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Ökonom Hüther: Rente mit 70 womöglich nicht notwendig / IW-Direktor: "Steigt die Lebenserwartung nicht, bleibt es bei den 67 Jahren" - Kopplung an Beitragsjahre "völlig falscher Ansatz"

28.02.2026 03:05 Uhr Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots) - Osnabrück. Die von der Rentenkommission anvisierte Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre wäre nach Einschätzung von Ökonom Michael Hüther bei einer stagnierenden Lebenserwartung nicht notwendig. Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) plädierte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Samstagsausgabe) für eine "Bindung des Rentenzugangsalters an die weitere Entwicklung der Lebenserwartung" und ergänzte: "Steigt diese nicht, bleibt es bei den 67 Jahren. Steigt die Lebenserwartung, müssten alle, die können, etwas länger arbeiten. Das Verhältnis von Arbeitsperiode zu Rentenperiode kann mit 3 zu 1 in der Balance gehalten werden."

Den Vorschlag des Ökonomen und Beraters von Finanzminister Lars Klingbeil, Jens Südekum, das Renteneintrittsalter an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln, nannte Hüther "den völlig falschen Ansatz". Bislang sei die Beitragsleistung ausschlaggebend. "Wenn die Renten nun auch von Qualifikation oder Laufzeit abhängig gemacht werden, würde die Rentenversicherung individualisiert. Das ist ein Systembruch, der nicht hilft", sagte der IW-Direktor zu noz.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6225807 OTS: Neue Osnabrücker Zeitung


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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