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Stuttgart (ots) - Die Idee, das weltberühmte Ballett und die nicht minder
erfolgreiche Oper für Jahre über die Stadtgrenze zu verbannen, ist nicht nur ein
alter Hut, sondern wurde auch längst wegen der fehlenden Infrastruktur für
untauglich erklärt. Man muss sich nicht wundern, dass Fertigstellungstermine bei
öffentlichen Bauten nicht eingehalten werden, wenn Politiker glauben, ständig in
laufende Prozesse grätschen zu müssen. Die Projektgesellschaft ist lange dabei,
Flächen des Interimsbaus zu reduzieren und damit die Kosten zu senken. OB Nopper
will sich noch mehr finanziellen Spielraum verschaffen, würde aber mit dem Umzug
in die Provinz die Hochkultur ins Messer laufen lassen. Wie wollte er erklären,
dass er den Betrieb der Staatstheater mitfinanziert, die Musik aber in
Ludwigsburg spielt? Seinem Amtskollegen dürfte es primär nicht um die Kunst
gehen, sondern darum, sich die Sanierung des Forums subventionieren zu lassen.
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