|
Mannheim, Penzberg, Grenzach-Wyhlen, Ludwigsburg (ots) - Während große Teile der
deutschen Wirtschaft stagnieren, setzt Roche ein ermutigendes Signal für den
Wirtschaftsstandort Deutschland: Im Geschäftsjahr 2025 investierte das
Unternehmen über 700 Millionen Euro in die deutschen Standorte und steigerte
seinen Umsatz um 4,7 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Dieses Wachstum basiert
auf gezielten Investitionen in medizinischen Fortschritt entlang der gesamten
Wertschöpfungskette in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Roche bekennt sich
damit klar zum Standort Deutschland und zahlt direkt auf die Hightech-Agenda und
künftige Pharma- und Medizintechnikstrategie der Bundesregierung ein. Damit
Deutschland auch weiterhin eine leistungsfähige medizinische Versorgung und
einen schnellen Zugang von Patientinnen und Patienten zu neuesten Innovationen
sicherstellen kann und im internationalen Wettbewerb nicht weiter zurückfällt,
müssen den politischen Bekenntnissen zügig wirksame industriepolitische Reformen
folgen.
Geschäftsjahr 2025 von Roche in Deutschland im Überblick:
- Gesamtumsatz* steigt auf rund 8,9 Milliarden Euro (+4,7 Prozent).
- Die Pharma-Sparte erzielte einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro ( +6,3 Prozent
). Dieses Ergebnis spiegelt die hohe Nachfrage nach innovativen Therapien wie
Vabysmo, Ocrevus, Evrysdi und Polivy wider und ist Ausdruck eines
funktionierenden Innovationswettbewerbs sowie eines steigenden
Versorgungsbedarfs in einer alternden Gesellschaft.
- Diagnostik-Sparte: Die Division Diagnostics entwickelte sich stabil und lag
mit rund 909 Millionen Euro (-1 Prozent) nahezu auf dem starken Niveau des
Vorjahres. Das Geschäft mit Blutzuckerteststreifen verzeichnete - infolge des
technologischen Wandels hin zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM, z. B.
Accu-Chek SmartGuide) - einen erwarteten Rückgang. Ebenso entwickelte sich das
Gerinnungsselbstmanagement aufgrund veränderter Therapieansätze rückläufig.
Die Rückgänge konnten jedoch durch das solide Wachstum im Kerngeschäft
weitgehend kompensiert werden.
- Konzernlieferungen: Die Lieferungen aus den deutschen Standorten in den
globalen Roche-Verbund stiegen auf 5,8 Milliarden Euro (+5 Prozent) . Dies
unterstreicht die strategische Bedeutung Deutschlands als Technologie- und
Produktionsknotenpunkt innerhalb des Konzerns sowie als Exportnation.
- Mitarbeitende: Roche beschäftigte zum 31.12.2025 18.594 Mitarbeitende (+338 im
Vergleich zu 2024), davon 643 Auszubildende . Insgesamt hängen laut Prognos AG
rund 56.000 Arbeitsplätze in Deutschland direkt oder indirekt von Roche ab -
jeder Roche-Arbeitsplatz induziert 2,1 Arbeitsplätze.
Roche setzt Investitionssignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland:
Allein im Geschäftsjahr 2025 investierte Roche rund 719 Millionen Euro in den
Ausbau und die Werterhaltung seiner deutschen Standorte. Damit erreicht das
Investitionsvolumen einen historischen Höchststand und unterstreicht das
langfristige Bekenntnis des Unternehmens für den Wirtschafts- und
Innovationsstandort Deutschland. "Wir haben unser Investitionsversprechen auch
unter zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen und Belastungen eingehalten", sagt
Dr. Claudia Fleischer, Geschäftsführerin der Roche Diagnostics GmbH. "Seit 2020
hat Roche in Deutschland über 1.800 neue Arbeitsplätze geschaffen und fast 3,8
Milliarden Euro investiert. Unsere Investitionen sind langfristig angelegt und
richten sich auf Technologie, Standorte und qualifizierte Beschäftigte. Sie sind
Ausdruck unseres klaren Bekenntnisses zu Deutschland - und doch kein
Selbstläufer. Bürokratie, Überregulierung und langsame Genehmigungsverfahren
sind nicht nur Herausforderungen. Sie verursachen massive Zusatzkosten und
schwächen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Hier ist die Politik
gefragt."
