Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Deutschland

Top-News



Patientenversorgung in neuen Strukturen: Das KRH Klinikum Region Hannover ist im Rahmen der Medizinstrategie 2030 mit neun Standorten im Zeitplan (FOTO)

2.03.2026 18:35 Uhr KRH Klinikum Region Hannover GmbH

Hannover (ots) - "Wir bauen Zukunft!" Unter dieser Prämisse hat das KRH Klinikum Hannover 2023 seine Medizin Strategie 2030 gestartet - etliche Projekte auf dem Weg zu einer modernen und wirtschaftlichen Parientenversorgung sind bereits erfolgreich gestartet. Immense Herausforderungen für Deutschlands Krankenhäuser: Investitionsstau, Fachkräftemangel, zunehmender Trend zu ambulanten Behandlungen und steigende Ansprüche an die Behandlungs- und Pflegequalität dazu knappe Klinikkassen, Einsparpläne von Bund und Kassen, überfüllte Notaufnahmen: Kliniken müssen neu denken, und das Klinikum Region Hannover justiert sich bereits seit Jahren neu für die Zukunft. 2023 hat der Krankenhausverbund seine Medizinstrategie 2030 gestartet - mit weitreichenden Modernisierungen, Zusammenlegungen und Neubauten an neun Standorten. Und dass die Umsetzung der Projekte auf einem sehr guten Weg ist, haben die KRH Geschäftsführer Dr. Matthias Bracht (Medizin) und Barbara Schulte (Finanzen und Infrastruktur), sowie Regionspräsident und Aufsichtsratsvorsitzender Steffen Krach kürzlich im Rahmen eines Hintergrundgesprächs für Medienvertreterinnen und -vertreter bestätigt. Außerdem haben sie einen Überblick über die aktuell laufenden Bauprojekte gegeben.

Insgesamt investieren Klinikum, Region und das Land Niedersachsen in einem hohen dreistelligen Millionenbereich, um die neun Standorte zu modernisieren, neue Schwerpunkte zu setzen und teilweise baulich zu ersetzen. "Wir konnten jetzt auch endlich mit den Baumaßnahmen in Gehrden beginnen", sagt Regionspräsident Steffen Krach (SPD) und bezieht sich dabei auf den kürzlich durchgeführten symbolischen Spatenstich. Eine Klage von Anliegern hatten diesen Start verzögert. Auch das Go für den Klinikneubau in Großburgwedel habe der Planungsausschuss gegeben, so Krach. In Lehrte seien zudem die Nachnutzung der Klinik als Gesundheitscampus sowie die 25 Millionen Euro dafür gesichert. Der Regionspräsident betonte zudem den vorausschauend frühen Start der Umsetzung vieler Vorhaben. "In der schwierigen Lage und der Finanznot der meisten Kliniken habe wir das Problem bereits vor zweieinhalb Jahren vergleichsweise früh angepackt." Die Bettenzahl insgesamt werde mit der Medizinstrategie von 2.400 auf 1.750 reduziert, "aber die Konzentration schafft Spielräume", betont der Medizinische Geschäftsführer des KRH Matthias Bracht.

Auch gesetzliche Rahmenbedingungen auf Landes- und Bundesebene sowie die Krankenhausfinanzierung zielen auf eine stärkere Spezialisierung der angebotenen Leistungen in größeren Kliniken ab - bei gleichzeitiger Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung. Das KRH ist einer der ersten kommunalen Klinikverbünde, der mit strategischer Neuausrichtung reagiert; damit wird das Unternehmen perspektivisch zu einem der modernsten Klinikkonzerne Deutschlands.

"Die Medizinstrategie 2030 bietet Menschen in der Region Hannover auch in Zukunft hochmoderne Gesundheitsversorgung aus kommunaler Hand", betont KRH Geschäftsführerin für Finanzen und Infrastruktur Barbara Schulte. Dazu werde ein breit gefächertes, abgestuftes Versorgungsangebot in Grund- und Regelversorgung, Schwerpunktversorgung und Maximalversorgung benötigt - bei sinnvoller Ergänzung durch neue Versorgungsformen, die die Lücke zwischen ambulantem und stationärem Bereich schließen helfen.

"Dafür ist heute nicht mehr die gesamte Breite der Medizin an jedem Krankenhausstandort nötig", betont Mediziner Bracht. Qualität und Versorgungsmöglichkeiten im KRH Netzwerk können durch Konzentration von Ressourcen für bestimmte Leistungen an einzelnen Standorten und Bildung von Behandlungsschwerpunkten gewährleistet werden.

Die Pläne führen zudem zu stärkerer Versorgungssicherheit in der Notfallversorgung: "Denn nur entsprechende Zentren können sehr komplexe Notfälle versorgungs- und qualitätsgesichert erbringen - wie etwa Herzkatheter bei akutem Herzinfarkt oder Entfernung von Blutgerinnseln bei akutem Schlaganfall", so Dr. Bracht.

