|
Berlin (ots) - Krieg bis zum Sieg oder Untergang der islamischen Republik? Das
scheint die selbstmörderische Kriegstaktik des neuen iranischen Führungstrios zu
sein. Dabei klingt "Kriegstaktik" so, als folgte die arg beschädigte iranische
Militärspitze einem ausgearbeiteten Plan. Irans Kriegskalkulation sieht
augenscheinlich folgendermaßen aus: Durch die recht wahllosen Angriffe mit
Mittelstreckenraketen und Kamikaze-Drohnen richtet der Iran mehr oder weniger
schwere Zerstörungen in seinen unmittelbaren Nachbarländern an; Raffinerien,
Kraftwerke, Hotels, Militärstützpunkte geraten unter Beschuss. Glücklicherweise
sind die Zahlen von Toten und Verletzten noch relativ gering, doch könnten diese
schnell steigen, sollte der Beschuss intensiviert werden.
Vor allem aber scheint das nach der Tötung von Ali Khamenei eingesetzte
Führungstrio den Krieg für alle unbeteiligten Dritten so teuer machen zu wollen,
dass diese sogar selbst in den Krieg eintreten oder aber, so wohl die
vorherrschende Überlegung, die USA und Israel dazu drängen, die Angriffe
einzustellen. Wie realistisch das ist, lässt sich schwer sagen. Fakt ist, dass
die arabischen Golfstaaten sich beachtlich ruhig verhalten und ihre Verärgerung
über die iranischen Angriffe nur verbal zum Ausdruck bringen. Das könnte sich
aber schnell ändern, sollte Saudi-Arabien zurückschießen, weil die Geschäfte mit
Öl und Tourismus stark kompromittiert werden.
Der iranischen Führung ist bewusst, dass das Land keine Chance hat gegen die
militärische Übermacht Israels und der USA. Umso skrupelloser handelt sie
gegenüber der eigenen Bevölkerung, die keine Schutzräume hat, um sich in
Sicherheit zu bringen. Aber das ist man vom iranischen Regime gewohnt. Nach dem
Krieg wird die Infrastruktur zerstört sein, die Anzahl der Toten wird in die
Hunderte, wenn nicht Tausende gehen.
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/59019/6227324
OTS: nd.DerTag / nd.DieWoche
|