|
Rosenheim (ots) - Am Weltfrauentag sprechen wir jährlich über
Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung. Ein Thema, das dabei
bisher noch oft übersehen wird: der weibliche Körper oder genauer gesagt, der
weibliche Zyklus. Durch ihn "ticken" Frauen sprichwörtlich anders als Männer.
Doch viel zu selten wird er bisher bei der Gestaltung des alltäglichen Lebens
von Frauen berücksichtigt. Auch im Sport findet das Thema noch deutlich zu wenig
Beachtung. Inzwischen rückt aber ein Ansatz stärker in den Fokus, der für viele
Frauen einen echten Unterschied machen kann: zyklusbasiertes Training.
Gloria Schmitt , Clubmanagerin des all inclusive Fitness Studios in Augsburg und
selbst seit vielen Jahren im Kraftsport aktiv, beobachtet in ihrem Studioalltag
vor allem eines: "Viele Frauen beschäftigen sich noch zu wenig mit ihrem eigenen
Körper - gerade im Zusammenhang mit Training." Dabei sei genau dieses
Bewusstsein entscheidend, wenn es um nachhaltige Fortschritte, Motivation und
Gesundheit geht.
Sport und Zyklus: Was jede Frau darüber wissen sollte
Zyklusbasiertes Training bedeutet im Kern, das Training an die natürlichen
hormonellen Schwankungen des Menstruationszyklus anzupassen. Anders als beim
männlichen Hormonhaushalt verändern sich bei Frauen im Laufe eines Monats die
Spiegel von Östrogen und Progesteron deutlich. "Diese Veränderungen wirken sich
nicht nur auf die Stimmung aus, sondern auch auf Energie, Kraft, Regeneration
und Belastbarkeit. Wer das berücksichtigt, arbeitet beim Sport nicht gegen den
eigenen Körper, sondern mit ihm", so Gloria Schmitt.
Während der Menstruation (ca. Tag 1 - 5) richtet sich die Empfehlung der
Expertin nach dem Schweregrad der Symptome. Alle, die sich gut fühlen, können
natürlich wie üblich trainieren. Bei Müdigkeit oder Schmerzen plädiert Schmitt
für mäßige Bewegung, beispielsweise in Form von Spaziergängen, leichtem
Krafttraining oder Mobilisation. In dieser Phase liegt der Fokus darauf, dem
Körper das zu geben, was ihm guttut.
Nach der Periode folgt die sogenannte Follikelphase (ca. Tag 6 - 14). Viele
Frauen berichten in dieser Zeit von steigender Energie und Motivation. Das
Training kann nun wieder intensiver werden, neue Reize können gesetzt werden.
Rund um den Eisprung (ca. Tag 14 - 17) erreichen viele ihr persönliches
Energiehoch: "Das ist häufig die Phase, in der man sich besonders stark und
leistungsfähig fühlt", sagt Schmitt. Wer persönliche Bestleistungen anstrebt
oder anspruchsvollere Einheiten plant, kann diese Zeit bewusst nutzen.
In der darauffolgenden Lutealphase (ca. Tag 18 - 28) sinkt das Energielevel bei
vielen langsam wieder. Müdigkeit oder typische PMS-Symptome können auftreten.
Hier kann essinnvoll sein, die Intensität etwas anzupassen und den Fokus stärker
auf Technik, moderates Training oder Regeneration zu legen. Wichtig sei, diese
Phase nicht als Rückschritt zu interpretieren. "Es ist normal, dass wir nicht
jede Woche gleich leistungsfähig sind", so Schmitt.
Körperbewusstsein als Schlüssel für modernes Frauentraining
In der Praxis begegnen Gloria Schmitt häufig zwei Extreme: Entweder Frauen
versuchen, unabhängig vom Zyklus immer 100 Prozent zu geben, ignorieren
Schmerzen und setzen sich unter Druck. Oder sie verzichten während der Periode
komplett auf Bewegung. Beides sei selten optimal. "Unser Körper arbeitet in
Phasen - und das darf sich auch im Training widerspiegeln", erläutert sie. Ein
bewusster Mittelweg sei meist nachhaltiger - sowohl körperlich als auch mental.
Ob der Zyklus akribisch getrackt werden muss, sieht Schmitt differenziert. Apps
können helfen, einen Überblick über Regelmäßigkeit und Dauer zu bekommen.
Gleichzeitig warnt sie davor, sich ausschließlich auf Zahlen zu verlassen. "Wir
tracken heute alles - Schritte, Schlaf, Kalorien. Aber das Wichtigste ist,
wieder ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln." Wer lernt,
Energiephasen bewusst wahrzunehmen, brauche nicht zwingend eine perfekte
Statistik.
5 Expertentipps für zyklusbasiertes Training
1. Beobachte dein Energielevel über zwei bis drei Monate. Notiere dir grob, wann
du dich besonders stark, motiviert oder eher müde fühlst. Damit verbesserst
du schrittweise dein eigenes Körpergefühl.
2. Höre auf deinen Körper - nicht auf Vergleiche. Dein Zyklus ist individuell.
Was bei anderen funktioniert, muss nicht automatisch zu dir passen.
3. Plane intensive Einheiten bewusst in leistungsstarken Phasen. Wenn du merkst,
dass du rund um den Eisprung besonders viel Energie hast, nutze diese Zeit
für anspruchsvollere Workouts.
4. Erlaube dir leichtere Trainingstage - ohne schlechtes Gewissen. Regeneration
ist kein Rückschritt, sondern Teil des Fortschritts.
5. Achte auf ausreichend Kalorien und deine Fettzufuhr. Eine ausgewogene
Ernährung mit ausreichend gesunden Fetten wie Omega-3-Fettsäuren unterstützen
die Hormonproduktion und deinen Zyklus.
Wer jetzt mit zyklusbasiertem Training anfangen möchte, muss dafür auf keinen
Fall die bisherige Trainingsroutine auf den Kopf stellen. Vielmehr geht es
darum, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen - und genau das ist vielleicht
eine der wichtigsten Formen moderner Selbstfürsorge.
Über all inclusive Fitness:
Mit 171 Studios und über 650.000 Mitgliedern zählt all inclusive Fitness zu den
führenden Fitnessanbietern in Deutschland. Dem Markennamen entsprechend bietet
all inclusive Fitness Zugang zu einem ganzheitlichen Fitness- und
Wellnesserlebnis - mit der klaren Mission, Fitness und Wohlbefinden zum festen
Bestandteil des Lebens von immer mehr Menschen zu machen. Die Studios zeichnen
sich durch ein einmaliges Preis-Leistungs-Verhältnis, modernste Ausstattung
sowie ein vielfältiges und innovatives Fitness-Angebot aus. Unter der Marke all
inclusive Fitness wurden im Februar 2025 die Studios von jumpers fitness und all
inclusive Fitness sowie die Holdinggesellschaft BestFit Group zusammengeführt.
Seit September 2025 ist zudem die Marke FIT STAR Teil der Markenfamilie.
Mehr Informationen unter: https://www.ai-fitness.de/presse
Pressekontakt:
Pressekontakt
Serviceplan PR & Content
Leif Melfsen-Jessen
Tel.: +49 175 6041705
E- Mail: mailto:all_inclusive_fitness-presse@house-of-communication.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181586/6228406
OTS: all inclusive Fitness
|