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Düsseldorf (ots) - Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA)
hat einen neuen Präsidenten: Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes am 7.
und 8. März in Lübeck wählten die Delegierten den bisherigen Vizepräsidenten Kai
Jaeger einstimmig an die Spitze des Berufsverbandes.
Die Tagung stand im Zeichen des Verbandsmottos "Gemeinsam gestalten" und
markierte zugleich einen Führungswechsel im Ehrenamt. Kai Jaeger folgt auf
Christian Müller , der nach fast 17 Jahren im Präsidium - davon drei Jahre als
Präsident - aus seinem Amt ausschied. Zum Dank für sein langjähriges Engagement
wurde Christian Müller von den Delegierten zum Ehrenpräsidenten des ZVA ernannt.
"Ein Präsident kann vieles anstoßen - aber nichts allein durchsetzen", sagte Kai
Jaeger in seiner Vorstellungsrede. Entscheidend sei, dass der Berufsstand
geschlossen auftrete: "Nur wenn wir gemeinsam handeln, können wir etwas
erreichen und werden auch gehört."
Gemeinsam mit Armin Ameloh, der als Vizepräsident in seinem Amt bestätigt wurde,
und Sylvia Alps, die als erste Frau in der Verbandsgeschichte zur zweiten
Vizepräsidentin gewählt wurde, will Jaeger die Verbandsarbeit in den kommenden
Jahren im Sinne des Mottos "Gemeinsam gestalten" fortführen.
Ehrungen für Engagement im Berufsstand
Zum Auftakt der Mitgliederversammlung wurden zwei Persönlichkeiten für ihr
langjähriges ehrenamtliches Engagement für den Berufsstand ausgezeichnet: Mit
dem Goldenen Ehrenzeichen des ZVA ehrte der Verband Lars Hellberg und Stefan
Pape . Lars Hellberg engagiert sich seit vielen Jahren für die berufliche
Bildung im Augenoptikerhandwerk. Neben seiner Tätigkeit im
Berufsbildungsausschuss des ZVA prägte er über lange Zeit die Ausbildung im
Unternehmen Fielmann, zuletzt als Geschäftsführer der Fielmann Akademie Schloss
Plön. Stefan Pape ist über Jahrzehnte in der Landesinnung Schleswig-Holstein
aktiv und seit 1996 deren Obermeister. Gleichzeitig gehörte er über viele Jahre
dem Vorstand des Zentralverbandes an und setzte sich besonders für die
Ausbildung junger Augenoptiker ein.
Augenoptiker als Gesundheitsdienstleister
In seinem Bericht zur aktuellen Situation zog Christian Müller eine positive
Bilanz der Verbandsarbeit. Ein wichtiger Erfolg sei die neue Meisterverordnung
für das Augenoptikerhandwerk , die im Juli in Kraft tritt und den Beruf stärker
als Gesundheitsberuf positioniere.
Zugleich betonte Christian Müller, dass der Berufsstand vor großen Veränderungen
stehe. Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle im Markt und ein anhaltender
Fachkräftebedarf stellten die Betriebe vor Herausforderungen. Entscheidend sei
deshalb, neue Technologien zu nutzen, ohne die Qualitätsstandards der Versorgung
zu gefährden.
Auch gesundheitspolitisch engagiert sich der Verband, unter anderem im Rahmen
der Arbeitsgemeinschaft der Gesundheitshandwerke. Ein wichtiges Thema ist
beispielsweise die Reform der Hilfsmittelversorgung. Hierzu haben sowohl die
Gesundheitshandwerke gemeinsam als auch der ZVA verschiedene Stellungnahmen und
Positionspapiere veröffentlicht.
Zukunftsthemen: Berufsnachwuchs und Kommunikation
Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung war außerdem die Weiterentwicklung
der beruflichen Bildung. Der Berufsbildungsausschuss arbeitet derzeit an einer
Modernisierung der Ausbildungsordnung, um den Beruf für Nachwuchskräfte
attraktiver zu machen.
Darüber hinaus setzt der Verband verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit, um die
Wahrnehmung der Augenoptik als Gesundheitshandwerk mit umfassenden,
individuellen und fachlich kompetenten Dienstleistungen rund um gutes Sehen zu
stärken. Die bundesweite ZVA-Imagekampagne "Ihre Innungsoptiker" trägt ebenfalls
hierzu bei.
Mit der Wahl des neuen Präsidiums und zahlreichen fachlichen Diskussionen setzte
die Mitgliederversammlung damit wichtige Impulse für die Zukunft des
Berufsstandes.
Pressekontakt:
Sarah Köster
Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen
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