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Stuttgart/München/Mainz/Karlsruhe (ots) - Finanzierungsgeschäft gesteigert /
Bauspargeschäft normalisiert / Immobilienvermittlungen über eine Milliarde Euro
Im vergangenen Jahr konnte die LBS Landesbausparkasse Süd ihr
Finanzierungsneugeschäft auf einem hohen Niveau weiter ausbauen. Insgesamt
wurden Kredite mit einem Volumen von rund 3,2 Mrd. Euro bewilligt (Vorjahr: 3,1
Mrd. Euro). Mit knapp 1,8 Mrd. Euro entfiel mehr als die Hälfte davon auf
Bauspardarlehen.
"Das Volumen der bewilligten Bauspardarlehen hat sich in den vergangenen drei
Jahren annähernd verdreifacht. Diese Entwicklung belegt den Kernnutzen des
Bausparens. Unsere Kundinnen und Kunden profitieren von fixen Darlehenszinsen,
die deutlich unterhalb des erhöhten Zinsniveaus liegen", sagt Stefan Siebert,
Vorstandsvorsitzender der LBS Süd.
Annähernd 1,5 Mrd. Euro der LBS-Bewilligungen waren Kredite für Vor- und
Zwischenfinanzierungen sowie sonstige Baudarlehen. Der Kreditbestand betrug zum
Jahresende 25,5 Mrd. Euro.
Normalisierung im Bausparneugeschäft
2025 schlossen die Menschen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz
rund 180.000 LBS-Verträge über eine Netto-Bausparsumme von 10,6 Mrd. Euro ab
(Vorjahr: 13,9 Mrd. Euro).
"Nach den Rekordabsätzen in Folge der abrupten Zinswende hat sich der
Bausparmarkt und mit ihm das LBS-Neugeschäft in den vergangenen zwei Jahren
wieder normalisiert. Den Marktanteil in ihrem Geschäftsgebiet konnte die LBS Süd
auch in einem insgesamt rückläufigen Markt mit 37,3 Prozent auf dem guten Niveau
des Vorjahres (37,2 Prozent) halten", sagt Siebert. Der Bestand an
Bauspareinlagen lag zum Ende des Jahres bei 32,1 Mrd. Euro.
Immobiliengeschäft zieht weiter an
Auf dem Immobilienmarkt setzt sich die 2024 begonnene Erholung fort. Das
gesunkene Preisniveau und der stabilisierte Zinskorridor von drei bis vier
Prozent tragen wesentlich zur Belebung des Marktgeschehens bei. Diese positive
Entwicklung spiegelt sich auch im erneut erfolgreichen Geschäftsergebnis der LBS
Immobilien GmbH Südwest wider.
Die Tochtergesellschaft der LBS Süd ist der größte Wohnimmobilienmakler im
Geschäftsgebiet Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sie vermittelte im
vergangenen Jahr
3.318 Objekte (Vorjahr: 3.230) über ein Gesamtvolumen von gut einer Milliarde
Euro (Vorjahr: 951 Mio. Euro). Mit rund 90 Prozent kommt der weit überwiegende
Teil der vermittelten Häuser und Wohnungen aus dem Bestand. Hier schließt sich
nach dem Eigentumserwerb oft noch eine energetische Sanierung oder
Modernisierung an.
Im Geschäftsgebiet Bayern werden die gesamten Immobilienvermittlungen der
Sparkassen-Finanzgruppe, also auch der LBS, über die
Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH ab-gewickelt. Diese wird ihre Zahlen im
April veröffentlichen.
Milliarden für den Wohnungsbau ausgezahlt
Die Dynamik auf dem Immobilienmarkt zeigt sich auch in den anhaltend hohen
Kreditauszahlungen der LBS Süd. Diese beliefen sich auf 3,2 Mrd. Euro. Inklusive
der Bausparguthaben stellte die LBS Süd ihren Kundinnen und Kunden im
vergangenen Jahr rund 7,5 Mrd. Euro für den Eigenheimerwerb sowie Bau- und
Modernisierungsvorhaben zur Verfügung.
Darüber hinaus hat die Vermittlerplattform Forum Direktfinanz, an der die LBS
Süd beteiligt ist, im vergangenen Jahr insgesamt ein Kreditvolumen in Höhe von
2,5 Mrd. Euro (+ 36 %) vorrangig an die Sparkassen vermittelt und damit die
Kompetenz der LBS als Dienstleister rund um die Immobilie gestärkt.
