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Frankfurt (ots) - Der SPD fehlt es an Biss, Courage und Ausstrahlung. Ihr
Desaster im Südwesten ist nicht durch das Wettrennen von CDU und Grünen oder
durch die AfD verursacht worden. Dieses Debakel ist hausgemacht. Es gelingt dem
aktuellen Personal der SPD nicht, die großartige Botschaft dieser Partei von
sozialer Gerechtigkeit und einer offenen Gesellschaft rüberzubringen. Wie soll
das auch funktionieren, wenn die Bundesebene wie gelähmt im Willy-Brandt-Haus
steht, Pragmatismus bis zur Selbstverleugnung betreibt und das als Konzept
verkauft? Die Partei sollte nicht jahrelang an einem Leitbild werkeln, sondern
jetzt klären, wofür sie stehen will, wen sie ansprechen will und wer diese
Botschaft glaubwürdig - mit Leidenschaft - nach außen tragen könnte.
Instrumente, um sichtbarer zu werden, hat sie. Immerhin stellt die SPD den
Vizekanzler und Finanzminister sowie die Arbeitsministerin, zwei
Schlüsselressorts, um ihrer Botschaft Geltung zu verschaffen.
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