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Bad Homburg (ots) - Adipositas ist eine der größten gesundheitlichen
Herausforderungen unserer Zeit: Deutschlandweit ist rund jeder fünfte Erwachsene
betroffen - eine Entwicklung, die Berlin nahezu gleichermaßen trifft. Doch
während die medizinische Forschung die biologischen Ursachen längst versteht,
kämpfen Betroffene oft gegen eine unsichtbare Barriere aus Vorurteilen und
sozialer Ausgrenzung. Pünktlich zur Woche des Welt-Adipositas-Tages (4. März)
setzt die Initiative #gutbehandelt von Lilly Deutschland ein Zeichen für den
notwendigen Perspektivwechsel. Im "Masumi Space" am Kurfürstendamm eröffnete
heute eine interaktive Erlebniswelt, die unter dem Motto "Mach den ersten
Schritt" die tägliche Last der Erkrankung greifbar macht.
Wer den Masumi Space betritt, findet keine klassische Medizin-Ausstellung vor.
Die Installation führt die Besucher:innen von der sozialen Isolation hin zur
medizinischen Selbstbestimmung. Zentrales Element ist der "Tunnel der
Isolation": Er macht emotional nachempfindbar, wie Stigmatisierung und
vorurteilsbehaftete Reaktionen den Alltag Betroffener prägen. Ziel ist es, den
Fokus weg vom Image des "Lifestyle-Problems" zu rücken und Adipositas als das zu
zeigen, was es ist: eine behandelbare, chronische Erkrankung.
Schluss mit dem Mythos Willenskraft
Doch die interaktive Erlebniswelt ist weit mehr als eine Dokumentation der
Hürden; sie ist ein dringender Appell an Medizin und Gesellschaft - eine
Forderung, die auch bei der heutigen Eröffnung im Zentrum stand. "Adipositas ist
eine chronische, behandelbare Erkrankung - und dennoch erleben viele Betroffene,
dass das medizinische Wissen sie im Alltag noch nicht erreicht. Diese Lücke
zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und gelebter Versorgung wollen wir
schließen", erklärte Dr. Alexander Horn, Geschäftsführer von Lilly Deutschland.
"#gutbehandelt steht für einen respektvollen, vorurteilsfreien Umgang und für
Prävention im besten Sinne: frühzeitig Orientierung und Unterstützung zu geben,
damit Menschen den ersten Schritt in eine professionelle Versorgung gehen
können."
Dass dieser Anspruch auf festen medizinischen Fakten beruht und nichts mit
mangelnder Willenskraft zu tun hat, unterstrich Felix Berndt, als Arzt und
Influencer "DocFelix" bekannt: "Adipositas ist keine reine Willensfrage - sie
ist eine multifaktorielle Erkrankung. Gene, Hormone, Schlaf, Stress und sogar
die Darm-Hirn-Achse beeinflussen, wie viel Hunger wir haben, wie satt wir werden
und wie unser Körper Energie speichert. Und genau deshalb reicht es nicht, nur
auf einen Faktor zu schauen. Ernährung und Bewegung sind keine Nebensache - sie
sind die Grundlage. Aber sie wirken in einem biologischen System, das komplexer
ist, als viele denken."
Dieser wissenschaftliche Blick bildet das Fundament für eine vertrauensvolle
Begegnung zwischen Arzt und Patient. Stoffwechselforscher PD Dr. Tim Hollstein
sieht hier eine große Chance für das Gesundheitssystem: "Eine Behandlung auf
Augenhöhe beginnt bereits beim ersten Kontakt in der Praxis. Wenn wir Empathie
und medizinisches Wissen zusammenbringen, nehmen wir Menschen mit Adipositas die
Sorge vor Abwertung. Unser Ziel muss ein Umfeld sein, in dem sich Menschen
sicher und medizinisch ernst genommen fühlen - das ist die Basis für jeden
Therapieerfolg."
Eigenregie statt Schuldgefühle
Aus diesem neuen Miteinander wächst auch die Kraft für den persönlichen
Aufbruch. Für die Ernährungsmedizinerin Dr. Silja Schäfer gehört dazu auch ein
neuer Blick auf die Ernährung: Sie ist kein Instrument der Disziplin, sondern
eine wertvolle Unterstützung bei einer chronischen Erkrankung wie Adipositas.
#gutbehandelt zu sein bedeutet hier vor allem, sich selbst mit Fürsorge statt
mit Strenge zu begegnen.
Das Motto der Erlebniswelt - "Mach den ersten Schritt" - ist deshalb ein klares
Signal zur Selbststärkung: "Wenn die Schuldfrage durch medizinisches Wissen
ersetzt wird, verändert das die gesamte Einstellung zur Therapie. Hilfe zu
suchen ist dann kein Eingeständnis von Schwäche mehr, sondern ein aktiver
Schritt zu mehr Lebensqualität."
Die Adipositas-Erlebniswelt
- 2. bis 8. März 2026
- Masumi Space, Kurfürstendamm 229, Berlin
- Täglich 14-20 Uhr, Sa 10-20 Uhr, So 10-16 Uhr
- Eintritt frei
CMAT-15160 März 2026
Über Lilly
Lilly verbindet Fürsorge mit Forschergeist, um Medikamente zu entwickeln, die
das Leben von Menschen verbessern. Seit fast 150 Jahren leisten wir
Pionierarbeit, erzielen wissenschaftliche Durchbrüche und haben Therapieoptionen
für einige der schwierigsten Gesundheitsprobleme gefunden. Heute helfen unsere
Medikamente Millionen von Menschen auf der ganzen Welt.
Mit Erkenntnissen aus den Bereichen Biotechnologie, Chemie und Genetik treiben
unsere Wissenschaftler:innen neue Entdeckungen voran, um einige der größten
gesundheitlichen Herausforderungen der Welt zu lösen. So arbeiten sie daran, die
Behandlung von Diabetes immer weiter zu optimieren, Adipositas zu behandeln und
deren gravierende Langzeitfolgen einzudämmen, den Kampf gegen die
Alzheimer-Krankheit voranzubringen, Lösungen für folgenschwere Störungen des
Immunsystems zu finden und schwer zu behandelnde Krebsarten in beherrschbare
Krankheiten zu verwandeln.
Bei jedem Schritt auf dem Weg zu einer gesünderen Welt geht es uns vor allem um
eines: das Leben von Millionen Menschen zu verbessern. Das bedeutet auch, dass
wir klinische Studien durchführen, die die Vielfalt unserer Welt abbilden. Und
wir setzen uns dafür ein, dass unsere Medikamente weltweit zugänglich und
bezahlbar sind.
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