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Berlin/Bonn (ots) - Der iranisch-deutsche Politiker und Bundestagsvizepräsident
Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) sieht das Regime im Iran als geschwächt,
jedoch nicht gefallen. Man müsse abwarten, "wie groß die Mobilisierungsfähigkeit
dieses Regimes jetzt noch ist. Das ist derzeit nicht ganz klar, aber ich kann
einfach sehen, dass das Regime massiv erschüttert ist. Aber gefallen ist es noch
nicht", sagte der Grünen-Außenpolitiker im Fernsehsender phoenix. Das Regime
habe zwar für die Zeit nach dem Tod des Obersten Führers Ali Chamenei
vorgesorgt, aber "natürlich ist die neue Führung nicht die gleiche und hat auch
nicht die Autorität, die Expertise und die Erfahrung. Und natürlich müssen die
Abläufe erstmal sitzen und das gilt nicht nur für die politische Führung, das
gilt erst recht für die militärische Führung. Ja, die können bis zum fünften
Glied der Kette Gardisten und ihre Kommandostrukturen ersetzen, aber ob der
fünfte in der Reihe tatsächlich auch so gut ist wie der erste, das ist nicht
gesagt", so Nouripour.
Krieg sei nie etwas, "was die Welt verbessert", aber die Menschen hätten
"möglicherweise danach eine Möglichkeit, ein Zeitfenster", sagt der
Grünen-Politiker. Für viele im Iran sei "der Grundeindruck da, dass egal was
passiert, es kann danach nur besser werden". Unabhängig davon wie man zu der
Aktion der Israelis und Amerikaner stehe, zeigten die Angriffe des Iran auf
zwölf Länder, "dass das ein hochaggressives Regime ist, das uns alle bedroht."
Ebenfalls unklar sei auch, wie die Amerikaner sich nun weiter verhalten würden.
"Die Amerikaner - und das hat nichts mit der Trump-Regierung alleine zu tun -
haben ja keine Tradition, dass man von denen annimmt, dass sie im Nahen Osten
wissen, was sie auch am Tag nach Militäraktionen wollen oder tun wollen oder
einen Plan dafür haben. Das ist natürlich immer ein Grund zur Sorge."
Das ganze Gespräch sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/CAa (https://eur02.safel
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