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Nordholz (ots) - Wenige Monate nach der offiziellen Einführung im November 2025
ist die Deutsche Marine mit dem neuen Seefernaufklärer P-8A Poseidon weltweit im
Einsatz. So wurde im Februar und März 2026 das Indo-Pacific Deployment 2026 (IPD
2026) erfolgreich durchgeführt und fast zeitgleich am NATO-Manöver Dynamic Manta
teilgenommen. Die NATO-Übung hatte die Schwerpunkte der U-Boot-Jagd und der
maritimen Gefechtsführung.
Die erfolgreiche Durchführung des IPD 2026 unterstreicht die hohe
Professionalität von Besatzungen, Technik- und Logistikpersonal, die diese
komplexe Verlegung über große Distanzen sowie die Sicherstellung der
Einsatzbereitschaft im Ausland umsetzten. In diesem Jahr setzte die Deutsche
Marine einen fokussierten Akzent mit klarem Auftrag und klarer Botschaft:
Präsenz, Professionalität und Partnerschaft. Deutschland ist in der Lage,
moderne maritime Fähigkeiten kurzfristig weltweit einzusetzen und Verantwortung
im Bündnis zu übernehmen.
Mit der Teilnahme an Dynamic Manta konnte die Deutsche Marine die Zusammenarbeit
mit Bündnispartnern unter realistischen Übungsbedingungen nachweisen.
Insbesondere im Bereich der U-Boot-Abwehr, der weiträumigen Seeraumüberwachung
und der vernetzten Operationsführung zeigte die Poseidon ihre
Leistungsfähigkeit.
Mit der P-8A Poseidon verfügt die Marine über ein modernes Luftfahrzeug zur
Seefernaufklärung und U-Boot-Jagd. Die nun erfolgreich nachgewiesene
Auslandsverlegefähigkeit stellt einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur
vollen Einsatzreife dar und stärkt nachhaltig die deutsche und bündnisgemeinsame
maritime Sicherheitsarchitektur.
Hintergrundinformationen
Indo-Pacific Deployment
Für Deutschland sind freie und sichere Schifffahrtswege von großer Bedeutung. Um
diese zu gewährleisten, engagiert sich das Land nicht nur wirtschaftlich und
politisch im Indo-Pazifik, sondern steht auch mit seiner Marine bereit, die
regelbasierte internationale Ordnung aufrechtzuerhalten. 2020 hatte die
Bundesregierung mit der Verkündung ihrer "Leitlinien für den Indo-Pazifik" ihre
Absicht bekräftigt, die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern dieser
geopolitisch überaus wichtigen Region zu vertiefen.
2021 leistete die Deutsche Marine durch die Entsendung der Fregatte "Bayern"
erstmals einen Beitrag zu diesem politischen Ziel.
Das bislang größte Indo-Pacific Deployment der Deutschen Marine fand im Jahr
2024 statt. Beteiligt waren die Fregatte "Baden-Württemberg" mit einer
eingeschifften Bordhubschraubereinsatzgruppe des Marinefliegergeschwaders 5
sowie der Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main". Über mehrere Monate
hinweg war der Verband in der Indo-Pazifik-Region im Einsatz, um die
Zusammenarbeit mit Partnernationen zu vertiefen und ein sichtbares Zeichen für
die Sicherheit freier und offener Seewege zu setzen.
Mehr Informationen zum IPD 2026 unter:
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/p-8a-poseidon-indo-pa
zifik-6072184
Mehr Informationen zu Dynamic Manta unter:
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/u-boot-jagd-uebung-dy
namic-manta-6078944
Seefernaufklärer P-8A Poseidon
Die P-8A Poseidon kann große Seegebiete überwachen, Schiffsbewegungen verfolgen
sowie U-Boote orten und bekämpfen. Zusätzlich können Leichtgewichtstorpedos,
Wasserbomben und Luft-Boden-Lenkflugkörper als Waffen mitgeführt werden. Die
Besatzung besteht aus elf Soldaten: drei Piloten, zwei taktische Offiziere und
je drei Über- und Unterwasser-Sensorbediener.
Stationierungsort ist der Fliegerhorst Nordholz bei Cuxhaven, Heimat des
Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin". Mit der P-8A Poseidon steht der
Deutschen Marine eines der modernsten Seefernaufklärungs- und
U-Boot-Jagdflugzeuge zur Verfügung - ein zentraler Beitrag zur Sicherheit auf
und unter See. Das Flugzeug kombiniert Reichweite, Geschwindigkeit und modernste
Sensorik und leistet einen zentralen Beitrag zur Sicherheitsvorsorge
Deutschlands und seiner Bündnispartner.
Mehr Informationen unter:
https://www.bundeswehr.de/de/ausruestung-technik-bundeswehr/luftsysteme-bundeswe
hr/seefernaufklaerer-p-8a-poseidon
Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Außenstelle Nordsee, Nordholz
Telefon: +49 (0)4741 94 10972/10971
E-Mail: markdopizastnordsee@bundeswehr.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/67428/6230633
OTS: Presse- und Informationszentrum Marine
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