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Essen (ots) - Der Weltfrauentag am 8. März mahnt zur Gleichstellung - doch in
der Medizin klafft eine Lücke, die für Frauen lebensgefährlich sein kann: der
sogenannte "Gender Health Gap". Besonders eklatant zeigt er sich beim Thema
Herzgesundheit. Weil die Medizin immer noch sehr auf Männer ausgerichtet ist,
werden Herzinfarkte bei Frauen oft zu spät erkannt. Die Folge: Frauen sterben
doppelt so häufig an den Folgen eines akuten Infarkts wie Männer. Eine
repräsentative Umfrage im Auftrag von FitX belegt das Ausmaß: Ein Großteil der
Deutschen weiß nichts oder nur wenig darüber, dass sich ein Herzinfarkt bei
Frauen anders äußert als bei Männern. Darüber hinaus fühlt sich mehr als jede
zweite Frau mit ihren Beschwerden beim Arztbesuch nicht ernst genommen.
Gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung setzt FitX daher ein Zeichen für
Aufklärung und gezielte Prävention.
Der Gender Health Gap beschreibt die Benachteiligung von Frauen in der Medizin,
da Forschung, Diagnostik und Therapie immer noch sehr an Männern ausgerichtet
sind und Gender-Besonderheiten häufig nicht berücksichtigen. Besonders deutlich
werden die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Herzmedizin.
"Es gibt nicht nur einen Gender Health Gap, sondern auch einen Gender Heart
Gap", erklärt Dr. Lena Seegers, Kardiologin, Leiterin des Frauenherzzentrums der
Uniklinik Frankfurt und Expertin für die Deutsche Herzstiftung: "Bei Frauen
äußert sich ein Herzinfarkt häufig anders als erwartet. Zwar ist Brustschmerz
auch bei ihnen das häufigste Symptom, doch zusätzlich treten oft mehrere
Begleiterscheinungen gleichzeitig auf - etwa Schweißausbrüche, Rückenschmerzen,
Erbrechen oder Sodbrennen. Diese unspezifischen Beschwerden erschweren die
schnelle und eindeutige Diagnose."
Frauen suchen später ärztliche Hilfe, die Beschwerden werden zudem weniger ernst
genommen: "Ihre Symptome werden nicht selten falsch gedeutet, im Extremfall als
Panikattacke oder Angstzustand. Die Folge ist, dass lebensgefährliche
Herzerkrankungen oft zu spät erkannt oder behandelt werden", so Dr. Lena
Seegers. Die Wahrscheinlichkeit, an den Folgen eines akuten Herzinfarkts zu
sterben, ist bei Frauen doppelt so hoch wie bei Männern. Aufklärung sei deshalb
wichtig.
YouGov-Umfrage: Daten belegen die medizinische Benachteiligung
Wie tiefgreifend der Gender Health Gap und das mangelnde Wissen über weibliche
Herzerkrankungen verankert sind, unterstreicht eine repräsentative
YouGov-Befragung im Auftrag von FitX. An der Umfrage nahmen zwischen dem 10. und
12. Februar 2026 bundesweit 2.123 Personen teil.* Die Ergebnisse im Detail:
- Frauen fühlen sich häufiger medizinisch nicht ernst genommen als Männer: Mehr
als jede zweite Frau ( 54 % ) hat erlebt, dass ihre Beschwerden von
medizinischem Personal als "nicht so schlimm", "stressbedingt" oder
"psychisch" abgetan wurden. Damit fühlen sich Frauen deutlich häufiger
missverstanden als Männer ( 36 % ).
- Die meisten wissen nicht, dass sich ein Herzinfarkt bei Frauen anders äußern
kann: Die Mehrheit aller Deutschen (59 %) und fast jede zweite Frau ( 46 % )
sind schlecht oder gar nicht darüber informiert, inwieweit sich ein weiblicher
Infarkt anders äußert als bei Männern. Bei den Männern hat sogar jeder Dritte
( 36 % ) noch nie davon gehört, dass Frauen andere Symptome haben können.
- Verspätete Diagnose bei Herzerkrankungen von Frauen: Fast jede/r fünfte
Deutsche ( 19 % ) kennt einen konkreten Fall aus dem Familien- oder
Freundeskreis, in dem eine Herzerkrankung bei einer Frau erst verspätet
erkannt wurde.
- Unterschätzte Warnzeichen für den weiblichen Infarkt: Während Klassiker wie
Brustschmerz bekannt sind, werden frauenspezifische Signale seltener erkannt.
So ordnen nur 43 % der Frauen Sodbrennen oder Oberbauchbeschwerden als
typisches Anzeichen ein.
- Gender Health Gap kaum als Begriff bekannt: Der "Gender Health Gap" als
Fachbegriff für diese strukturelle Benachteiligung ist kaum bekannt - 63 %
aller Deutschen haben diesen Begriff noch nie gehört.
Warum Bewegung wichtig für ein gesundes Herz ist
Eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung sowie medikamentöse Therapie
bei Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder bei erhöhtem Cholesterin reduzieren
das Risiko einer Herzerkrankung: "Das sind wichtige Faktoren in der
Herzgesundheit", so Dr. Lena Seegers. "Studien zeigen beispielsweise, dass
regelmäßige Bewegung die Herzkranzgefäße schützt."
