Strategie. Wir
erleben einen natürlichen Marktzyklus, in dem eine hohe Milchproduktion zu einem
Rückgang der Preise in der gesamten Branche führt. Der plötzliche Anstieg stellt
uns zwar vor Herausforderungen, aber unser Unternehmen steht auf soliden Säulen.
Dank der Kombination aus unseren Marken, unserer Effizienz und einem
herausragenden Jahr für unser Zutatengeschäft konnten wir unseren Eigentümern
ein wettbewerbsfähiges Ergebnis liefern", sagt Peder Tuborgh.
Zutatengeschäft treibt Wertsteigerung voran
Ein entscheidender Faktor für das starke Jahresergebnis war die außergewöhnliche
Leistung von Arla Foods Ingredients (AFI). Die Tochtergesellschaft erzielte
einen Umsatzanstieg von 43,1 % auf 1,45 Mrd. Euro, angetrieben durch die starke
weltweite Nachfrage nach hochwertigen Proteinen und die erfolgreiche Integration
des dazugewonnenen Geschäftsbereichs Whey Nutrition von Volac (umbenannt in AFI
Felinfach).
Investitionen sichern zukünftiges Wachstum
Trotz des schwierigen Marktumfelds zum Jahresende investierte Arla auch 2025
weiter in zukunftsweisende Projekte. Die Genossenschaft beschloss Investitionen
in Höhe von 731 Mio. Euro, die sich gezielt auf den Ausbau der Kapazitäten in
wachstumsstarken Kategorien richteten.
Zu den wichtigsten strategischen Entscheidungen gehörten die Einrichtung eines
UHT (Ultra High Temperature) -Kompetenzzentrums in Lockerbie, Schottland, um der
steigenden Nachfrage nach haltbarer Milch gerecht zu werden, sowie eine
Erweiterung des Standorts Holstebro in Dänemark, um die Frischkäseproduktion um
zusätzliche 16.000 Tonnen zu steigern.
Arla gab außerdem grünes Licht für die Erweiterung der Produktionskapazitäten
der Marke Puck® in Bahrain und eine neue Skyr-Produktionslinie in der Molkerei
Linköping in Schweden. Diese Maßnahmen unterstreichen das klare Bekenntnis, das
Markenportfolio in den Kernmärkten weiter auszubauen.
"Während wir durch das aktuelle Marktumfeld steuern, behalten wir die
langfristige Perspektive weiterhin im Blick. Mit unseren Investitionen in
wichtige Wachstumstreiber senden wir ein klares Signal: Wir glauben an die
Zukunft der Milchwirtschaft und übernehmen Verantwortung dafür, dass die
Weltbevölkerung mit nahrhaften, nachhaltigen Milchprodukten versorgt wird", so
Peder Tuborgh.
Parallel zu den internen Investitionen treibt Arla die angestrebte Fusion mit
der DMK Group weiter voran. Die Fusion wurde im Juni 2025 von den
beschlussfassenden Gremien beider Genossenschaften genehmigt. Ziel ist es, zwei
führende europäische Molkereigenossenschaften mit sich ergänzenden Portfolios zu
vereinen, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und Innovationen
voranzutreiben. Die angestrebte Fusion durchläuft nun den behördlichen
Genehmigungsprozess, der voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2026
abgeschlossen sein wird.
Starke Wertschöpfung und zurückkehrende Markendynamik
Arlas strategische Marken haben 2025 einen wesentlichen Beitrag zum
Jahresergebnis geleistet. Der Gesamtumsatz mit Markenprodukten stieg um 6,9 %
auf 7,03 Mrd. Euro. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die Fähigkeit der
Genossenschaft getragen, in einem inflationären Umfeld angemessene Preise zu
halten.
Während diese Preisniveaus die Absatzmengen in der ersten Jahreshälfte
beeinflussten, blieb die zugrunde liegende Nachfrage stabil. Mit der zunehmenden
Erholung der Kaufkraft kehrten die Verbraucherinnen und Verbraucher zu den
Marken zurück, denen sie vertrauen. Im Jahresverlauf gewann das Geschäft
kontinuierlich an Dynamik: In der zweiten Jahreshälfte wurde ein Volumenwachstum
von 1,8 % erzielt, was zu einem Wachstum von 0,2 % im Gesamtjahr führte.
