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Berlin (ots) - 2026 feiert die weißensee kunsthochschule berlin ihr 80-jähriges
Bestehen und richtet mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm den Blick in die
Vergangenheit und in die Zukunft.
Auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladenfabrik Trumpf gründete 1946 der
Metallbildhauer Otto Sticht gemeinsam mit namhaften Künstler*innen die
"Kunstschule des Nordens". Zahlreiche prägende Persönlichkeiten der Anfangsjahre
- darunter Mart Stam, Marianne Brandt, Selman Selmanagic oder Herbert Hirche -
waren eng mit dem Bauhaus verbunden. Sie entwickelten ein interdisziplinäres
Lehrkonzept, das künstlerisches Experiment, handwerkliche Praxis und soziale
Reflexion zusammenführte. Gestaltung verstand die Gründer*innengeneration als
Haltung, als transformative, gesellschaftsverändernde Kraft - ein
Selbstverständnis, das die weißensee kunsthochschule berlin bis heute ebenso
auszeichnet wie die enge Verzahnung von Lehre, Forschung und Praxis.
Entstanden im Geist demokratischer Erneuerung, musste sich die weißensee
kunsthochschule berlin im Laufe ihrer Geschichte immer wieder neuen
Herausforderungen stellen: von politischer Vereinnahmung und ideologischer
Kontrolle in der DDR bis zu tiefgreifenden Transformationsprozessen und
existenziellen Gefährdungen nach 1989. Trotz zahlreicher Krisen hat sie sich zu
einer international profilierten Institution entwickelt, die heute - in Zeiten
gesellschaftlicher Polarisierung - bewusst auf Offenheit, kritische Debatten und
positive Zukunftsentwürfe setzt.
Die weißensee kunsthochschule berlin bildet derzeit mehr als 800 Studierende aus
in den Disziplinen Bildhauerei, Bühnen- und Kostümbild, Malerei, Mode-Design,
Produkt-Design, Textil- und Material-Design und Visuelle Kommunikation sowie in
den weiterbildenden Masterstudiengängen Kunsttherapie und Raumstrategien. Das
klassenfreie System wird ergänzt durch die vertiefende, forschungsbasierte Lehre
in Theorie und Geschichte sowie durch ein Grundlagenjahr. Zu den Absolvent*innen
und Lehrenden zählen international gefeierte Künstler*innen und Gestalter*innen
wie beispielsweise Bärbel Bohley, Christa Petroff-Bohne, Einar Schleef, Erich
John, Daniel Libeskind oder Katharina Grosse.
Anlässlich ihres 80-jährigen Jubiläums lädt die weißensee kunsthochschule berlin
zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Ausstellungen wie "KLASSE IN WEIßENSEE!
Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen"
(https://kunstforum.berlin/ausstellung/klasse-in-weissensee/) in der Stiftung
Kunstforum Berliner Volksbank (11.02.-05.07.2026), "Gestalten für Berlin. Design
aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee" (https://museumderdinge.de/ausstellung
en/gestalten-fuer-berlin-design-aus-der-kunsthochschule-berlin-weissensee/) im
Werkbundarchiv - Museum der Dinge (16.04.2026-22.02.2027) oder die
Jahresausstellung "Rundgang" in der Kunsthochschule (11./12.07.2026) zeigen das
Spektrum an ästhetischer und gestalterischer Praxis. Präsentationen, Symposien
und Vorlesungen beleuchten zudem historische Lehrkonzepte,
Transformationsprozesse nach 1989 und die Frage nach einer kritischen
Kunsthochschule der Zukunft im Spannungsfeld von Kunst, Wissenschaft und
Gesellschaft.
Veranstaltungsprogramm März bis Juli (https://kh-berlin.de/hochschule/80-jahre)
Pressekontakt:
Veronika Breuning
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
weißensee kunsthochschule berlin
Bühringstraße 20, D-13086 Berlin
Telefon: +49 (0)30 47705-222
E-Mail: mailto:presse@kh-berlin.de
Web: kh-berlin.de
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