Verwendung der LBS-Kredite
Der häufigste Verwendungszweck für die Kredite der LBS Süd im vergangenen Jahr
war mit rund 45 Prozent des bewilligten Darlehensvolumens die Entschuldung. An
zweiter Stelle folgen mit gut 30 Prozent der Kauf einer Wohnung, eines
Eigenheims oder eines Mehrfamilienhauses. Für Modernisierungen wurden mehr als
13 Prozent und für die Finanzierung von Neubauten nur rund 6 Prozent des
Darlehensvolumens verwendet.
Dies verdeutlicht die anhaltende Zurückhaltung im Neubau und die Dynamik im
Bestandsmarkt. Mit 143.000 Euro liegt die durchschnittliche Darlehenssumme pro
Vertrag im Kauf und Neubau erwartbar klar über der für Modernisierungsmaßnahmen,
wo sie knapp 27.000 Euro beträgt.
LBS Süd mit Ausbildungsrekord
Die Anzahl der Beschäftigten bei der LBS Süd ist im vergangenen Jahr um knapp
fünf Prozent auf 1.615 angestiegen. Hinzu kommen 763 Beraterinnen und Berater im
Außendienst, die mit der LBS zusammenarbeiten. Grund für das Wachstum waren vor
allem die spezifischen Anforderungen im regulatorischen und aufsichtsrechtlichen
Bereich sowie die große Zahl an Ausbildungsplätzen.
Bei der Personalgewinnung setzt die LBS vorrangig auf die Ausbildung im eigenen
Haus. Derzeit absolvieren 140 junge Menschen (Vorjahr: 111) in sechs Berufen und
zwei Studiengängen ihre Ausbildung bei der LBS Süd. Allein im vergangenen Jahr
starteten an den vier Standorten Stuttgart, München, Karlsruhe und Mainz
insgesamt 69 neue Auszubildende, so viele wie noch nie. "Angesichts des
anstehenden Generationswechsels in der LBS dürfen sich unsere Nachwuchskräfte
über gute Perspektiven für ihren Berufsstart freuen", ist Stefan Siebert
überzeugt.
Ein Jahr EZB-Aufsicht
Mit der Fusion von LBS Südwest und LBS Bayern zur LBS Süd war der Wechsel unter
die direkte Beaufsichtigung der Europäischen Zentralbank (EZB) verbunden. Diese
Veränderung wurde zum 1. Januar 2025 wirksam.
"Spannende erste 14 Monate unter der neuen Aufsicht liegen hinter uns. In dieser
Zeit haben wir viel gelernt, Erfahrungen gesammelt und uns kennengelernt," so
LBS-Chef Siebert. Die neuen regulatorischen Vorgaben und Prozesse sind
anspruchsvoll, der Aufwand für die LBS Süd und die personelle Beanspruchung
dementsprechend hoch. Das wird auch im laufenden Jahr so bleiben. "2026 werden
wir den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und erwarten einen großen
Schritt in Richtung Regelbetrieb bei der EZB-Beaufsichtigung", sagt Siebert.
Größte technische Fusion der Landesbausparkassen vollzogen
Die Zusammenführung der beiden Bausparbestände der Vorgängerinstitute LBS
Südwest und LBS Bayern war der letzte große Baustein im Rahmen der Fusion. Damit
ist die LBS Süd nun auch technisch gesehen ein gemeinsames Haus.
Insgesamt wurden die Daten von 2,6 Millionen Bausparerinnen und Bausparern mit
3,6 Millionen Verträgen zu einem gemeinsamen Gesamtbestand zusammengeführt. Die
größte technische Fusion in der Geschichte der Landesbausparkassen ist
reibungslos und ohne nennenswerte Nacharbeiten verlaufen. "Das ist nicht
selbstverständlich. Wir haben hier auch von den Erfahrungen und dem Knowhow
unseres Dienstleisters Finanz Informatik GmbH profitiert", betont Siebert.
Für alle Kundinnen und Kunden der LBS in Baden-Württemberg, Bayern und
Rheinland-Pfalz bedeutet das noch mehr Service aus einer Hand durch den
LBS-Außendienst und die Sparkassen vor Ort. Denn mit der technischen Fusion
konnte auch eine Vielzahl an Anwendungen und Prozessen vereinheitlicht werden.
"Das ist nicht nur gut für die Zusammenarbeit mit unserem Vertrieb, sondern
macht uns vor allem auch noch besser und schneller bei der Bearbeitung der
Wünsche und Anliegen unserer Bausparerinnen und Bausparer," erklärt der
LBS-Chef.