Ein konkretes Beispiel für die bereits getätigten Investitionen am Standort
Deutschland ist das am 12. Februar 2026 eröffnete Diagnostik-Innovationszentrum
in Penzberg (Einzelinvestition: 300 Millionen Euro). Es steht für Präzision und
High-Tech "Made in Germany". Dank intelligenter Vernetzung, vollautomatisierter
Prozesse und hochmoderner Robotik wird die Entwicklungszeit von zentralen
Schritten der Testentwicklung um 30 Prozent reduziert. "Frühe Diagnostik ist der
Schlüssel für wirksame Therapien - etwa bei Krebs oder neurodegenerativen
Erkrankungen - und somit auch ein wichtiger Hebel für mehr Effizienz im
Gesundheitssystem", betont Daniela Kahlert, Geschäftsführerin der Roche
Diagnostics Deutschland GmbH.
Eine Schlüsselindustrie, die für Resilienz und Versorgungssicherheit steht:
Die industrielle Gesundheitswirtschaft (iGW) gehört zu den wenigen
Industriesektoren, in denen Deutschland weiterhin eine internationale
Spitzenposition einnimmt. Die Branche ist ein Wachstumstreiber, schafft
hochwertige Arbeitsplätze und trägt wesentlich zur Finanzierung und
Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme bei. Vor dem Hintergrund eines
zunehmend volatilen globalen Umfeldes gewinnt die industrielle
Gesundheitswirtschaft zudem auch an strategischer Bedeutung im Kontext der
nationalen Sicherheitsfrage. "Regierungen weltweit haben erkannt, dass die
Bedeutung unserer Branche weit über Gesundheit und Patientenversorgung
hinausgeht. Sie ist Teil der kritischen Infrastruktur und ein entscheidender
Faktor für Wachstum, technologische Souveränität und Versorgungssicherheit",
betont Dr. Daniel Steiners, Vorstand der Roche Pharma AG. Er ergänzt: "Wer
einseitige globale Abhängigkeiten begrenzen und Resilienz stärken will, muss
Standortbedingungen schaffen, die Wertschöpfung, Innovation und Wachstum
ermöglichen. Dazu gehört auch ein attraktiver heimischer Markt, der den Absatz
innovativer Produkte trägt."
Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wandel:
Die US-amerikanische Administration treibt derzeit weitreichende Reformen in
mehreren zentralen Bereichen voran, darunter z. B. die Modernisierung der Food
and Drug Administration (FDA), der Abbau bürokratischer Hürden sowie die
Stärkung der inländischen Arzneimittelproduktion. Diese Maßnahmen werden
voraussichtlich auch für Deutschland und Europa nicht ohne Folgen bleiben. "Es
spricht vieles dafür, die neuen Rahmenbedingungen und Regularien in den USA und
deren Auswirkungen sowohl auf den Wirtschaftsstandort als auch die Versorgung in
Deutschland gemeinsam mit der deutschen Politik aufmerksam zu erörtern und
unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken", so Dr. Daniel Steiners.
Handlungsbedarf besteht vor allem im Bereich der Industriepolitik in
Deutschland. Dazu zählen: Planungssicherheit für langfristige Investitionen,
beschleunigte Genehmigungsprozesse, eine konsequente Digitalisierung,
innovationsfreundliche Marktzugangsbedingungen sowie eine angemessene
Honorierung von Innovationen.
* Gesamtumsatz von Roche in Deutschland umfasst die Umsätze der Sparten Pharma
und Diagnostik sowie die Konzernlieferungen. Hier (https://www.roche.de/presse)
finden Sie weitere Informationen rund um Roche in Deutschland. Alle erwähnten
Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Über Roche in Deutschland: Roche beschäftigt in Deutschland knapp 18.600
Mitarbeitende in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist unter
anderem an den drei großen Standorten in Mannheim, Penzberg und Grenzach-Wyhlen
vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette
der beiden Geschäftsbereiche "Pharma" und "Diagnostics": Von Forschung und
Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei
jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt.
Weitere Informationen zu Roche in Deutschland unter http://www.roche.de .
Pressekontakt:
Ihre Ansprechpartnerinnen:
Roche Diagnostics GmbH
Annett Fischer
Head of Communications, Sites Network Germany
Tel.: +49 (0)152 / 549 943 06
E-Mail: mailto:annett.fischer@roche.com
Roche Pharma AG
Faten Gaber
Head of Communications & Public Affairs
Tel: +49 (0)7624 / 14-4000
E-Mail: mailto:faten.gaber@roche.com
Roche Diagnostics Deutschland GmbH
Maren Schulz
Head of Communications
Tel.: +49 (0)173 / 586-1179
E-Mail: mailto:maren.schulz@roche.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7431/6228737
OTS: Roche Pharma AG
|