"Unsere Marken haben ihren Wert in diesem Jahr mit beeindruckenden Umsatzzahlen
unter Beweis gestellt. Die deutliche Erholung der Absatzmengen in der zweiten
Jahreshälfte bestätigt, dass unsere Marken weiterhin hochrelevant sind. Das Jahr
mit einem positiven Volumenwachstum abzuschließen - bei gleichzeitig starker
Umsatzentwicklung - unterstreicht die Robustheit unseres Portfolios", sagt Peder
Tuborgh.
Verbesserung der Nachhaltigkeitseffizienz
Im operativen Bereich senkte Arla die Scope-1- und Scope-2-Emissionen (Bereiche
Produktion, eigene Logistikflotte und Energienutzung) um weitere 5,6
Prozentpunkte und erreichte damit eine Gesamtreduktion von 43,6 % gegenüber dem
Basisjahr 2015. Dieser Meilenstein wurde durch kontinuierliche Maßnahmen zur
Steigerung der Energieeffizienz und die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare
Energie an allen europäischen Produktionsstandorten erreicht.
Auf den landwirtschaftlichen Betrieben (Scope 3) zeigen die Daten, dass die
Landwirtinnen und Landwirte effizienter wirtschaften. Die durchschnittliche
Punktzahl in Arlas Nachhaltigkeitsprogramm, dem FarmAhead(TM) Incentive, stieg
von 53 auf 55, während die Emissionsintensität pro Kilogramm Milch um 0,4
Prozentpunkte sank. Damit baut Arla auf den Fortschritten der vergangenen fünf
Jahre auf und erreicht inzwischen eine Gesamtreduktion der Emissionen von 9,9 %
pro Kilogramm erzeugter Milch gegenüber dem Basisjahr 2020.
Zwar wurden Effizienzsteigerungen pro Kilogramm Milch erzielt, doch führte der
deutliche Anstieg der von der Genossenschaft angenommenen Milchmengen zu einem
leichten Anstieg der Scope-3-FLAG-Emissionen um 4,4 Prozentpunkte.
Deutschland: Stabiles Marken- und Handelsmarkengeschäft
Auch auf dem deutschen Markt konnte Arla 2025 den Gesamtumsatz steigern, um 4,8
% . (Einzelhandelsgeschäft Marken- und Eigenmarken sowie Foodservice). Sowohl
das Markengeschäft, mit einem Umsatzwachstum von 6,1 %, als auch die positive
Entwicklung bei Handelsmarken trugen zu diesem Ergebnis bei. Besonders stark
zeigten sich Arla® Pro im Foodservice, die Trend-Kategorie Arla Skyr® sowie die
Marke Arla Buko®; alle drei konnten beim mengenbasiertem Umsatzwachstum im
unteren bis mittleren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr
zulegen. Mit der erfolgreichen Einführung von Starbucks® Protein vergangenen
März setzte Arla zudem Wachstumsimpulse im Segment der Milchmischgetränke.
"Gerade in einem Jahr mit stark wechselnden Marktbedingungen zeigt sich, wie
wichtig eine klare strategische Ausrichtung ist. Unsere Marken spielen dabei
eine zentrale Rolle: Sie schaffen Vertrauen bei den Verbraucherinnen und
Verbrauchern und sind ein wesentlicher Hebel für nachhaltige Wertschöpfung - vom
Hof bis ins Kühlregal. Ebenso trug das Handelsmarkengeschäft als wichtiges
Standbein zum Wachstum bei. Der Ausbau dieses Segments im engen Schulterschluss
mit dem Handel ist ein zentraler Faktor, um die Zusammenarbeit zu stärken und
zusätzliche Absatzpotenziale zu erschließen. Auf dieser Basis entwickeln wir
unser Geschäft in Deutschland konsequent weiter und schaffen die Voraussetzungen
für zukünftiges Wachstum", so Tino Gottschalk, Geschäftsführer von Arla Foods
Deutschland.
