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Wiesbaden (ots) - Vorsicht beim Frühjahrsputz in Garage, Schuppen oder
Gartenhaus: In der kalten Jahreszeit nisten sich dort oft Mäuse ein - und ihre
"Hinterlassenschaften" können Krankheitserreger enthalten. Wer damit in Kontakt
kommt oder verunreinigten Staub einatmet, riskiert schwerwiegende Infektionen.
Das Infocenter der R+V Versicherung rät deshalb bei solchen Arbeiten zu
Atemschutzmasken und Handschuhen.
Mäuse halten keinen Winterschlaf, sind Allesfresser und vermehren sich auch in
den kalten Monaten. Besonders wohl fühlen sie sich in ruhigen, wenig genutzten
Räumen. Garagen, Schuppen oder Gartenhäuser bieten da ideale Bedingungen. Steht
im Frühjahr das Aufräumen an, ist besondere Vorsicht geboten. "Wo Mäuse leben,
besteht für Menschen das Risiko einer schweren Viruserkrankung, zum Beispiel
durch das Hantavirus", erklärt Torben Thorn, Arbeitsschutzexperte bei der R+V
Versicherung. Das Tückische: Ein direkter Kontakt mit den Tieren ist dafür nicht
nötig. Die Hantaviren verbreiten sich meist über staubige Partikel, die Spuren
von Kot oder Urin enthalten. Die Erreger können dabei mehrere Tage bis einige
Wochen ansteckend bleiben.
Gründliches Reinigen senkt das Infektionsrisiko
Vor dem Reinigen und Aufräumen ist es daher sinnvoll, den Raum mindestens 30
Minuten lang gründlich zu lüften. Beim Reinigen sind Besen und Staubsauger tabu,
da sie belasteten Staub aufwirbeln und verteilen. Stattdessen empfiehlt
R+V-Experte Thorn, alle Flächen feucht zu wischen. "Das gilt auch, wenn man
nicht sicher ist, ob tatsächlich Mäuse im Raum waren." Zudem rät er,
sicherheitshalber eine FFP2- oder FFP3-Maske und Handschuhe zu tragen, vor allem
wenn es stark staubt: "Das Risiko einer Ansteckung ist ja nicht immer
offensichtlich." Bei erkennbarem Befall bietet ein Einmal-Overall zusätzlichen
Schutz.
Wer Mäusekot oder ein totes Tier findet, muss besonders umsichtig vorgehen.
Beides sollte angefeuchtet werden, um das Einatmen virusbelasteter Partikel zu
verhindern. Anschließend alles mit einer Plastiktüte aufnehmen, diese gut
verschließen und über den Hausmüll entsorgen. Danach müssen die betroffenen
Flächen gründlich mit einem handelsüblichen Haushaltsreiniger gesäubert werden.
Dann die Hände gründlich waschen und im Anschluss am besten desinfizieren.
Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
- Mäuse kommen überall dort vor, wo Menschen leben - auch in Kellern, auf
Dachböden oder in Küchen. Vorsichtsmaßnahmen gelten daher für alle Räume und
das ganze Jahr über.
- Lebensmittel sollten dicht verschlossen und mögliche Schlupflöcher konsequent
abgedichtet werden.
- In betroffenen Räumen alle Verpackungen auf Verunreinigungen überprüfen und
gegebenenfalls entsorgen.
- Eine Ansteckung mit dem Hantavirus ist auch durch Mäusebisse oder den Verzehr
angenagter Lebensmittel möglich.
Pressekontakt:
R+V-Infocenter
06172/9022-131
mailto:ruv-infocenter@arts-others.de
http://infocenter.ruv.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/63400/6228469
OTS: R+V Infocenter
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