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Berlin (ots) - Nach dem Wahlsieg der Grünen in Baden-Württemberg drängt der
Tübinger Oberbürgermeister und Ex-Grünen-Politiker Boris Palmer (parteilos) auf
eine schnelle Koalitionsbildung: "Wir brauchen die CDU, um dieses Land
wirtschaftlich wieder nach vorne zu bringen. Die können sich jetzt nicht in
ihrer verständlichen Wut zurückziehen", sagte Palmer in der ARD-Talksendung
"maischberger". Er appelliere daran, dass Grüne und CDU miteinander
verhandelten. "Jetzt geht es darum, dass wir die wieder herholen an den Tisch.
Es geht um unser Land". Palmer verwies auch auf die Landesverfassung
Baden-Württembergs: "Da steht drin: Wenn es nach 60 Tagen keine Regierung gibt,
ist der Landtag automatisch aufgelöst."
Zu seinen möglichen Ambitionen auf ein Ministeramt unter dem Wahlsieger Cem
Özdemir (Bündnis 90/Grüne) wollte Palmer sich nicht äußern: "Ich will die Frage
einfach gar nicht beantworten." Auch einen möglichen Wiedereintritt bei den
Grünen wollte er nicht kommentieren, zeigte sich aber offen für ein Gespräch mit
Grünen-Parteichef Felix Banaszak. " Ich habe noch nie mit ihm gesprochen. Ich
kenne den nur aus dem Fernsehen. Wenn er mich einmal kennenlernen möchte, um zu
wissen, wie ich wirklich ticke, dann lade ich den ein in die Stadt Tübingen",
sagte Palmer.
Mit Blick auf mögliche Maßnahmen gegen die steigenden Benzinpreise infolge des
Kriegs in Nahost lehnt Palmer eine mögliche Preisbremse ab: "Die Illusion, der
Staat könnte alle Risiken abfedern, ist falsch." Es gebe Politiker, die glaubten
sie "könnten den Iran-Krieg und dessen Kostenexplosion bei den Fossilen
ausgleichen."Man dürfe "den Leuten nicht dauernd einreden, dass das alles an
ihnen vorbeigeht. Es trifft jetzt die Autofahrer. Das trifft die, die
Gasheizungen einbauen wollen. Und der Staat kann es nicht abfedern ".
"maischberger"ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in
Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH.
Redaktion: Elke Maar
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