So sehen die aktuellen Bauvorhaben im Einzelnen aus:

Neubau Regionales Gesundheitszentrum (RGZ) in Lehrte

Das Konzept sieht eine Kombination aus ambulanten und stationären Leistungen vor, ergänzt durch Angebote von Partnern. Auf gut 3.100 Quadratmetern sollen ab Sommer 2026 Praxen für Allgemeinmedizin, Urologie sowie Radiologie untergebracht werden. Zudem wird es zehn stationäre Betten geben, drei ambulante OPs, eine Physiotherapie sowie 26 Dialyse-Plätze.

Klinikum Robert Koch Gehrden

Das Klinikum in Gerden wird umfassend modernisiert. Ein Ersatzneubau soll zudem den alten Teil der Klinik mit einer Kapazität von 250 Betten ersetzen. Die Arbeiten haben begonnen, nach Fertigstellung beider Bauabschnitte werden in Gehrden 349 Betten zur Verfügung stehen. Der Standort wird zudem als Schwerpunktversorger gestärkt. Dafür zieht die Neurologie von Laatzen nach Gehrden, zudem wird das palliativmedizinische Angebot ausgeweitet. Die medizinischen Funktionen in Gehrden fokussieren sich künftig auf interdisziplinäre Endoskopie und Elektivaufnahme, acht Pflegestationen mit Intermediate Care sowie einem zentralen OP-Bereich, auf die Geburtshilfe, das Labor und Herzkathetermessplätze. Die Kosten von 255,55 Millionen Euro tragen Land, Region sowie KRH.

Pharmazie der Zukunft

Am Siloah entsteht eine der größten Krankenhausapotheken in Niedersachsen, die künftig 4.000 Planbetten versorgen wird - Gesamtkosten 35,75 Millionen Euro. Die Fläche beträgt rund 4.500 Quadratmeter, das Erdgeschoss wird als Lager, Warenannahme und -ausgabe und für das vollautomatisiertes Verteilsystem genutzt, im ersten Stock sitzen Unit Dose, Verwaltung sowie das Labor für sterile Arzneimittelherstellung. Im Juni 2026 soll die Zentralapotheke ihren Betrieb am neuen Standort aufnehmen.

Neubau Klinikum Großburgwedel

Auf der grünen Wiese entsteht ein Klinikneubau, der die Standorte Lehrte und Großburgwedel zusammenführt. Der Neubau mit insgesamt 285 Betten soll sich zum Schwerpunktkrankenhaus entwickeln. Dazu gehören sechs Normalstationen für acht Fachbereiche, darunter Geriatrie und Wochenbett. Des Weiteren werden ein zentraler OP-Bereich, Interventionszentrum, Notaufnahme sowie eine interdisziplinäre Kurzaufnahmestation etabliert. Baubeginn soll Sommer 2026 sein, die Bauzeit wird auf sechs bis acht Jahre geschätzt, die erwarteten Gesamtkosten auf rund 250 Millionen Euro.

Psychiatrie Wunstorf

Hier soll es zügig vorangehen, der veraltete Standort soll in Modulbauweise ersetzt werden. Die neue Psychiatrie für Erwachsene mit sechs Stationen kann daher bereits 2027 starten. Die Kosten betragen rund 87,5 Millionen Euro.

Klinikum Agnes Karll Laatzen

Der Standort Laatzen wird als Grund- und Regelversorger fortgesetzt und um ambulante Angebote sowie Nachsorgemöglichkeiten ergänzt. Im Fokus steht der Umbau der zentralen Notaufnahme. Die Bauarbeiten für das 6,7 Millionen Projekt haben bereits begonnen und sollen Mitte 2027 abgeschlossen sein. "Die Umsetzung ist allerdings herausfordernd, da die Notaufnahme im Betrieb umgebaut werden muss, damit keine Versorgungslücken entstehen", so Geschäftsführerin Schulte.

Klinikum Mitte

Die KRH Standorte Nordstadt und Siloah werden am Standort Siloah zu einem Maximalversorger, dem Klinikum Mitte zusammengeführt. Insgesamt wird es 830 Betten geben und Fachdisziplinen wie Urologie, Gefäßchirurgie, Geriatrie, Gynäkologie, Nephrologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Onkologie, Pneumologie Unfallchirurgie/Orthopädie, Neuroradiologie und - chirurgie, Palliativmedizin, HNO, Augenheilkunde und Neurologie werden am Standort Siloah angeboten. "Hier stehen wir mit der Planung noch ganz am Anfang", betont Schulte. Sie rechnet mit einer Bauzeit von gut acht Jahren, die Gesamtkosten sind noch nicht ermittelt.

Klinikum Wunstorf - Kinder und Jugendpsychiatrie

"Es gibt auch schon Bauprojekte, die abgeschlossen sind", sagt Schulte. Das gilt für den Neubau (16,67 Millionen Euro) der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die im Frühjahr 2024 ihre Arbeit aufgenommen hat. Die Einrichtung fokussiert sich auf Tagesklinik, Krisenstation sowie teilstationäre Betreuung.

Pressekontakt:

i.V. Matthias Pusch Geschäftsbereichsleiter und Pressesprecher Unternehmenskommunikation | Marketing

Klinikum Region Hannover GmbH Stadionbrücke 6 30459 Hannover Tel. 0511 906 6500 mailto:kommunikation@krh.de http://www.krh.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181271/6227295 OTS: KRH Klinikum Region Hannover GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - KRH Klinikum Region Hannover GmbH
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung