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ARD-Vorwahlumfrage Landtagswahl Baden-Württemberg: Grüne rücken nah an CDU heran
Am 8. März wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Würde schon am
kommenden Sonntag eine neue Landesvertretung gewählt werden, kämen die Grünen
aktuell auf 27 Prozent (+4 im Vergleich zu Mitte Januar; Landtagswahl 2021: 32,6
Prozent). Die CDU käme auf 28 Prozent (-1; Landtagswahl 2021: 24,1 Prozent). Die
SPD läge bei 7 Prozent (-1 zu Januar, Landtagswahl 2021: 11,0 Prozent). Die FDP
läge bei 6 Prozent (+1 zu Januar; Landtagswahl 2021: 10,5 Prozent). Die AfD käme
auf 18 Prozent (-2 im Vergleich zu Januar; Landtagswahl 2021: 9,7 Prozent). Die
Partei Die Linke käme auf 5,5 Prozent (-1,5 im Vergleich zu Januar; Landtagswahl
2021: 3,6 Prozent). Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 8,5 Prozent (+0,5).
Das hat die repräsentative ARD-Vorwahlumfrage ergeben, für die das
Meinungsforschungsinstitut infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche
1.530 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg befragt hat.
Bei dieser Umfrage handelt es sich ausdrücklich um keine Prognose, sondern um
die politische Stimmung in der laufenden Woche. Die Sonntagsfrage misst aktuelle
Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen
Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am
Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur
bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest. Eine
große Bedeutung hat zudem die letzte Phase des Wahlkampfs mit der gezielten
Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern. Für zwei Drittel aller
Wahlberechtigten (68 Prozent) steht die Wahlentscheidung fest. Jeder siebte
Wahlberechtigte (14 Prozent) in Baden-Württemberg gibt an, dass sich seine
Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Jeder Sechste (18 Prozent)
tendiert zur Nichtwahl bzw. lässt bislang keine Neigung zu einer Partei
erkennen.
Die derzeitige Landesregierung wird mehrheitlich positiv bewertet. 52 Prozent
(+4 zu Januar) sind mit deren Arbeit sehr zufrieden bzw. zufrieden, 45 Prozent
sind weniger bzw. gar nicht zufrieden.
Bei der Zufriedenheit mit der politischen Arbeit sticht der amtierende
Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen hervor: Eine Mehrheit von
59 Prozent ist mit seiner Arbeit aktuell zufrieden oder sehr zufrieden (-2 im
Vgl. zu Oktober 2025). Mit der Arbeit des Spitzenkandidaten der Grünen, Cem
Özdemir, sind aktuell 49 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden (+2 im Vgl. zu
Januar), 40 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit von
CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel sind 23 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden
(+4), 27 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden; 50 Prozent kennen ihn
nicht oder trauen sich keine Bewertung zu. Mit der Arbeit des
AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier sind 14 Prozent sehr zufrieden oder
zufrieden (+4), 33 Prozent zeigen sich weniger oder gar nicht zufrieden, 53
Prozent trauen sich kein Urteil zu. Der SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch kann
17 Prozent (+4) von seiner Arbeit überzeugen, 29 Prozent zeigen sich kritisch;
54 Prozent können seine Arbeit nicht bewerten. Bei dem FDP-Spitzenkandidaten
Hans-Ulrich Rülke äußern 13 Prozent Zufriedenheit mit dessen Arbeit, 31 Prozent
zeigen sich unzufrieden und 56 Prozent trauen sich kein Urteil zu.
Bei der Führung der künftigen Landesregierung wünschen sich aktuell 36 Prozent
(-4 im Vgl. zu Januar) eine CDU-geführte Landesregierung, 34 Prozent (+2)
sprechen sich für einen von den Grünen geführte Regierung aus und unverändert 19
Prozent wollen eine von der AfD geführte Landesregierung. 11 Prozent können oder
wollen sich in dieser Frage nicht festlegen.
Wenn die Befragten bei der Führung der künftigen Landesregierung zwischen CDU
und Grünen entscheiden sollen, wünschen sich 48 Prozent eine CDU-geführte und 34
Prozent eine Grünen-geführte Regierung.18 Prozent können oder wollen sich bei
der Frage nicht festlegen.
Wenn man den Ministerpräsidenten des Landes direkt wählen könnte, läge der
Kandidat der Grünen vor der Konkurrenz. 42 Prozent (+3 zu Januar) würden sich
für Cem Özdemir entscheiden. Für den CDU-Kandidaten Manuel Hagel sprechen sich
21 Prozent aus (+2) und für den AfD-Kandidaten Markus Frohnmaier 11 Prozent
(+2). Gut jeder Vierte (26 Prozent) antwortet mit "weiß nicht" oder macht keine
Angabe.
Wenn die Befragten bei einer Direktwahl des Regierungschefs in dem Bundesland
zwischen den beiden Kandidaten von Grünen und CDU entscheiden sollen, sprechen
sich 43 Prozent für Cem Özdemir aus, 28 Prozent für Manuel Hagel. 29 Prozent
antworten mit "weiß nicht" oder machen keine Angabe.
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Baden-Württemberg
- Fallzahl: 1.530 Befragte
- Erhebungszeitraum: 23.02.2026 bis 25.02.2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag in
Baden-Württemberg Landtagswahl wäre?
- Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Landesregierung in
Baden-Württemberg?
- Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und
Politikern sind. Sind Sie mit der politischen Arbeit von ...?
- Winfried Kretschmann
- Cem Özdemir
- Manuel Hagel
- Andreas Stoch
- Markus Frohnmaier
- Hans-Ulrich Rülke
- Wenn man den Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg direkt wählen könnte,
für wen würden Sie sich entscheiden? Für Cem Özdemir oder für Manuel Hagel
oder für Markus Frohnmaier?
- Und wenn Sie sich zwischen Cem Özdemir und Manuel Hagel entscheiden müssten?
Für wen würden Sie dann stimmen?
- Wenn es nach Ihnen ginge: Welche Partei sollte die nächste Landesregierung in
Baden-Württemberg führen?
- Und wenn Sie sich zwischen Grünen und der CDU entscheiden müssten? Wer sollte
dann die nächste Landesregierung führen?
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Pressekontakt:
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Tel. 0221 220 7100
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OTS: ARD Das Erste
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