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Berlin (ots) - Heute vor 15 Jahren begann die Atomkatastrophe von Fukushima. Sie
war Anlass für den damaligen Beschluss der CDU-geführten Bundesregierung,
endgültig aus der gefährlichen Atomtechnologie auszusteigen. Gestern kündigte
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, den Bau neuer Reaktortypen
aus Mitteln des EU-Emissionshandels fördern zu wollen. Die Deutsche Umwelthilfe
(DUH) warnt ausdrücklich vor der Förderung neuer Reaktortypen.
Dazu sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
" 15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima bleibt die Atomkraft ein
teurer und gefährlicher Irrweg. Teile der heutigen Bundesregierung - ebenso wie
die damalige Bundesministerin und heutige Kommissionspräsidentin Ursula von der
Leyen - scheinen vergessen zu haben, dass Deutschland aus wichtigen
Sicherheitsgründen aus der gefährlichen Atomtechnologie ausgestiegen ist. Die
russischen Angriffe auf die Atomkraftwerke in der Ukraine zeigen, dass ein
weiterer katastrophaler Atomunfall mitten in Europa jederzeit Realität werden
könnte. Sogenannte kleine Modulare Reaktoren würden die Zahl der Ziele für einen
militärischen oder terroristischen Angriff sogarvervielfachen und damit das
Risiko einer Atomkatastrophe multiplizieren. Eine Förderung solcher
technologisch unerprobten Konzepte aus dem EU-Haushalt ist deswegen falsch.
Diese Mittel sollten stattdessen für heute schon wettbewerbsfähige erneuerbare
Energietechnologien ausgegeben werden. Neue Atomreaktoren wären viel zu teuer
und kämen deutlich zu spät, um einen nennenswerten Beitrag zur Erreichung der
Klimaziele zu leisten ."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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