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Berlin (ots) - Eine gesunde Mundflora ist die Basis für starke Zähne, gesundes
Zahnfleisch und eine intakte Mundschleimhaut.[1] Wenn das Gleichgewicht der
Bakterien im Mund gestört ist, können Karies, Parodontitis oder andere
Beschwerden im Mundraum entstehen.[2] Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen
außerdem, dass die Mundgesundheit auch Einfluss auf den gesamten Körper haben
kann.[3] In einem digitalen Pressegespräch von Dentinox erklärte der Zahnarzt
Dr. med. dent. Wolfgang Kuhl, warum die Mundflora so wichtig ist, welche
Faktoren sie stören können - und was jede und jeder im Alltag für eine gesunde
Mundflora tun kann.
Was ist die Mundflora?
Die Mundflora (auch orales Mikrobiom genannt) umfasst alle Mikroorganismen, die
natürlicherweise in unserem Mund leben. Dazu gehören vor allem Bakterien, aber
auch Viren und Pilze. Gemeinsam bilden sie ein sogenanntes Ökosystem, in dem
idealerweise ein gesundes Gleichgewicht zwischen nützlichen und potenziell
schädlichen Keimen besteht. "Das orale Mikrobiom ist nach dem Darm das
zweitkomplexeste mikrobielle Ökosystem des menschlichen Körpers. Hier leben
zwischen 10 und 100 Milliarden Bakterien aus rund 774 bekannten Spezies.
Gemeinsam bilden sie eine funktionale Einheit mit dem menschlichen Körper - ein
Konzept, das wir als Holobiont bezeichnen", sagt Dr. Kuhl. Die Mikroorganismen
verteilen sich dabei nicht zufällig im Mund, sondern organisieren sich in
stabilen Strukturen und bilden einen natürlichen Schutzfilm auf Zähnen,
Zahnfleisch und Schleimhäuten.[4] Solange dieses System im Gleichgewicht bleibt,
hilft es dabei, schädliche Keime in Schach zu halten und die Mundgesundheit zu
schützen.
Wenn das Gleichgewicht kippt
Das empfindliche Gleichgewicht der Mundflora kann durch verschiedene Faktoren
gestört werden. Fachleute sprechen dann von einer Dysbiose - also einer
Verschiebung der mikrobiellen Balance im Mund. In diesem Fall können sich
schädliche Keime leichter vermehren und nützliche Arten verdrängen. Dr. Kuhl
beschreibt die Dysbiose als Folge einer "ökologischen Katastrophe", ausgelöst
durch "wiederholte pH-Einbrüche, oxidativen Stress und den Fehlgebrauch von
Antimikrobiotika".
Ein besonders wichtiger Einflussfaktor ist Zucker. Wer häufig süße Speisen oder
Getränke zu sich nimmt, senkt den pH-Wert im Mund und schafft damit ungünstige
Bedingungen für schützende Bakterien. "Sinkt der pH-Wert dabei unter die
kritische Schwelle von 5,5, beginnt die Demineralisierung des Zahnschmelzes und
es entsteht ein Selektionsvorteil für säuretolerante Pathobionten", erklärt Dr.
Kuhl.
Auch stark antibakterielle Mundspülungen können die natürliche Mundflora aus dem
Gleichgewicht bringen. Wirkstoffe wie Chlorhexidin bekämpfen zwar Keime, können
dabei jedoch auch nützliche Bakterien beeinträchtigen.
Bei Entzündungen im Mundraum entstehen zusätzlich sogenannte freie Radikale.[5]
Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen greifen nicht nur schädliche, sondern
auch hilfreiche Mikroorganismen an. "Dieser Prozess endet in einem Teufelskreis,
der die Artenvielfalt massiv reduziert und chronische Entzündungen fördert",
schlussfolgert Dr. Kuhl.
