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Chicago, USA (ots) - Chicago zählt zu den schönsten und aufregendsten Städten
der USA. Architektur, Kulinarik und eine international geprägte Kunstszene
machen die Metropole am Lake Michigan zu einem kulturellen Schwergewicht. Doch
bei aller Vielfalt gibt es einen Klang, der wie kein anderer für diese Stadt
steht: der Chicago Blues.
So selbstverständlich wie der Chicago River durch Downtown fließt, gehört sein
elektrifizierter Sound zur Identität der Stadt. Er ist kulturelles Erbe und
lebendige Gegenwart zugleich und stärkt maßgeblich Chicagos internationalen Ruf
als Musikmetropole.
Die geschichtliche Note
Der Chicago Blues entstand während der Great Migration, als hunderttausende
Afroamerikaner den Süden der USA verließen, um im industrialisierten Norden
Arbeit, bessere Lebensbedingungen und neue Perspektiven zu finden. Chicago wurde
zu einem der wichtigsten Ziele dieser Bewegung. Mit ihnen kam der Delta Blues
aus Mississippi nach Chicago. Im ländlichen Süden war dieser als akustische
Musik mit Gitarre und Mundharmonika entstanden und erklang in der neuen Heimat
zunächst auf Straßen, bei offenen Märkten und in Wohnungen.
In der wachsenden Industriestadt veränderte sich sein Klang. Um sich gegen das
Dröhnen der Großstadt durchzusetzen, wurde die Musik verstärkt. Gitarren und
Mundharmonikas wurden elektrisch, der Rhythmus druckvoller, der Sound urban und
durchsetzungsstark. Der Chicago Blues war geboren.
Zu den frühen Zentren zählten der Maxwell Street Market, der in den 1930er und
1940er Jahren zum Schmelztiegel des neuen Sounds wurde, sowie die Checkerboard
Lounge in Bronzeville, eine prägende Bühne der South Side. Stilbildende
Aufnahmen entstanden im Studio von Chess Records, das den Chicago Blues
international bekannt machte und mit seinen Produktionen die Entwicklung von
Soul und Rock and Roll nachhaltig beeinflusste.
Künstler wie Muddy Waters, Vater des modernen Chicago Blues, Howlin' Wolf mit
seiner markanten Stimme und Willie Dixon als prägender Songwriter und Produzent
formten das Profil des Genres. Genauso stehen Ikonen wie Bo Diddley und Buddy
Guy für die internationale Strahlkraft dieses urbanen Sounds.
Heute gilt Chicago als globale Blues-Hauptstadt und steht synonym für seinen
unverwechselbaren elektrifizierten Klang.
Chess. Ein Haus voller Geschichte
An der 2120 S. Michigan Ave. befindet sich das historische Gebäude von Chess
Records. 1993 restauriert, beherbergt es heute die Willie Dixon's Blues Heaven
Foundation. Das Haus ist Standort des einzigen Blues Museums in Chicago sowie
der Blues Heaven Gallery. Von Juni bis Mitte September lädt der angrenzende
Blues Garden jeden Donnerstag zu kostenlosen Konzerten ein.
Happy Birthday Buddy Guy
Buddy Guy ist einer der letzten großen Vertreter der klassischen
Chicago-Blues-Generation und ein früher Wegbereiter des elektrifizierten Sounds.
30. Juli 1936 in Lettsworth, Louisiana, geboren, zog er 1957 nach Chicago. Als
Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame und mehrfacher Grammy-Preisträger zählt
er zu den prägenden Gitarristen seines Genres. In diesem Jahr wird er 90 und
bleibt mit der Blues-Szene seiner Wahlheimatstadt so eng verbunden wie eh und
je.
Sein Club, Buddy Guy's Legends (700 S. Wabash Ave.), ist weit mehr als eine
Konzertlocation. Er ist Bühne und Treffpunkt der Chicago-Blues-Szene. Jeder
Abend steht hier im Zeichen erstklassiger Live-Musik und ist für sich ein
besonderes Erlebnis, erst recht in den seltenen Momenten, in denen er selbst
noch einmal den Ton angibt.
Hier spielt die Musik
Neben Buddy Guy's Legends prägen zahlreiche weitere Bühnen die Szene.
Kingston Mines (2548 N. Halsted St.) ist seit 1968 eine feste Größe und gilt als
ältester und größter kontinuierlich betriebener Bluesclub der Stadt. Zwei Bühnen
sorgen Nacht für Nacht für Nonstop-Musik bis weit nach 3 Uhr morgens.
Blue Chicago (536 N. Clark St.) in River North steht für elektrifizierten
Chicago Blues und energiegeladene Performances. Künstler wie Koko Taylor, Willie
Kent, Magic Slim oder Eddie Shaw prägten hier das Programm.
House of Blues Chicago (329 N. Dearborn St.) im ikonischen Marina City bringt
den Geist des Mississippi Delta ins Herz von Downtown und verbindet intime
Atmosphäre mit moderner Soundtechnik.
Rosa's Lounge (3420 W. Armitage Ave.) in Logan Square knüpft an die Tradition
der South-Side-Clubs an, in denen der Chicago Blues einst entstand, und bietet
eine Bühne für traditionelle wie moderne Acts.
The Bassment (353 W. Hubbard St.) setzt mit Live-Musik in stilvoller
Lounge-Atmosphäre einen klaren Fokus auf den Blues.
Das Chicago Blues Festival
Seit 1984 feiert Chicago seine Musik mit dem Chicago Blues Festival, dem
weltweit größten kostenlosen Bluesfestival. Jedes Jahr Anfang Juni versammeln
sich mehr als 500.000 Fans im Millennium Park und an weiteren Spielorten der
Stadt. In diesem Jahr vom 4. bis 7. Juni 2026. Das Festival wurde ein Jahr nach
dem Tod von Muddy Waters ins Leben gerufen und widmet sich seit über vier
Jahrzehnten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Genres. Auf den Bühnen
standen Größen wie B.B. King, Etta James, Koko Taylor und Buddy Guy. 2026 zählen
unter anderem Mavis Staples, Christone Kingfish Ingram sowie Tribute-Programme
zu Ehren von B.B. King und Denise LaSalle zu den Höhepunkten.
Weitere Informationen zum Chicago Blues Festival sowie eine vollständige
Übersicht aller Top-Events des Jahres finden sich online unter
https://www.choosechicago.com/things-to-do/festivals-and-special-events/
Über Chicago
Die drittgrößte Stadt Nordamerikas bietet seinen Einwohnern und Besuchern nicht
nur reichlich Glamour und Kultur, sondern auch eine überdurchschnittlich große
Portion Lebensqualität. Berühmt ist die weltoffene Mid-West-Metropole allen
voran für ihre ikonische Architektur, erstklassige Restaurants, weltberühmte
Museen, Musikclubs und Theater. Darüber hinaus findet sich entlang der
kilometerlangen Uferpromenaden des Chicago River und des Lake Michigan sowie in
den mehr als 300 Parks und Grünflächen der Stadt vielseitige Freizeitoasen zum
Entspannen. Wer Chicago wirklich kennenlernen möchte, taucht in den Alltag
seiner 77 Vierteln ein. Hier findet jeder seinen Lieblingsplatz.
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