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Düsseldorf (ots) - Die Uhr tickt: Die dreimonatige Registrierungsfrist nach dem
neuen NIS-2-Umsetzungsgesetz läuft am 6. März 2026 ab. Bis dahin müssen sich
betroffene Unternehmen beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSI) registrieren. Vor diesem Hintergrund veröffentlicht das Institut der
Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) ein neues Knowledge Paper, das
Unternehmen bei der Implementierung des NIS-2-Umsetzungsgesetzes unterstützt.
Seit Dezember 2025 gilt in Deutschland das NIS-2-Umsetzungsgesetz - ein
entscheidender Bestandteil der europäischen Strategie zur Stärkung der
Cybersicherheit. Die Neuregelung erweitert den Anwendungsbereich des
BSI-Gesetzes (BSIG) erheblich: Die Zahl der betroffenen Organisationen steigt
von rund 4.500 auf etwa 29.500. Damit geraten erstmals auch zahlreiche
mittelständische Unternehmen aus unterschiedlichsten Sektoren in den
Geltungsbereich.
"Für viele Unternehmen bedeutet das NIS-2-Umsetzungsgesetz einen tiefen Eingriff
in bestehende Strukturen. Die Anforderungen sind anspruchsvoll - gleichzeitig
bieten sie die Chance, Informationssicherheit nachhaltig und professionell zu
verankern", erklärt Melanie Sack, Vorstandssprecherin des IDW. "Es ist wichtig,
dass Unternehmen jetzt zügig Transparenz schaffen: Bin ich betroffen? Welche
Pflichten gelten? Wo habe ich Handlungsbedarf? Genau dabei unterstützt unser
Knowledge Paper."
Das Gesetz verpflichtet betroffene Unternehmen, umfangreiche Risikomanagement-,
Registrierungs- und Meldeprozesse einzuführen oder bestehende Strukturen an den
Stand der Technik anzupassen. Dazu zählen u.a. dokumentierte Risikoanalysen,
Konzepte zur Bewältigung von Sicherheitsvorfällen, Maßnahmen zur
Lieferkettensicherheit, Backup- und Notfallmanagement sowie
Mitarbeiterschulungen. Betreiber kritischer Anlagen müssen zudem Systeme zur
Angriffserkennung einsetzen.
Eine besondere Herausforderung stellen die neuen Meldefristen dar: Unternehmen
müssen erhebliche Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 Stunden melden, innerhalb
von 72 Stunden aktualisierte Informationen bereitstellen und nach einem Monat
eine Abschlussmeldung einreichen. Wer betroffen ist, muss sich innerhalb von
drei Monaten beim BSI registrieren. Diese Frist läuft am 6. März 2026 ab.
Das Knowledge Paper bietet Unternehmen praxisorientierte Hilfestellung: Von der
ersten Betroffenheitsprüfung über die Analyse zentraler Pflichten bis hin zu
operativen Handlungsempfehlungen wie Gap-Analysen, Prozessanpassungen und
Mitarbeiterschulungen.
"Cybersicherheit entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor.
Unternehmen, die jetzt strukturiert vorgehen, erhöhen nicht nur ihre Resilienz
gegenüber Angriffen, sondern stärken auch das Vertrauen von Kunden und
Partnern", betont Melanie Sack. "Wirtschaftsprüfer können Unternehmen bei der
Umsetzung wesentlich unterstützen - etwa durch Betroffenheitsanalysen,
Gap-Analysen, die Weiterentwicklung von Risiko- und Compliance-Strukturen sowie
durch unabhängige Beurteilungen der implementierten Maßnahmen. Unser Ziel ist
es, Unternehmen zu befähigen, die Vorgaben des Gesetzes pragmatisch und
wirkungsvoll umzusetzen."
- IDW Knowledge Paper (https://www.idw.de/idw/medien/idw-knowledge-paper/)
Pressekontakt:
Holger Externbrink
Director Communications
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Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW)
Roßstr. 74, 40476 Düsseldorf
T: +49 211 4561 427
mailto:holger.externbrink@idw.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/115568/6228181
OTS: Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW)
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