Nachhaltigkeit auf den Höfen und am Werk in Pronsfeld
Fünf Jahre nach Einführung des FarmAhead(TM) Check (ehemals Klima-Check) zog
Arla im Jahr 2025 eine positive Bilanz: Die Arla Landwirtinnen und Landwirte
arbeiten kontinuierlich daran, die Emissionen pro Kilogramm Milch weiter zu
reduzieren. Gezielte Maßnahmen in den Bereichen Fütterung, Düngung und
Energieversorgung zeigten, dass ökologische Fortschritte und wirtschaftliche
Stabilität erfolgreich miteinander verbunden werden können. Dieser Ansatz fand
auch im Dialog mit deutschen Politikerinnen und Politikern breite Anerkennung.
Gleichzeitig investierte Arla in die Dekarbonisierung von Standorten und
Logistik: In Arlas weltweit größtem Produktionswerk in Pronsfeld wurde eine neue
Anlage mit zwei leistungsstarken, elektrischen Wärmepumpen eingeweiht. Die
beiden Pumpen ersetzen zukünftig beim Prozess der Milcherhitzung einen
erdgasbasierten Dampfkessel. In Summe können so die CO2e-Emissionen am Standort
um gut 5.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Darüber hinaus wurde die gesamte
LKW-Flotte auf den umweltfreundlicheren HVO-Kraftstoff umgestellt.
Ausblick 2026: Niedrigere Preise dürften das Markenwachstum fördern
Mit Blick auf die Zukunft geht Arla davon aus, dass die volatilen
Marktbedingungen von Ende 2025 auch im neuen Jahr anhalten werden. Der im
vierten Quartal beobachtete Angebotsanstieg dürfte den Markt auch zu Beginn des
Jahres 2026 weiter beeinflussen und Druck auf die globalen Preise für
Milchprodukte ausüben. Im weiteren Jahresverlauf wird jedoch mit einer
teilweisen Normalisierung gerechnet, sobald sich das Verhältnis von Angebot und
Nachfrage wieder stabilisiert hat.
Während sich niedrigere Preise auf den Gesamtumsatz auswirken werden, dürften
sie zugleich die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher stärken. In der
Folge rechnet Arla mit einer Rückkehr zu einem stärkeren Wachstum seiner
strategischen Marken. Das mengenbasierte Umsatzwachstum im Markengeschäft wird
für 2026 in einer Spanne von 1,0 % bis 3,0 % erwartet.
Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Arla einen Gruppenumsatz zwischen 13,3
und 14,1 Mrd. Euro und spiegelt damit die im Vergleich zu Anfang 2025
niedrigeren Marktpreise wider. Der Nettogewinnanteil soll weiterhin innerhalb
der Zielspanne von 2,8 bis 3,2 % liegen.
Arla wird seinen disziplinierten Fokus auf Kosteneffizienz fortsetzen und im
Rahmen des Transformations- und Effizienzprogramms Fund our Future
Effizienzgewinne in Höhe von 90 bis 110 Mio. Euro anstreben.
"Wir starten gut vorbereitet in das Jahr 2026 und sind auf die bevorstehenden
Marktbedingungen eingestellt. Der Druck durch hohe Milchmengen wird die erste
Jahreshälfte prägen, und zugleich sehen wir darin auch Chancen. Wir gehen davon
aus, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher mit der Preisanpassung wieder
verstärkt zu Milchprodukten greifen und damit das Wachstum unserer strategischen
Marken vorantreiben. Wir sind bereit, diese Nachfrage zu bedienen und
gleichzeitig unseren Fokus strikt auf Effizienz zu richten, um sicherzustellen,
dass wir unsere Ziele erreichen", so Peder Tuborgh.
Hinweis: Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 berücksichtigt nicht die mögliche
Fusion mit der DMK Group. Eine aktualisierte Prognose wird vorgelegt, sobald die
Fusion genehmigt ist.
Pressekontakt:
Annika Büschken, Head of Media Relations / Pressesprecherin
Wahlerstr. 2, 40472 Düsseldorf
Tel: +49 (0) 172 2361 368
E-Mail: mailto:presse@arlafoods.com; mailto:an.bue@arlafoods.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/52221/6218889
OTS: Arla Foods Deutschland GmbH
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