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Bonn (ots) -
- Jüngere treiben mobiles Banking voran - mit einigen Ausnahmen
- Mehr als ein Viertel der Bankgeschäfte erledigen die Deutschen nach wie vor
offline
Das Smartphone hat sich als bedeutendster Zugangskanal für Finanzgeschäfte
durchgesetzt: Erstmals nutzen mehr Deutsche eine Banking-App (39 Prozent) als
das Online-Portal der Bank (33 Prozent), um ihre Finanzen zu verwalten. Im
Vorjahr rangierte das App-Banking noch knapp hinter Online-Portalen für PC und
Tablet. Ein knappes Fünftel der Befragten setzt nach wie vor auf den Gang in
eine Filiale, während fünf Prozent ihre Geschäfte in der Regel telefonisch
abwickeln. Vier Prozent der Bundesbürger setzen auf eine Kommunikation per
Brief. Das sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen "Postbank Digitalstudie
2025".
Die Befragten nutzen die App besonders gern, um Überweisungen auszuführen oder
ihr Konto zu verwalten. 51 beziehungsweise 48 Prozent geben dies an, während ein
knappes Drittel Geld bevorzugt mithilfe von Online-Portalen überweist und 28
Prozent das Portal zur Verwaltung ihrer Finanzen nutzen. Um ein Konto zu
eröffnen oder zu wechseln, bleibt der Besuch in einer Filiale aber weiterhin die
meistgenutzte Variante (38 Prozent). "Dass erstmals mehr Menschen in Deutschland
ihre Bankgeschäfte per App erledigen als über das Online-Portal, markiert einen
Meilenstein in der Digitalisierung des Alltags. Das Smartphone ist längst nicht
mehr nur ein Kommunikationsmittel, sondern auch eine bedeutende Schaltzentrale
für die persönlichen Finanzen", sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der
Postbank.
Jüngere sind besonders digital-affin - mit bemerkenswerten Ausnahmen
Besonders die Digital Natives, die 18- bis 39-Jährigen, setzen auf das
App-Banking: 46 Prozent favorisieren diese Methode, verglichen mit 36 Prozent
der über 40-Jährigen. Diese "Digital Immigrants" nutzen dagegen häufiger das
Online-Portal ihrer Bank (39 Prozent), gegenüber nur rund einem Fünftel der
Jüngeren. Persönlich am Bankschalter vorstellig werden 20 Prozent der über
40-Jährigen, aber nur 16 Prozent der Digital Natives.
So sind es hauptsächlich die Jüngeren, die Bankgeschäfte mobil abwickeln -
allerdings mit einigen auffälligen Ausnahmen: Beispielsweise nutzt ein größerer
Anteil der Jüngeren als der Älteren das Telefon-Banking und den schriftlichen
Verkehr mit der Bank. Während jeweils acht Prozent der 18- bis 39-Jährigen
regelmäßig zum Hörer greifen oder der Bank einen Brief schreiben, sind es bei
den Digital Immigrants nur jeweils drei Prozent. Darüber hinaus ziehen Digital
Natives für einen Kreditantrag, für das Anlegen von Geld sowie für das
Kreditkartenmanagement häufiger als ältere Generationen den Gang in die
Bankfiliale vor. Besonders groß ist der Unterschied beim Thema
Kreditkarten-Management. Während dies nur sieben Prozent der über 40-Jährigen in
einer Filiale erledigen, gehen 14 Prozent der unter 40-Jährigen dafür zur
nächsten Bank und suchen den persönlichen Kontakt.
"Unsere Studie zeigt: Die Digital Natives treiben das mobile Banking mit großer
Selbstverständlichkeit voran - zugleich suchen sie bei komplexeren
Bankgeschäften wie der Kreditaufnahme gern auch den persönlichen Kontakt zu den
Beraterinnen und Beratern in der Filiale", sagt Thomas Brosch. "Die digitale
Transformation ist also kein Selbstläufer, sondern verlangt differenzierte
Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse."
Für das Online-Banking sprechen aus Sicht der Deutschen sprechen mehrere
Vorzüge. So sagen 89 Prozent, dieses sei bequem und zeitsparend. Ebenso viele
schätzen es, digital jederzeit Zugriff auf alle relevanten Finanzdaten zu haben,
etwas den Stand des Wertpapierdepots. 88 Prozent genießen die Unabhängigkeit von
Öffnungs- und Sprechzeiten der Filialen. Dabei vertraut eine Mehrheit den
gängigen Sicherheitsmechanismen: So stufen 91 Prozent die
Zwei-Faktor-Authentifizierung und 88 Prozent die biometrische Authentifizierung
als sicher ein. Dahinter folgen Einmal-Passwörter für Transaktionen und die
verschlüsselte Datenübertragung mit jeweils 86 Prozent.
Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2025
Für die "Postbank Digitalstudie 2025 - die digitalen Deutschen" wurden zwischen
Mai und Juni dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Die
Postbank untersucht mit der Studie im elften Jahr in Folge, welche Entwicklungen
sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und
insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative
Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland
(Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der
Mikrozensus 2022 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse
sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch
Rundungsdifferenzen erklären.
Pressekontakt:
Postbank
Iris Laduch
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OTS: Postbank
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