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Osnabrück (ots) - Osnabrück. Die gesetzlichen Krankenkassen hoffen auf grünes
Licht des Bundestages für die Krankenhausreform an diesem Freitag, haben aber
die Hoffnung auf große Einsparungen gedämpft. "Der Kompromiss nach langen und
schwierigen Verhandlungen hat mehr Licht als Schatten. Eine Verabschiedung wäre
daher besser, als wenn die Reform abermals verschoben würde", sagte Stefanie
Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, im
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Freitagsausgabe).
"Wir sind allerdings nicht froh darüber, dass die Gesundheitsministerin (Nina
Warken) den Ländern so weit entgegengekommen ist", sagte Stoff-Ahnis und nannte
die Abschwächung von Qualitätsvorgaben im Personalbereich sowie längere
Übergangsfristen. "Es wäre besser gewesen, da schärfer zu schalten, die Qualität
für die Patientenversorgung stärker in den Fokus zu rücken und die
Krankenhauslandschaft zügiger zu konzentrieren."
Die noch von der Ampel-Regierung auf den Weg gebrachte Reform sieht
Mengenvorgaben für bestimmte Eingriffe sowie die Zusammenlegung von
Krankenhäusern vor, auch um Personal zu sparen. "Wenn sie jetzt endlich kommt,
wäre ein Anfang gemacht", sagte die GKV-Vize-Chefin zu "noz". "Was definitiv
nicht passieren darf: Dass die Länder die notwendigen Schritte, und dazu zählt
die Schließung nicht versorgungsrelevanter Kliniken, wie so oft in der
Vergangenheit auch weiterhin blockieren. Die Gefahr ist weiterhin da." Für die
Patienten sei es besser, im Einzelfall etwas weiter fahren zu müssen, dafür aber
von erfahrenem Fachpersonal optimal versorgt zu werden.
"Ein weiterer Punkt: Angesichts der Zugeständnisse an die Länder wird es
bestenfalls geringe Einsparungen geben", sagte Stoff-Ahnis. "Das ist umso
problematischer, als dass die Ausgaben für die Kliniken im vergangenen Jahr auf
111 Milliarden Euro gestiegen sind. Es ist wichtiger denn je, dass die
Finanzkommission auch für den Krankenhausbereich tatsächlich wirksame
Sparmaßnahmen vorschlägt, die dann auch kommen müssen."
Die Nachricht ist in redaktioneller Form von Stefanie Stoff-Ahnis autorisiert
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