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Berlin (ots) - Die Menschen in Deutschland sehen die Wirtschaftspolitik der
Bundesregierung überwiegend kritisch. Nach einer Repräsentativbefragung von INSA
im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewerten 54
Prozent die aktuelle Wirtschaftspolitik als schlecht oder sehr schlecht. Nur 19
Prozent als gut oder eher gut. Der negative Blick wird von den Anhängern fast
aller Parteien geteilt, lediglich bei den Unionsanhängern gibt es ein etwas
optimistischeres Bild mit 40 Prozent Zustimmung (29 Prozent negativ).
Die Bürger erwarten von der Regierung weitreichende Reformen, um Deutschland
wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Eine Mehrheit von 71 Prozent der Befragten
spricht sich für solche Reformen aus. Bemerkenswert ist dabei die
parteiübergreifende Einigkeit: Sogar unter den Anhängern der Linken fordern 63
Prozent grundlegende Korrekturen am Wirtschaftsstandort Deutschland.
Nur junge Menschen und Unionsanhänger mehrheitlich zu persönlichen Einschnitten
bereit
Wie schwierig solche Reformen, die grundsätzlich von einer großen Mehrheit
befürwortet werden, durchzusetzen sind, zeigt die Frage nach der persönlichen
Bereitschaft, selbst spürbare Einschnitte wie weniger staatliche Leistungen oder
höhere Eigenbeteiligungen in Kauf zu nehmen. Nur 33 Prozent der Befragten wären
zu solchen Opfern bereit, während 55 Prozent persönliche Einschränkungen
ablehnen. Ausgerechnet die von Älteren oft kritisierte Generation Z der 18- bis
29-jährigen ist die einzige Altersgruppe, in der eine relative Mehrheit von 46
Prozent zu persönlichen Einschnitten bereit ist, während sie nur 38 Prozent
ablehnen. Am größten ist die Ablehnung mit 64 Prozent bei der Gruppe der 50 bis
59-jährigen.
Im politischen Spektrum stechen die Anhänger der Union hervor. Sie sind die
einzige Gruppe von Parteianhängern, die sich mehrheitlich (53 Prozent) bereit
erklärt, für echte Reformen auch persönliche Einschnitte in Kauf zu nehmen.
Rente, Gesundheit und Migration sind für Deutsche zentrale Themen
Auf die Frage, um welche Themen sich die Politik am stärksten kümmern sollte,
sprachen sich 43 Prozent der Befragten für Rente aus. 41 Prozent nannten
Gesundheit und Pflege sowie 39 Prozent Migration. Umwelt und Klima lag mit 27
Prozent auf Platz Sieben. Zugleich sind die Menschen ausgerechnet bei dem für
sie wichtigsten Thema "Rente" am unzufriedensten mit der Regierung: Mehr als
drei Viertel (78 Prozent) der Befragten ist mir der Rentenpolitik der
Bundesregierung eher oder gar sehr unzufrieden. Nur 17 Prozent sind zufrieden.
Beim Thema Steuern und Finanzen ist die Unzufriedenheit mit 76 Prozent ähnlich
hoch.
Auch bei den Themen Gesundheit und Pflege sowie Bürokratieabbau und
Staatsmodernisierung (je 74 Prozent) sind fast drei von vier Befragten mit der
Regierungspolitik unzufrieden. In keinem abgefragten Politikfeld überwiegt die
Zufriedenheit. Die geringste Unzufriedenheit gibt es im Bereich Außen- und
Sicherheitspolitik: Und selbst da sind 58 Prozent unzufrieden und nur 34 Prozent
zufrieden.
Wichtiges Signal an den CDU-Parteitag
Für INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben ist die Umfrage ein wichtiges Signal
an den bevorstehenden CDU-Parteitag in Stuttgart: "Es gibt sehr große
Unzufriedenheit mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung. Die
Bevölkerung erwartet dringend umfassende Reformen, aber die Regierung ist
zugleich aufgefordert, die Belastungen dadurch möglichst gering zu halten und
sehr gut zu erklären." Für Alsleben ist das kein Widerspruch: "Ein umfassender
Bürokratieabbau würde die Wirtschaft beleben und das Leben der Bürger
erleichtern, ohne dass damit Einschränkungen verbunden wären." Auch würden
Steuer- und Abgabensenkungen zu mehr Investitionen und mehr Wachstum führen. "Um
das zu finanzieren, müsste der Staat vor allem bei sich selbst sparen: Behörden
und Beamtenstellen abbauen, mit Digitalisierung Prozesse verschlanken und
beschleunigen." Auch gebe es bei Entwicklungshilfe, NGO-Förderung und
Unternehmenssubventionen noch erhebliches Sparpotenzial. "Wenn dort gestrichen
wird, dürfte das von den meisten Menschen nicht als persönliche Belastung
empfunden werden", so Alsleben.
Die Umfrage von INSA zu der Zufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik und den
Reformen fand zwischen dem 13. und dem 16. Februar 2026 statt. Es wurden 2002
Personen online befragt. Die Umfrage zu den wichtigsten Themenfeldern und der
Zufriedenheit in diesen Themenfeldern fand online vom 9. bis 10. Februar unter
1.000 Personen aus Deutschland statt.
Pressekontakt:
Carl-Victor Wachs
Leiter Kommunikation & Pressesprecher
mailto:wachs@insm.de
T +49 176 616 49 030
INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/39474/6220399
OTS: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
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