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Köln (ots) - Viel Geld für wenig Vorteil? Mehr als die Hälfte hält
Markenprodukte für überteuert, über ein Drittel spricht von Geldmacherei. Die
Folge: Nahezu die Hälfte setzt 2026 beim Wocheneinkauf überwiegend auf
Handelsmarken, rund jede siebte Person sogar fast ausschließlich. Unter
Geringverdienenden verzichtet fast ein Viertel weitgehend auf Markenprodukte.
Kein Wunder: Während Nachhaltigkeit als Kaufkriterium an Bedeutung verliert,
wird der Preis noch wichtiger. Die Bindung an Handelsmarken ist aber längst
nicht mehr nur preisgetrieben: Über 80 Prozent wollen Handelsmarken selbst dann
treu bleiben, wenn die Preise für Marken- und Handelsmarken sinken.
- 57 % finden Markenprodukte überteuert ohne spürbaren Vorteil - 39 % empfinden
sie als Geldmacherei
- 42 % setzen überwiegend auf Handelsmarken, 14 % sogar fast ausschließlich auf
Handelsmarken
- 24 % der Geringverdiener, aber nur 11 % der Besserverdiener setzen fast
ausschließlich auf Handelsmarken
- Preis als Kaufkriterium: 59 % ist der Produktpreis 2026 beim Wocheneinkauf
noch wichtiger als 2025
- Erstmals wieder Negativtrend: Nachhaltigkeit als Kaufkriterium verliert an
Bedeutung
- 81 % wollen Handelsmarken treu bleiben, auch wenn Preise für Marken und
Handelsmarken sinken
Köln, 06. März 2026 - Laut der Simon-Kucher Shopper-Studie verlieren
Markenprodukte für viele Shopper ihre Rechtfertigung. Das Urteil ist eindeutig:
Mehr als die Hälfte der Menschen (57 Prozent) findet Markenprodukte überteuert
ohne spürbaren Vorteil. Mehr noch: Über ein Drittel (39 Prozent) spricht sogar
von Geldmacherei.
"Das Markenversprechen trägt für viele nicht mehr"
"Das Markenversprechen trägt für viele nicht mehr, Markenmehrwerte kommen nicht
mehr klar rüber", weiß Alexander Bilsing, Consumer-Partner bei Simon-Kucher.
"Der Vertrauensverlust ist messbar - und er ist breit. Wenn mehr als die Hälfte
keinen Vorteil mehr sieht, gerät das Geschäftsmodell ins Wanken." "Marken müssen
dieses Alarmzeichen ernst nehmen!", so Tim Brzoska, Consumer-Partner. "Jetzt
kommt es darauf an, über eine emotionale Zielgruppenansprache und Innovationen
mit echten Mehrwerten das Vertrauen wieder zu steigern."
Rund jede siebte Person kauft fast ausschließlich Handelsmarken
Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland (42 Prozent) setzt 2026 laut der
Simon-Kucher Shopper-Studie derweil bereits überwiegend auf Handelsmarken. Rund
jede siebte Person (14 Prozent) setzt beim Wocheneinkauf sogar fast
ausschließlich auf diese. "Die Verschiebung im Einkauf ist strukturell, nicht
nur konjunkturell", so Bilsing. "Handelsmarken sind für viele längst die erste
Wahl - nicht die zweite."
Unter Geringverdienenden verzichtet fast ein Viertel weitgehend auf
Markenprodukte
Trotzdem gilt: Wer wenig verdient, verzichtet am konsequentesten auf
Markenprodukte. Unter Geringverdienenden setzt rund ein Viertel (24 Prozent)
fast ausschließlich auf Handelsmarken, unter Besserverdienenden hingegen nur
rund jede zehnte Person (11 Prozent). "Einkaufen wird zur Frage des Einkommens.
Weniger Gehalt, weniger Markenartikel", erklärt Bilsing. "Die Marke wird vom
Statussymbol zur Kostenfrage."
Nachhaltigkeit als Kaufkriterium verliert an Bedeutung
Verwunderlicher sei dies nicht. Gemäß den Studienergebnissen sei der Preis 2026
für die Mehrheit der Kundschaft (59 Prozent) noch essenzieller. Gleichzeitig
verliert Nachhaltigkeit als Kaufkriterium an Bedeutung. "Der Preis ist beim
Wocheneinkauf das entscheidende Argument. Image, Umweltfreundlichkeit und Fair
Trade überzeugen in der Not weniger als der Betrag auf dem Kassenbon", so Anna
Greufe, Director bei Simon-Kucher.
"Wer einmal überwiegend Handelsmarken kauft, kehrt selten zurück"
"Es ist aber längst nicht nur der Preis, der den Siegeszug der Handelsmarken
erklärt!", so Bilsing. Die Shopper-Studie zeigt, dass der Großteil der Menschen
(81 Prozent) Eigenmarken selbst dann treu bleiben will, wenn die Preise für
Marken- als auch Handelsmarken in Supermärkten sinken würden. "Marken kämpfen
nicht nur um Marktanteile, sondern um Glaubwürdigkeit. Das Imageproblem sitzt
tiefer als eine Preisdiskussion. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass
Handelsmarken oft den exakt gleichen Inhalt aus der exakt gleichen Produktion
liefern. Handelsmarken sind nicht nur beliebt, weil sie günstig sind, sondern
weil sie gut sind. Und wer einmal überwiegend Handelsmarken kauft, kehrt selten
zurück."
Vertiefende Informationen und Infografiken in Druckqualität (aktuell nur für
Medien und Partnerunternehmen) sind auf Anfrage erhältlich. Die Simon-Kucher
Shopper-Studie ist in Kürze zum Download erhältlich. Interviews können bereits
jetzt angefragt werden.
Über die Studie: Die Simon-Kucher repräsentative Shopper-Studie wurde im Januar
2026 von Simon-Kucher in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen
Marktforschungsinstitut Appinio durchgeführt. 1.000 Menschen aus Deutschland
(global 14.000 Menschen) wurden zu Einkaufsverhalten, Produktpräferenzen & Co.
befragt. Diese Pressemitteilung bezieht sich auf die deutschen Ergebnisse.
Über Simon-Kucher
Simon-Kucher ist eine globale Unternehmensberatung mit mehr als 2.000
Mitarbeitenden in über 30 Ländern. Unser Fokus: "Unlocking Better Growth". Wir
helfen unseren Kunden, "besser" zu wachsen, indem wir jeden Aspekt ihrer
Unternehmensstrategie optimieren, von Produkten und Preisen bis hin zu
Innovation, Digitalisierung, Marketing und Vertrieb. Mit rund 40 Jahren
Erfahrung in Monetarisierung und Pricing gelten wir als weltweit führend in den
Bereichen Preisberatung und Unternehmenswachstum. http://www.simon-kucher.com
Pressekontakt:
Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne zur
Verfügung:
Linda Katharina Klein (Communications & Marketing Manager)
Tel: +49 173 5381929
E-Mail: linda.klein@simon-kucher.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/78805/6229063
OTS: Simon - Kucher & Partners
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