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Berlin (ots) - "Der deutsche Außenhandel startet schwach ins neue Jahr - und die
Risiken nehmen weiter zu. Der Krieg um den Iran mit seinen Folgen für
Energiepreise und Handelsrouten belastet Unternehmen und Bürger. Hinzu kommen
weitere geopolitische Spannungen, steigende Beschaffungskosten sowie eine
schwächere Nachfrage aus wichtigen Märkten wie den USA und China. Die jüngsten
Wirtschaftsdaten bestätigen dieses schwierige Umfeld: Auftragseingänge im
Verarbeitenden Gewerbe gehen zurück, auch die Produktion schwächelt. Wir sehen
nirgendwo Impulse, die unseren Unternehmen die dringend benötigten Aufträge
einbringen könnten. Deutschland braucht jetzt eine Exportoffensive. Offene
Märkte, verlässliche Partnerschaften und wettbewerbsfähige Standortbedingungen
sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand", fordert Dr. Dirk Jandura,
Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA),
anlässlich der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum deutschen
Export.
Und weiter: "Mit besonderer Sorge blicke ich auf den schwachen europäischen
Binnenmarkt. Gerade hier, wo es nur wenige Handelsbeschränkungen gibt, sollte es
eine stabile Nachfrage geben. Doch auch diese Zahlen gehen bergab. Gerade vor
diesem Hintergrund kommt es jetzt darauf an, dass Europa seine
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen klug ausgestaltet und Unternehmen nicht
zusätzlich belastet. Was unsere Unternehmen jetzt brauchen, sind bessere
wirtschafts- und handelspolitische Rahmenbedingungen: offene Märkte,
diversifizierte Lieferketten, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige
Energiepreise sowie Fortschritte bei neuen Handelsabkommen".
"Mit Blick auf die aktuelle Krise rund um den Iran sehen die Unternehmen aktuell
zwar noch keine gravierenden direkten Auswirkungen, doch mögliche
Einschränkungen zentraler Handelsrouten wie der Straße von Hormus beobachten wir
mit Sorge. Erste Störungen im Luft- und Seeverkehr führten bereits zu längeren
Transportzeiten und auch höheren Kosten. Umso wichtiger ist jetzt ein klares
Signal aus Washington für Stabilität und Berechenbarkeit in den
transatlantischen Handelsbeziehungen", so Jandura abschließend.
Im Januar 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Dezember 2025 kalender- und
saisonbereinigt um 2,3 % und die Importe um 5,9 % gesunken. Im Vergleich zum
Vorjahresmonat Januar 2025 nahmen die Exporte um 0,6 % zu und die Importe um 4,0
% ab, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse
weiter mitteilt.
10. März 2026
Pressekontakt:
Iris von Rottenburg
Abteilungsleiterin Kommunikation
Frederike Röseler
Pressesprecherin
Tel: 030/590099520
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OTS: BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e
.V.
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