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Berlin (ots) - Zu den gestern Abend vorgelegten Eckpunkten für ein
Gebäudemodernisierungsgesetz können Sie Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer
Zentralverband Deutsches Baugewerbe, gerne wie folgt zitieren:
"Mit der Vorlage der Eckpunkte für ein Gebäudemodernisierungsgesetz hat die
Bundesregierung eine lange Phase der Unsicherheit beendet. Dass nun Klarheit
über die geplanten Leitlinien besteht, ist ein wichtiger Schritt, um den
Attentismus zu beenden. Auf dieser Grundlage kann die notwendige Diskussion
endlich sachlich und mit Augenmaß geführt werden.
Der vorgesehene Zeitplan mit einem Inkrafttreten zum 1. Juli 2026 ist zwar
ambitioniert, ergibt sich jedoch folgerichtig aus den Vorgaben der kommunalen
Wärmeplanung: Bis zum 30. Juni 2026 müssen Städte mit mehr als 100.000
Einwohnern entsprechende Wärmepläne vorlegen.
Entscheidend ist jetzt, zusätzliche Verschärfungen bei den
Effizienzanforderungen zu vermeiden. Die energetische Qualität der Gebäudehülle
leistet bereits heute einen erheblichen Beitrag zur Emissionsminderung. Umso
wichtiger ist der angekündigte Ansatz, die europäische Gebäuderichtlinie 1:1 und
möglichst unbürokratisch umzusetzen und dabei die vorhandenen Spielräume
auszuschöpfen.
Die Marktentwicklung zeigt, dass die Anforderungen längst Realität sind. Bereits
heute werden nahezu alle neu genehmigten Wohngebäude als Nullemissionsgebäude
errichtet. Das europäische Zielniveau ist damit im Wohnungsbau weitgehend
erreicht - eine gute Grundlage für eine sachliche Debatte über die konkrete
Umsetzung.
Richtig ist auch der geplante Kurs, die Bundesförderung für effiziente Gebäude
dauerhaft zu verstetigen. Verlässliche Förderbedingungen schaffen
Planungssicherheit und sind eine wesentliche Voraussetzung für Investitionen in
Neubau und Bestand. Hier brauchen wir schnell Klarheit, damit Hausbesitzer und
Bauwillige in die Sanierung oder den Neubau investieren können.
Beim angekündigten Wärmepaket für die Fernwärme wird es darauf ankommen,
praktikable und mittelstandsgerechte Lösungen zu finden. Der Ausbau der
Förderung für effiziente Wärmenetze sollte entsprechend ausgestaltet werden,
damit die Wärmewende vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
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OTS: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe
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