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Gräfelfing (ots) - Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die Bayerische
Staatsministerin für Gesundheit Judith Gerlach sowie der Vorsitzende der
CSU-Landtagsfraktion Klaus Holetschek haben die FUTRUE-Gruppe am Standort
Gräfelfing besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs standen medizinische
Innovationen zur Behandlung chronischer Schmerzen sowie die Zukunftstechnologie
Brain-Computer-Interfaces (BCI).
Ein Schwerpunkt des Besuchs war die Arbeit des FUTRUE-Unternehmens VERTANICAL,
das mit VER-01 eine neue Klasse von Schmerztherapeutika entwickelt hat.
Chronische Schmerzen zählen zu den größten medizinischen Herausforderungen
weltweit - mit mehr Betroffenen als Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
Krebs zusammen. Trotz erheblicher Nebenwirkungen und Abhängigkeitsrisiken gelten
Opioide noch immer als Standardtherapie und werden weltweit rund 250 Millionen
Mal pro Jahr verordnet, davon allein in Deutschland mehr als 18 Millionen Mal
jährlich.
Mit der geplanten Zulassung seines cannabinoidbasierten Arzneimittels VER-01
verfolgt VERTANICAL das Ziel, Patienten zeitnah eine wirksame und zugleich
deutlich besser verträgliche Alternative zu Opioiden zu bieten.
Studienergebnisse zeigen eine schnellere und stärkere Schmerzreduktion bei
gleichzeitig deutlich besserer Verträglichkeit.
"Unser Ziel ist eine Welt ohne chronische Schmerzen", sagt Dr. Clemens Fischer,
Gründer und CEO von FUTRUE. "Millionen Patientinnen und Patienten sind heute auf
Therapien angewiesen, die häufig nur begrenzt wirken und erhebliche
Nebenwirkungen haben. Wir wollen zeigen, dass medizinische Innovation auch in
Deutschland entstehen und weltweit Maßstäbe setzen kann."
Neben der Schmerzmedizin stellte FUTRUE auch seine Aktivitäten im Bereich
Brain-Computer-Interfaces (BCI) vor. Das Unternehmen FUTRUE Neurosciences
entwickelt Technologien, die eine direkte Schnittstelle zwischen Gehirn und
Computer ermöglichen. Erste Systeme zeigen bereits heute, dass sich Gedanken und
Sprachintentionen mit hoher Genauigkeit in gesprochene Sprache übersetzen lassen
- etwa um stummen Patientinnen und Patienten ihre Stimme zurückzugeben.
Langfristig könnten Brain-Computer-Interfaces neue therapeutische Möglichkeiten
eröffnen, etwa um Querschnittsgelähmten wieder Bewegung zu ermöglichen oder
völlig neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion zu schaffen. "Der nächste
große Innovationsschub in der Medizin wird nicht aus klassischen Pharmalaboren
kommen, sondern aus der Verbindung von Biologie, Technologie und
Datenwissenschaft", so Dr. Clemens Fischer. "Deutschland hat die Chance, in
diesem Zukunftsfeld eine führende Rolle einzunehmen. Unser klares Ziel ist es,
bis 2030 die führenden Brain Computer Interfaces weltweit herzustellen."
Im anschließenden Austausch diskutierten die politischen Gäste mit den
FUTRUE-Gründern Dr. Clemens Fischer und Madlena Hohlefelder, welche
Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Deutschland wieder zu den weltweit
führenden Innovationsstandorten im Gesundheitsbereich aufschließen kann. Dabei
bestand Einigkeit darüber, dass mutige Investitionen, innovationsfreundliche
Regulierung und klare strategische Zukunftsfelder entscheidend sind, um
international wettbewerbsfähig zu bleiben.
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