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Leipzig (ots) - Der MDR setzt ein Zeichen für mehr Inklusion: Mit dem Start der
29. Staffel bietet der Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) "In aller Freundschaft"
erstmals zusätzlich zur bisherigen barrierefreien Version auch mit Deutscher
Gebärdensprache (DGS) an. Die neue Serienstaffel startet am 17. März in der ARD
Mediathek; im Ersten am 24. März um 21 Uhr.
Damit ist "In aller Freundschaft" nach den beiden beliebten Krimi-Reihen
"Tatort" und "Polizeiruf 110" die erste fiktionale Serie im deutschen Fernsehen,
die vollständig barrierefrei angeboten wird. Für die Folgen stehen künftig
Untertitel, eine Audiodeskriptionsfassung sowie eine Version mit Deutscher
Gebärdensprache zur Verfügung.
"Wir arbeiten stetig daran, unser Angebot an barrierefreien Zugängen auszubauen
und so noch mehr Menschen ein inklusives Medienerlebnis zu ermöglichen", sagt
Ines Hoge-Lorenz, Leiterin der MDR-Redaktion Barrierefreiheit.
Bereits standardmäßig sind beim MDR unter anderem die Abendausgaben von "MDR
Aktuell" mit Deutscher Gebärdensprache ausgestattet. Hinzu kommen Formate wie
"MDR um 2", "MDR Garten" sowie Märchen im MDR. Für die ARD erhalten bislang die
Folgen von "Tatort" und "Polizeiruf 110" eine DGS-Fassung sowie verschiedene
Reportagen und Dokumentationen. Mit "In aller Freundschaft" kommt nun ein
weiteres Erfolgsformat hinzu.
Auch Franka Bauer, verantwortliche Redakteurin für "In aller Freundschaft" beim
MDR, begrüßt die Erweiterung: "Uns ist wichtig, dass sich bei 'In aller
Freundschaft' die Wirklichkeit unserer Gesellschaft widerspiegelt.
Barrierefreiheit als Kernauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ermöglicht
Teilhabe und macht Vielfalt sichtbar. Umso schöner, dass die Serie mit der neuen
Fassung in Deutscher Gebärdensprache für noch mehr Menschen erlebbar und
leichter zugänglich ist."
Knapp 800 Stunden Programm mit Gebärdensprache
Der MDR hat im Jahr 2025 47.907 Sendeminuten mit Deutscher Gebärdensprache
ausgestattet - das entspricht knapp 800 Stunden Programm. Allein im Dezember
wurden rund 140 Stunden an DGS-Einblendungen produziert. Mit der Erweiterung des
Angebots um "In aller Freundschaft" wird sich dieses Volumen weiter erhöhen.
"In aller Freundschaft" wird seit 1998 im Ersten ausgestrahlt. Mit über 1100
Folgen, drei Spielfilmen und wöchentlich rund vier Millionen Zuschauerinnen und
Zuschauern gehört die Serie zu den erfolgreichsten deutschen TV-Produktionen.
Die Serie erzählt vom Arbeitsalltag der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte in der
Leipziger Sachsenklinik und von den Menschen, die dort Hilfe suchen.
Medizinische Fälle stehen ebenso im Mittelpunkt wie persönliche Geschichten,
Beziehungen und Konflikte der Figuren. Gedreht wird seit mehr als 20 Jahren in
der Media City Leipzig, direkt neben dem MDR. 2028 feiert die Serie ihr
30-jähriges Jubiläum.
Vollständig barrierefrei - im Programm und bei Aktionen
Bereits das letzte Fanfest von "In aller Freundschaft" 2023 in Leipzig war
vollständig barrierefrei gestaltet, so dass auch Menschen mit Behinderung an
Aktionen des Hauses teilnehmen konnten. Neben rollstuhlgerechtem Zugang wurden
die Studioführungen von Gebärdendolmetschern begleitet.
Barrierefreiheit im MDR
Mit seinen barrierefreien Angeboten ermöglicht der MDR allen Menschen mit
Sinnesbehinderung oder Menschen mit Lernschwierigkeiten den Zugang zu seinen
Programmen. Bereits heute bietet der MDR 95 Prozent seiner Streamingangebote in
der ARD Mediathek untertitelt an. Zudem gibt es täglich ca. sieben Stunden mit
Hörbeschreibung im MDR-Fernsehen. Hinzu kommen etwa 40.000 Sendeminuten im Jahr,
die der MDR mit Gebärdensprache ausstattet. Ergänzt wird das barrierefreie
Angebot durch Nachrichten in Leichter Sprache zum Lesen und Hören. Damit
informiert der MDR Menschen mit Lernschwierigkeiten sowie funktionale
Analphabeten tagesaktuell über die wichtigsten Ereignisse im Sendegebiet. Alle
barrierefreien Angebote bündelt der MDR im Web unter:
https://www.mdr.de/barrierefreiheit/index.html
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