Mögliche Folgen einer gestörten Mundflora
Ist die Mundflora über längere Zeit aus dem Gleichgewicht geraten, kann das
Entzündungen und Zahnschäden begünstigen. "Die Hauptkrankheitsbilder einer
gestörten Mikrobiota sind Karies und Parodontitis, die als ökologische
Verschiebungen zu werten sind", erklärt Dr. Kuhl. Karies entsteht, wenn sich
säurebildende Bakterien stärker vermehren und den Zahnschmelz angreifen.
Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie entwickelt sich
häufig aus einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und äußert sich unter
anderem durch gerötetes, geschwollenes oder leicht blutendes Zahnfleisch. Die
Folgen betreffen jedoch nicht nur den Mund. Entzündungsstoffe können über die
Blutbahn in andere Bereiche des Körpers gelangen und dort biologische Prozesse
beeinflussen. Studien zeigen beispielsweise, dass Parodontitis mit einem
erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung steht.[6]
Tipps für eine gesunde Mundflora
"Die moderne zahnmedizinische Empfehlung lautet: 'Pflegen statt nur putzen'",
betont Dr. Kuhl. Ziel ist es, Bedingungen zu fördern, unter denen eine
ausgewogene Mundflora bestehen kann. Neben einer konsequenten täglichen
Mundhygiene und einer insgesamt schonenden Pflegeroutine spielt auch eine
zahngesunde Ernährung eine wichtige Rolle.
1. Zweimal täglich sorgfältig putzen
Eine regelmäßige Mundhygiene ist die Basis für gesunde Zähne und Zahnfleisch.
Wichtig ist eine sanfte, aber gründliche Reinigung - idealerweise mit einer
Zahnpasta, die den Zahnschmelz stärkt und das natürliche Milieu im Mund
unterstützt. Dr. Kuhl empfiehlt "Arginin-Zahnpasta zweimal täglich".
2. Ausgewogen essen und Zucker reduzieren
Für gesunde Zähne ist nicht nur die Zuckermenge wichtig - vor allem die
Häufigkeit macht den Unterschied. "Viele kleine Zuckerportionen über den Tag
schaden den Zähnen mehr als eine größere Menge auf einmal.", sagt Dr. Kuhl. Wer
süße Snacks und zuckerhaltige Getränke reduziert und zwischen den Mahlzeiten
längere Pausen einlegt, gibt der Mundflora Zeit zur Regeneration.
3. Säuren neutralisieren
Nach dem Essen können Xylitol-Kaugummis helfen, den Speichelfluss anzuregen und
den pH-Wert zu stabilisieren. So werden Säuren schneller neutralisiert und die
natürliche Schutzfunktion unterstützt.
4. Antioxidantien für gesundes Zahnfleisch
Auch eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien wie Vitamin C kann sinnvoll
sein. "Antioxidantien unterstützen die Neutralisation freier Radikale, fördern
die mitochondriale Energieproduktion und verbessern die Geweberegeneration.",
erläutert Dr. Kuhl. Wer diese einfachen Maßnahmen in den Alltag integriert,
schafft gute Voraussetzungen für eine stabile Mundflora und damit für
langfristige Mundgesundheit.
Mikrobiomfreundliche Mundpflege mit aperisan®
Mit der neuen aperisan® Mundflora+-Linie bietet Dentinox eine schonende
Mundpflege, die das natürliche Gleichgewicht der Mundflora unterstützt. Statt
die Mundflora zu reduzieren, setzt die Linie auf eine sanfte, tägliche Reinigung
und Pflege, die auf die Bedürfnisse von Erwachsenen abgestimmt ist. Die Produkte
eignen sich besonders für Menschen mit empfindlicher Mundschleimhaut oder zu
Reizungen neigendem Zahnfleisch, die Wert auf eine sanfte tägliche Mundpflege
legen. Alle Produkte enthalten einen speziellen Mikrobiom-Komplex. Er enthält
Bestandteile des probiotischen Bakteriums Lactobacillus plantarum (in Form eines
Postbiotikums - also inaktivierte Mikroorganismenbestandteile) sowie
pflanzliches Akazienharz (Acacia Senegal Gum). Der Komplex ist auf eine milde,
mikrobiomfreundliche Pflege der Mundhöhle ausgerichtet - für ein angenehm
gepflegtes Mundgefühl im Rahmen der täglichen Routine.