FitX-Studioleiterin Lena Bozduman unterstützt Menschen täglich dabei, Sport und
Bewegung in den Alltag zu integrieren. "Für ein gesundes Herz ist die
Kombination aus Kraft und Ausdauer ideal. Das hält die Gefäße elastisch und den
Stoffwechsel aktiv." Die Expertin rät: "Schon 150 Minuten moderates
Ausdauertraining pro Woche sind ausreichend - man kommt dabei leicht ins
Schwitzen, kann sich aber noch unterhalten." Wichtig sei der Spaßfaktor, damit
die Bewegung zur Routine werde. Ergänzend empfiehlt die Fachfrau, zweimal pro
Woche die großen Muskelpartien zu aktivieren: "Krafttraining ist keine
Kiloschlacht. Es reichen leichte Gewichte, um den Muskelaufbau und -erhalt zu
fördern, ohne sich zu überfordern."
Zur idealen Präventions-Routine stellt FitX seinen Mitglieder außerdem zwei neue
Trainingspläne mit dem Fokus auf die Herzgesundheit in der eigenen App zur
Verfügung.
Diese Symptome sollten Frauen kennen
Aufklärung spielt eine große Rolle, um den Gender Health Gap zu schließen. Denn
den Burstschmerz als zentralen Indikator eines Herzinfarkts nehmen Frauen oft
weniger deutlich wahr. Dafür schildern sie häufig mehrere Begleitsymptome
gleichzeitig, darunter:
- Leistungsknick
- Kurzatmigkeit / Atemnot
- Schweißausbrüche
- Kieferschmerzen
- Rückenschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Schmerzen im Oberbauch
- Ziehen in den Armen
- Unerklärliche Müdigkeit
- Angstgefühle
Auf den ersten Blick scheinen wenige dieser Symptome auf einen Herzinfarkt zu
deuten. "Hakt man aber gezielt nach, schildern viele Brustschmerzen bzw. ein
Druck- oder Engegefühl in der Brust. Deshalb ist es bei Frauen besonders
wichtig, das Gesamtbild der Beschwerden abzuklären und gezielt nach Beschwerden
im Brustbereich nachzufragen, um einen Herzinfarkt auszuschließen", betont Dr.
Lena Seegers.
Frauen stärken - in der Medizin, im Training und im Bewusstsein
Mit über 100 Studios und mehr als einer Million Mitgliedern steht FitX nicht nur
für Fitness, sondern auch für eine gesunde Gesellschaft. Gemeinsam mit der
Deutschen Herzstiftung informiert FitX deshalb über den Gender Health Gap und
die oft unterschätzten Risiken von Herzerkrankungen bei Frauen sowie die
Bedeutung von gezielter Prävention und Training. Um einen Beitrag für Forschung
und Medizin bei diesem wichtigen Thema zu leisten, spendet das Unternehmen
außerdem 5.000 Euro für die Frauenherzforschung an die Deutsche Herzstiftung.
Bereits 2025 machten FitX und die Deutsche Herzstiftung mit einer
repräsentativen Umfrage zum Weltherztag darauf aufmerksam, dass viele Menschen
in Deutschland unter Bewegungsmangel leiden: So gaben 35 Prozent der Befragten
an, gar keinen Sport zu betreiben.
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Über FitX
2009 gegründet, ist FitX heute mit über 100 Studios und mehr als 1.000.000
Mitgliedern der zweitgrößte Fitnessbetreiber in Deutschland. Dabei hat das
Unternehmen aus Essen eine klare Vision: FOR ALL OF US. FitX möchte Fitness für
jede:n zugänglich machen. Als Unternehmen glaubt FitX an die Veränderungskraft
von Fitness, denn Fitness überwindet Sprachbarrieren und Äußerlichkeiten. Bei
FitX ist jede:r willkommen, unabhängig von Alter, Trainingslevel oder Herkunft.
Dabei steht FitX für ein faires und transparentes Fitnessangebot: 29 Euro pro
Monat für 24h-Öffnungszeiten, individuelle Trainingsbetreuung, eine große
Auswahl an Kursen und sieben Trainingsbereiche auf mindestens 1.800
Quadratmetern. Die einmalige Anmeldegebühr beträgt 29 Euro. Getränke, Duschen
und Parkplätze sind inklusive. Jedes Mitglied kann deutschlandweit in allen
FitX-Studios trainieren.
Über die Deutsche Herzstiftung e.V.
Die Deutsche Herzstiftung e. V. (http://www.herzstiftung.de) wurde 1979
gegründet und ist heute die größte gemeinnützige und unabhängige Anlaufstelle
für Patienten und Interessierte im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu
den Hauptaufgaben der Herzstiftung gehört es, Patienten in unabhängiger Weise
über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren Vorbeugung sowie über aktuelle Diagnose-
und Therapiemöglichkeiten aufzuklären. Bekannt ist die Herzstiftung außerdem
durch ihre bundesweiten Aufklärungskampagnen und als wichtige Förderinstitution
in der Herz-Kreislauf-Forschung. Die hohe Qualität ihrer Informationsangebote
beruht nicht zuletzt auf der Expertise der rund 500 Herzspezialisten im
Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung. Schirmherrin ist Barbara Genscher.
*Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des
YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung
wurden im Zeitraum 10. und 12.02.2026 insgesamt 2123 Personen befragt. Die
Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse
anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die
Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Pressekontakt:
Pressestelle FitX
Johanna Pistor
E-Mail: mailto:presse@fitx.de
Tel: +49 2018067457-62
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/117451/6229295
OTS: FitX
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