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Köln (ots) -
- Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit als Herausforderungen für den
Arbeits- und Gesundheitsschutz
- Neues Whitepaper von TÜV Rheinland beleuchtet Potenziale und Risiken
- Beratung durch Expert:innen für Arbeits- und Gesundheitsschutz von TÜV
Rheinland: http://www.tuv.com/amd
Künstliche Intelligenz (KI) trägt in Unternehmen zu Effizienzsteigerung und
Qualitätsverbesserung bei. Ihre Einführung verändert Arbeitsprozesse,
Entscheidungsstrukturen und die Anforderungen an die Beschäftigten. Das wirkt
sich nicht nur auf die Tätigkeit der Mitarbeitenden, sondern auch auf den
Arbeits- und Gesundheitsschutz aus. Im neuen Whitepaper " Künstliche Intelligenz
im Unternehmen - Herausforderungen und Chancen für den Arbeits- und
Gesundheitsschutz (https://go.tuv.com/whitepaper-ki?wt_mc=Press.Press-Release.no
-interface.DE26_A05_PORTAI.DE26_A05_PORTAI_PR_03.textlink.&cpid=DE26_A05_PORTAI_
PR_03) " beleuchten Experten und Expertinnen von TÜV Rheinland, wie KI die
Arbeitswelt beeinflusst und welche Potenziale und Risiken sie für Sicherheit und
Gesundheit am Arbeitsplatz mit sich bringt.
KI kann unterstützen, der Mensch bleibt in der Verantwortung
Automatisierungen und Assistenzsysteme helfen etwa dabei, körperliche
Belastungen oder ungesunde Haltungen zu verringern. Dadurch können aber auch
neue Risiken entstehen, indem sich zum Beispiel Entscheidungsspielräume
verändern: Die Flexibilität von Pausen oder Bewegungsphasen kann im Zweifel
nicht mehr flexibel eingelegt werden, da der Arbeitsrhythmus durch das System
vorgegeben wird. Dies könnte dazu führen, dass Mitarbeitende länger in
statischen Positionen verharren oder sich weniger bewegen, was wiederum zu
körperlichen Beschwerden führen kann. Technische Störungen bis hin zu einem
Cyberangriff können die Arbeitssituation beeinflussen. "Wird KI an einem
Arbeitsplatz eingeführt, sollten Unternehmen die Gefährdungsbeurteilung
anpassen. KI darf zum Beispiel nicht dazu führen, dass die Arbeitsintensität
steigt, weil die nie ermüdende KI den Takt vorgibt", erklärt Dr. Ludwig Brands,
Sicherheitsexperte bei TÜV Rheinland. Für eine sichere und gesundheitsbewusste
Arbeitsgestaltung mit KI müsse der Mensch weiterhin im Mittelpunkt stehen.
Kompetenz der Beschäftigten stärken
Die Arbeit mit KI erfordert von den Beschäftigten auf allen Hierarchieebenen
neue Kompetenzen. Den Rahmen und die Regeln für den Einsatz der Technologie gibt
in der Regel die Unternehmensstrategie vor. Darüber hinaus ist die
Qualifizierung der Beschäftigten durch Trainings, E-Learnings und
Lernplattformen für die erfolgreiche Einführung und den Einsatz von KI
entscheidend. "Qualifizierung allein reicht bei der Einführung von KI nicht aus.
Innerhalb der Teams sind geschützte Räume wichtig, in denen Beschäftigte
gemeinsam mit KI experimentieren und lernen können. Eine offene Fehlerkultur und
erste kleine Projekte tragen dazu bei, Ängste abzubauen und Sicherheit zu
gewinnen. Dabei ist es wichtig, gerade Mitarbeitende einzubinden, die der KI
skeptisch gegenüberstehen", betont Iris Dohmen, die als Psychologin bei TÜV
Rheinland Unternehmen und Organisationen unter anderem bei der Einführung von KI
aus psychologischer Perspektive unterstützt.
Unterstützung durch KI am Arbeitsplatz: Zwischen Be- und Entlastung
Die Veränderungen der Arbeit durch KI können für Beschäftigte positive und
negative Folgen haben: Während der Wegfall von langweiligen Routineaufgaben als
Verbesserung wahrgenommen werden kann, kann beispielsweise die Vorauswahl von
Informationen als Einschränkung der eigenen Kompetenzen empfunden werden. Zudem
kann der Einsatz von KI die Kommunikation und Interaktion im Team verändern.