- Die aperisan® Zahncreme Mundflora+ eignet sich für die tägliche, sanfte
Reinigung von Zähnen und Zahnfleisch. Sie enthält Fluorid (1.450 ppm) sowie
Arginin und reinigt mit pflanzlichen statt mineralischen Putzkörpern.
- Das aperisan® Mundgel Mundflora+ ergänzt die tägliche Zahnpflege als gezielte
Pflege empfindlicher Bereiche. Das milde Gel ist zur lokalen Anwendung
vorgesehen und eignet sich z. B. bei mechanisch beanspruchten,
druckempfindlichen oder sensiblen Arealen, etwa im Zusammenhang mit Prothesen
oder Zahnspangen. Salbei unterstützt ein angenehm gepflegtes Mundgefühl.
- Die aperisan® Mundspülung Mundflora+ ergänzt die tägliche Mundpflege,
insbesondere bei empfindlicher Mundschleimhaut und zu Irritationen neigendem
Zahnfleisch. Die Formulierung enthält u. a. Xylitol und ein Vitamin C-Derivat,
schützt mit 450 ppm Fluorid den Zahnschmelz und setzt auf ätherische Öle wie
Lemongras, Thymian und Rosmarin mit natürlich antimikrobiellen Eigenschaften.
- Das aperisan® Mundwasserkonzentrat Mundflora+ ist ein hochdosiertes Konzentrat
zur Verdünnung mit Wasser und eignet sich besonders bei gereizten Stellen,
Entzündungen oder Mundtrockenheit. Panthenol und ein Vitamin-C-Derivat
beruhigen empfindliches Zahnfleisch, Xylitol unterstützt die Kariesprophylaxe.
Ätherische Öle aus Lemongras, Thymian und Rosmarin wirken natürlich
antimikrobiell, erfrischend und entzündungshemmend.
- Die aperisan® Zahnputztabs Mundflora+ bieten eine moderne Alternative zur
klassischen Zahnpflege, ideal für unterwegs. Die Tabletten mit
mikrokristalliner Cellulose und Xylitol reinigen besonders schonend und hemmen
kariesbegünstigende Keime. Menthol und ätherische Öle sorgen für
langanhaltende Frische.
Hergestellt in Deutschland durch:
Dentinox Gesellschaft für pharmazeutische Präparate Lenk & Schuppan KG,
Nunsdorfer Ring 19, 12277 Berlin
Fragen und Feedback: mailto:info@aperisan.de
Mehr Informationen hier: http://www.aperisan.de
[1] T uganbaev T et al. The effects of oral microbiota on health. Science 2022 ;
376: 934-936.
[2] Marsh, PD. Microbial ecology of dental plaque and its significance in health
and disease. Advances in Dental Research 1994; 8(2): 263-271.
[3] Giordano-Kelhoffer B et al. Oral microbiota, its equilibrium and
implications in the pathophysiology of human diseases: a systematic review.
Biomedicines 2022 ; 10: 1803.
[4] Mark Welch JL et al. Biogeography of a human oral microbiome at the micron
scale. Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 2016 ; 113: E791-E800.
[5] Sawamoto Y et al. Detection of periodontopathic bacteria and an oxidative
stress marker in saliva from periodontitis patients. Oral Microbiology and
Immunology 2005 ; 20: 216-220.
[6] Sanz, M., et al. Periodontitis and cardiovascular diseases: Consensus
report. Journal of Clinical Periodontology 2020 ; 47(3), 268-288.
Pressekontakt:
Petersen & Partner Pharma Marketing GmbH
Ein Unternehmen der dpmed
Kerstin Germighausen
Milchstraße 21
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mailto:mail@petersenpartner.de
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OTS: Dentinox Gesellschaft für pharmazeutische Präparate Lenk & Sc
huppan KG
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