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Bielefeld (ots) - Der US-amerikanisch-österreichische Schauspieler August Zirner
hat sich kritisch zu US-Präsident Donald Trump sowie zum Umgang mit der
Alternative für Deutschland (AfD) geäußert.
"Trump hält sich für einen Messias, und die Leute unterwerfen sich ihm", sagte
Zirner im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung "Neue
Westfälische". Trumps messianische Religiosität sei jedoch nur gespielt: "Der
kann ja nicht mal die Bibel richtig herum halten." Despotie sei die Wirkung,
Unterwerfung die Ursache dafür. Viele Wählerinnen und Wähler hätten sich für
Trump entschieden, weil er "Sehnsüchte erfüllt". Mit diesen Sehnsüchten müsse
man sich inhaltlich auseinandersetzen. Zirner wurde 1956 in den USA geboren und
lebt seit 1973 in Europa. Seine Eltern waren österreichische Emigranten
jüdischen Glaubens.
Mit Blick auf die AfD sprach sich Zirner gegen eine pauschale Ausgrenzung aus.
Nur gegen die Partei zu sein und das Gespräch zu verweigern, sei nicht der
richtige Weg, um sie als Machtfaktor zu verhindern. Er trete daher nicht gegen
die AfD auf, obwohl er häufig darum gebeten werde, sondern setze auf andere
Ansätze. Entscheidend sei die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem
Parteiprogramm. Dessen Widersprüche würden schnell deutlich, etwa wenn gegen
Einwanderung argumentiert werde, obwohl Zuwanderer für die deutsche Wirtschaft
wichtig seien.
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