Den abschließenden Schritt im Fusionsprozess zur LBS Süd bildet im laufenden
Jahr die IT-Konsolidierung und Weiterentwicklung. Dabei spielt die KI eine
zunehmend wichtige Rolle, sowohl in der Kundenbetreuung als auch in der
Optimierung von internen Prozessen zum Beispiel im Dokumentenmanagement.
Betriebsergebnis legt zu
Das vorläufige Betriebsergebnis 2025 der LBS Süd liegt bei knapp 100 Mio. Euro
und hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2024: 55 Mio. Euro). Das
gute Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Zinsüberschuss
aufgrund des aktuellen Zinsniveaus. Zugleich war das vergangene Jahr aber auch
von Sonderbelastungen gezeichnet wie der technischen Fusion und dem
EZB-Onboarding. "Der Zinsüberschuss bestätigt uns auf der Ertragsseite, dass
sich das Geschäftsmodell Bausparen insgesamt wieder normalisiert", so Siebert.
Wohnen braucht verlässliche Unterstützung
Die aktuellen Problemstellungen am Wohnungsmarkt sind vielfältig. Erstens fehlen
ausreichend Wohnungen gerade im wirtschaftsstarken Süden Deutschlands. Zweitens
bedarf der Immobilienbestand in Deutschland, der aufgrund des fehlenden Neubaus
immer wichtiger für die Wohnraumversorgung wird, zu einem großen Teil einer
energetischen Modernisierung . Und drittens sind die Gesamtkosten für den Erwerb
von Wohneigentum mittlerweile so hoch, dass die eigenen vier Wände für einen
größer werdenden Teil der Bevölkerung außer Reichweite geraten.
Stefan Siebert: "Zwar steigen erstmals seit Jahren die Baugenehmigungen wieder
leicht an, aber dies allein wird nicht reichen, um die Situation auf dem
Wohnungsmarkt nachhaltig zu verbessern. Wichtig sind deshalb verlässliche
staatliche Rahmenbedingungen, die den positiven Trend zu einer stabilen
Aufwärtsentwicklung verstärken und verstetigen."
Ein erster richtiger Schritt war der Bau-Turbo der Bundesregierung. Folgen muss
jetzt eine stabile Förderkulisse. "Darüber hinaus sollte über den Verzicht der
Grunderwerbssteuer beim Ersterwerb nachgedacht werden. Damit könnten
insbesondere jüngere Menschen und Familien wieder eine Perspektive für die
eigenen vier Wände bekommen", sagt Siebert. Wichtig ist, dass nicht nur
Einzelmaßnahmen, sondern ein stimmiges Gesamtpaket auf den Weg gebracht wird.
Sonst werden Wohnungspreise und Mieten auch in diesem Jahr wieder
überdurchschnittlich steigen.
Um den Sanierungsstau im Gebäudebestand aufzulösen, braucht es neben einer
substanziellen Förderung auch passende Produkte und vor allem eine kompetente
Beratung - zur Finanzierung, aber auch rund um energetische Themen. Welche
Maßnahmen in welcher Reihenfolge umzusetzen sind, entscheidet oft über den
Erfolg einer Modernisierung.
Die LBS bietet deshalb einen Vermittlungsservice für Energieberatungen an. Über
diesen können Kundinnen und Kunden den Kontakt zur Energie-, Förder- sowie
Finanzierungsberatung herstellen und werden bis zur Umsetzung der jeweiligen
Sanierungsmaßnahmen begleitet. "Wie groß der Bedarf ist, spüren wir ganz konkret
an der steigenden Zahl an Kundinnen und Kunden, die diesen Service nutzen,"
erläutert Siebert.
Ausblick
Die LBS Süd steht bereit, in ihrem Geschäftsgebiet einen substanziellen Beitrag
insbesondere bei der Finanzierung der anstehenden Wohnbauinvestitionen zu
leisten. Stefan Siebert ist überzeugt: "Bausparen ist wie geschaffen, um auch
bei schwierigen Rahmenbedingungen Sicherheit und Planbarkeit in jede
Finanzierung zu bringen."
Die hohe Nachfrage nach Bauspardarlehen zeigt: Wer vor zehn Jahren trotz
Niedrigzinsphase auf den Bausparvertrag gesetzt hat, profitiert jetzt bei seiner
Finanzierung von dessen günstigen Zinsen. Entscheidend dafür ist aber das
Festhalten an den eigenen langfristigen Zielen. "Zum Immobilienerwerb gehört
ausreichend Eigenkapital, das ich mir über die mehrjährige Ansparzeit beim
Bausparen erwerbe", sagt Stefan Siebert.
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OTS: LBS Landesbausparkasse Süd
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