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Berlin (ots) - Mit den vorgelegten Eckpunkten zur Überarbeitung des
Gebäudeenergiegesetzes hat die Bundesregierung angekündigt, den Einbau von Gas-
oder Ölheizungen wieder zulassen. Durch eine steigende Beimischung
klimafreundlicher Alternativen sollen Gas und Öl über die kommenden Jahrzehnte
grüner werden. "Mit dieser Entscheidung gewinnt die energiesparende Sanierung
von Gebäudehüllen zusätzlich an Bedeutung", kommentiert Thomas Drinkuth, Leiter
der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle RTG. Das Hauptstadtbüro vertritt
mehrere Baubranchen wie Glas, Fensterbau oder Sonnenschutz.
Die RTG sieht mehrere Gründe für verstärkte Sanierungen: Gas und Öl werden noch
für viele Jahre weitgehend fossil sein. Die Anteile an bspw. Biogas oder Bioöl
lassen sich nur langsam steigern. Deutschland kann es sich aber nicht leisten,
in diesen Jahren im Klimaschutz im Gebäudesektor nicht voranzukommen. Bei
Verfehlung der verbindlichen EU-Klimaziele drohen Strafzahlungen in
Milliardenhöhe. Zudem sind bei einer Fortsetzung des Heizens mit Gas und Öl
höhere Kosten zu erwarten: erstens durch den CO2-Preis auf die fossilen Anteile
und zweitens durch den höheren Herstellungsaufwand der grünen Bestandteile der
Brennstoffe. "Wer weiterhin mit Gas oder Öl heizt, sollte also den Verbrauch
nach Kräften begrenzen. Gerade bei Gebäuden mit hohem Energieverbrauch empfiehlt
es sich, zügig in die Sanierung einzusteigen - egal welchen Energieträger man
nutzt", empfiehlt Drinkuth. Dafür müsse die Bundesregierung nun die
Förderkonditionen verbessern. Die geringe Sanierungsrate zeige, dass die
bestehende Förderung für viele Haushalte keinen ausreichenden Anreiz setze.
Kritisch beurteilt die RTG, dass die neue Grüngasquote zu einem verstärkten
Wettbewerb zwischen Industrie und Haushalten um die Brennstoffe führen könne.
Drinkuth dazu: "Klimafreundliche Alternativen wie grüner Wasserstoff werden für
verschiedene Industrieprozesse, bspw. in der Glasherstellung, dringend benötigt.
Sie sind aber bisher nur in minimalen Mengen verfügbar und es ist nicht
absehbar, wann sich das ändert. Werden diese knappen Energieträger nun verstärkt
zum Heizen verwendet, kann das leicht zu einem Verteilungswettbewerb und noch
höheren Preisen führen."
Auch die anstehende Umsetzung der EU-Gebäuderichtline, kurz EPBD, wird in den
Eckpunkten erwähnt und legt einen zusätzlichen Fokus auf Sanierungen. Die CDU
hat kürzlich auf ihrem Parteitag beschlossen, die Richtlinie nun zügig in
deutsches Recht umzuwandeln. Für private Haushalte wird sich dadurch nicht viel
ändern. Hauptsächlich wird der Staat in die Pflicht genommen, Sanierungs- und
Energiesparziele zu erreichen oder - positiv für Verbraucher - das
Beratungsangebot für Sanierungen gezielt zu verbessern. Lediglich die
energetisch schlechtesten Nichtwohngebäude, als bspw. Schulen, Büro- oder
Gewerbegebäude, müssen im Laufe der kommenden Jahre Sanierungsmaßnahmen
durchführen und so ihren Energieverbrauch senken. "Die Umsetzung der
EU-Gebäuderichtlinie tut Verbrauchern nicht weh, schafft aber bessere
Rahmenbedingungen für Energiesanierungen im Bestand. Das ist eine positive
Entwicklung", so die Bewertung der RTG. Nun sei eine rasche Umsetzung gefragt.
Die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle ist das gemeinsame Hauptstadtbüro des
Bundesverbands Flachglas, der Industrievereinigung
Rollladen-Sonnenschutz-Automation und des Verbands Fenster + Fassade zusammen
mit den Unternehmen Hunter Douglas, Roma, Somfy, Velux, Veka und Warema. Sie ist
Impulsgeber und Dialogpartner für alle Politikakteure und Stakeholder, die die
bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen gestalten.
Pressekontakt:
Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
Thomas Drinkuth, Leiter der Repräsentanz
mailto:drinkuth@transparente-gebaeudehuelle.de
0160-96228006
Unter den Linden 10
10117 Berlin
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/159102/6223912
OTS: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
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