|
Gießen (ots) - Seit Jahresanfang ist am Universitätsklinikum Gießen ein
neuartiger Photon-Counting-Computertomograph (CT) im Einsatz, der die
medizinische Diagnostik auf ein neues Niveau hebt. Das Gerät, das zu den
modernsten weltweit gehört, ist eines von nur drei seiner Art in Hessen.
Der neue Photonen-CT Naeotom Alpha.Peak erlaubt eine hochpräzise Bildgebung bei
deutlich reduzierter Strahlenbelastung. Durch seine Geschwindigkeit und
Detailgenauigkeit eröffnen sich dabei neue Möglichkeiten in der Früherkennung
und Verlaufskontrolle zahlreicher Krankheitsbilder und eine noch individuellere
Patientenversorgung.
"Mit der Photonentechnologie schlagen wir in Gießen ein neues Kapitel auf. Damit
setzen wir ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit und die dynamische
Entwicklung unseres Standorts - zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten",
sagte Dr. Gunther K. Weiß, Vorsitzender der Geschäftsführung des
Universitätsklinikums Gießen und Marburg.
Vorteile für die Patienten
Für die Patienten ergeben sich daraus viele Vorteile. Im Vergleich zu
herkömmlichen Geräten ist die Strahlenbelastung deutlich reduziert, was deren
Schutz und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Dazu trägt auch eine kürzere
Untersuchungsdauer bei. Ein Komplettscan bei Notfallpatienten wird so
beispielsweise bereits unter einer Sekunde möglich.
"Mit dem neuen System erreichen wir einen Quantensprung in der Diagnostik. Damit
lassen sich selbst kleinste und mit herkömmlicher CT-Technik nur schwer bis gar
nicht erkennbare Veränderungen darstellen. Das hilft uns, Krankheiten frühzeitig
zu erkennen und noch präzisere Diagnosen in kürzester Zeit zu treffen", sagt die
Direktorin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Prof.
Dr. Gabriele A. Krombach. "Wir haben hier am Standort eine große Kinderklinik.
Gerade unsere kleinsten Patienten werden profitieren, da wir nun die
Strahlenexposition massiv verringern können, bei besserer Diagnostik. Auch
Patienten, die in kurzer Zeit mehrfache Untersuchungen benötigen, können daher
viel schonender betreut werden. Wir sind damit für die Anforderungen an eine
zeitgemäße Diagnostik für die Zukunft bestens gerüstet" freut sich Prof. Dr.
Tobias Struffert, Direktor der Abteilung Neuroradiologie.
Das neue System kann Röntgenphotonen direkt in elektrische Signale umwandeln,
ohne den Zwischenschritt über die Umwandlung in Lichtsignale. Die damit
erzeugten klinischen Bilder haben eine sehr hohe Auflösung ohne elektronisches
Rauschen sowie einen verbesserten Kontrast im Vergleich zu herkömmlichen
CT-Aufnahmen. Diese präzisen Informationen können ermöglichen, dass manch
invasive Untersuchung vermieden werden kann, für Patienten eine gute Nachricht.
Der Naeotom Alpha.Peak wurde in Deutschland entwickelt und im oberfränkischen
Forchheim gefertigt. "Über 20 Jahre hat Siemens Healthineers die
photonenzählende CT-Technologie zur Marktreife entwickelt. Unser Ziel ist es,
mit der neuesten Generation der Geräte den menschlichen Körper mit
höchstmöglicher Präzision abzubilden, Krankheiten früher zu erkennen und
personalisierte Therapien zu ermöglichen. Damit wollen wir das Leben hunderter
Millionen Menschen verbessern. Mit dem Universitätsklinikum Gießen verbindet uns
seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die wir weiter ausbauen
werden", sagt Dr. Philipp Fischer, Leiter des Geschäftsbereichs CT bei Siemens
Healthineers.
Pressekontakt:
Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Frank Steibli | Leiter Unternehmenskommunikation und Pressesprecher
T. +49 (641) 985-51020 | mailto:frank.steibli@uk-gm.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/109212/6233486
OTS: RHÖN-KLINIKUM AG
ISIN: DE0007042301
|