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Köln. (ots) - Die Kölner Asylaffäre um den bosnischen Flüchtling Marko M. (Name
geändert) weitet sich aus. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Dienstag-Ausgabe) ist der heute 42 Jahre alte Migrant in 147 Fällen bei der
Polizei in NRW bereits aktenkundig geworden. Dies geht aus einem Papier der
Landesregierung hervor, das der Zeitung vorliegt. Wegen des Verdachts der
Begehung von Straftaten gebe es entsprechende Einträge im polizeilichen
Informationssystem Viva, berichtet die Zeitung weiter. Viva verknüpft in
Nordrhein-Westfalen verschiedene polizeiliche IT-Systeme, fasst unter anderem
Ermittlungen, Anzeigen oder Verkehrsunfälle zusammen.
Der Fall ist besonders brisant, weil der Bosnier und seine neunköpfige Familie
von der Stadt Köln jahrelang monatlich 7250 Euro an Unterstützung auf Basis des
Asylbewerberleistungsgesetzes erhielten. Inzwischen bekommt das
Familienoberhaupt mit fünf weiteren Angehörigen Geld vom Sozialamt. Vier seiner
Kinder erhalten Bürgergeld.
Was aus den kriminalpolitischen Erkenntnissen geworden ist, ist dem Bericht
zufolge noch unklar. Laut der Liste soll Marko M. 80-mal wegen Diebstahls
aufgefallen sein, in 41 Fällen bestand der Verdacht des gewerbsmäßigen
Bandendiebstahls. Vier Einträge betreffen Betrügereien, gefolgt von drei Fällen
wegen besonders schweren Diebstahls. Dazu kommen unter anderem zwei
Raubüberfälle, ein räuberischer Diebstahl, zwei gefährliche Körperverletzungen
nebst Wohnungseinbrüchen sowie zwei Fälle von Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte. Verurteilt wurde B. laut Bundeszentralregister nur für elf
Straftaten.
Im Jahr 2003 wollte die Stadt Marko M. in seine Heimat nach Bosnien-Herzegowina
abschieben. Der Mann verschwand und tauchte erst vier Jahre später wieder auf.
2009 scheiterte er vor dem Verwaltungsgericht mit einer Klage gegen seine
Abschiebung. Seither erhielt er stets aufs Neue eine Duldung, obschon er
ausreisepflichtig ist.
Bericht auf ksta.de/1236144 (Paywall)
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