"Die durch den Einsatz von KI modernisierten Arbeitsabläufe können bei
Mitarbeitenden unterschiedliche Reaktionen auslösen. Die einen lieben die neue
Herausforderung, für andere ist die Transformation belastend. Die Einführung von
KI als eine mögliche Herausforderung sollten Unternehmen bei der
Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen berücksichtigen", so Dohmen.
Cyberattacken: Risikofaktor im Arbeits- und Gesundheitsschutz
Unternehmen sind durch die Digitalisierung und die immer weiter verbreitete
Nutzung von KI auf die Sicherheit ihrer IT-Systeme angewiesen. Cyberangriffe
beeinflussen nicht nur die Technik, sie können auch die Sicherheit und die
Gesundheit der Beschäftigten auf vielfältige Weise beeinflussen. Werden
IT-Systeme durch einen Cyberangriff verändert oder müssen abgeschaltet werden,
kann das dazu führen, dass beispielsweise Maschinen, Automatiktüren, Schleusen
und Sicherheitssysteme nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. "Für
Beschäftigte bedeutet ein Ausfall der IT-Systeme, dass sich gewohnte
Arbeitsabläufe verändern. Vielleicht müssen auch bisher technisch unterstützte
Arbeiten auf ungewohnte Art ausgeführt werden und es kommt zu körperlichen
Belastungen. Dadurch steigt das Risiko für Unfälle und Gesundheitsgefährdungen",
sagt Dr. Wiete Schramm, Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. Auch diese Risiken
müssen bei einer zeitgemäßen Gefährdungsbeurteilung erfasst werden.
Umfassende Informationen über das Angebot zum Arbeits- und Gesundheitsschutz von
TÜV Rheinland erhalten Unternehmen und Beschäftigte unter:
http://www.tuv.com/amd
Über TÜV Rheinland
Die Welt zu einem sicheren Ort machen - und das seit mehr als 150 Jahren: Dafür
steht TÜV Rheinland als einer der weltweit führenden Prüfdienstleister mit einem
Jahresumsatz von mehr als 2,7 Milliarden Euro und rund 27.000 Mitarbeitenden in
gut 50 Ländern. Die hoch qualifizierten Expertinnen und Experten prüfen
technische Anlagen und Produkte, begleiten Innovationen und gestalten den Wandel
zu mehr Nachhaltigkeit mit. Sie trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und
zertifizieren Managementsysteme nach internationalen Standards. Mit besonderer
Expertise in Mobilität, Energieversorgung, Infrastruktur und vielen weiteren
Bereichen sichert TÜV Rheinland unabhängig Qualität, insbesondere bei
innovativen Technologien wie grünem Wasserstoff, künstlicher Intelligenz oder
automatisiertem Fahren - und ermöglicht so eine sichere und lebenswerte Zukunft.
Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen
für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. Hauptsitz des Unternehmens ist
Köln, Deutschland. Website: http://www.tuv.com/
Über TÜV Rheinland Arbeitsmedizinische Dienste
Die TÜV Rheinland Arbeitsmedizinischen Dienste (AMD) betreiben als
Tochterunternehmen der TÜV Rheinland Group bundesweit arbeitsmedizinische
Zentren und beraten Betriebe hinsichtlich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Rund
840 Fachärzt:innen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Psycholog:innen,
Arbeitsmedizinische Assistent:innen, Gesundheitsmanager:innen und Berater:innen
setzen sich dafür ein, Risiken und Gefahrenpotenziale in Unternehmen zu
verringern und die physische wie psychische Gesundheit zu schützen. Damit
gehören die AMD zu einem der größten Anbieter für arbeitssicherheits- bzw.
arbeitsmedizinische Dienstleistungen in Deutschland. Ging es beim Arbeitsschutz
lange nur um die technische Vermeidung von Arbeitsunfällen, so kümmern sich die
AMD heute zunehmend um die ganzheitliche Prävention und Gesundheitsvorsorge.
Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:
Pressestelle TÜV Rheinland, Tel.: +49 2 21/8 06-21 48
Die aktuellen Presseinformationen sowie themenbezogene Fotos und
Videos erhalten Sie auch per E-Mail über mailto:contact@press.tuv.com sowie
im Internet: http://www.tuv.com/presse
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/31385/6229418
OTS: TÜV Rheinland AG
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